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Transgourmet

Transgourmet zeichnet Genusskonzepte aus

Datum: 25.06.2020Quelle: Transgourmet | Fotos: Transgourmet, Caro Hoene | Ort: Riedstadt

Einmal im Jahr zeichnet Transgourmet engagierte Einrichtungen für ihre innovativen und aktiv gelebten Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung aus. Die feierliche Preisverleihung war im Rahmen der Altenpflege im März geplant und wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Um die Gewinner dennoch gebührend zu würdigen, ließ sich Transgourmet etwas einfallen: Die drei Siegereinrichtungen wurden am 24. Juni bei einer digitalen Preisverleihung bekannt gegeben und beglückwünscht.

Um die Wettbewerbsteilnehmer nicht länger warten zu lassen, entschied sich der Lebensmittelgroßhändler für einen anderen, neuen Weg, um den Gewinnern und Nominierten seine Wertschätzung und Anerkennung auszusprechen und einen bewussten Moment der Freude zu schaffen: Am 24. Juni um 14 Uhr wurden die diesjährigen Wettbewerbsgewinner im Rahmen einer digitalen Preisverleihung ausgezeichnet. Neben Online-Glückwünschen der Jury zeigte ein Film mit Eindrücken von den nominierten Einrichtungen, was sie zu Botschaftern für emotionalen Genuss macht.

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Positives Erlebnis

Rund 50 Beiträge aus ganz Deutschland erreichten die Jury der aktuellen Wettbewerbsrunde für 2019/2020. Alle Best-Practice-Beispiele – vom mobilen Frühstücks(-eier)service über das Schaukochen mit Gewürz- und Aromadetektiven bis hin zum Sonntagsbrunch für demente Menschen – zeigen, wie aus der alltäglichen Verpflegung ein bereicherndes positives Erlebnis für die Bewohner werden kann. Senioren auf bedeutungsvolle und kreative Weise in die Verpflegung mit einzubeziehen und Essen mit Freude, Genuss und Gemeinschaft zu verbinden – das wird auch nach der Überwindung der Coronakrise eine umso größere Rolle spielen. Denn gerade jetzt zeigt sich einmal mehr, wie wichtig uneigennütziger Einsatz für andere Menschen ist. Und mit emotionalem Genuss steigt die Lebensqualität der Senioren und auch der Betrieb kann einen deutlichen Imagezuwachs erfahren.

Foto: Caro Hoene

Bereits zum vierten Mal haben sich Senioreneinrichtungen um den Titel „Botschafter emotionaler Genuss“ beworben. Zu den glücklichen Gewinnern des Wettbewerbs „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ 2019/2020 gehören Einrichtungen aus Bitburg, Konstanz und Teutschenthal:

Die Caritas-Altenhilfe gGmbH St. Marienhaus in Konstanz
In der Zentralküche der Caritas-Altenhilfe gGmbH St. Marienhaus setzt der Küchenchef auf frische Lebensmittel und Superfood. Daneben kommt häufig eine mobile Küche, die von einem regional ansässigen Schreiner angefertigt wurde, zum Einsatz. Im Haus wird das Essen regelmäßig gemeinsam in Schnippel- und Backgruppen zubereitet – vor allem Rezepte von früher. „Gerade das Schnippeln ist gut für die Motorik älterer Menschen und spricht zudem den Sinn des Fühlens an“, lobt Sophie Carew vom Kompetenzteam Ernährung | Hygiene | Information von Transgourmet, die die Einrichtung vor Ort besucht hat. „In Konstanz wird zudem viel Wert auf hausgemachte Produkte gelegt – von der selbst gekochten Marmelade über passierte Kost bis hin zu Power-Smoothies.“ Für alle dementen Bewohner findet darüber hinaus jeden Sonntag ein Brunch statt.

Der DRK Kreisverband Bitburg Prüm e.V. „Limbourgs Garten“ in Bitburg
Das Mehrgenerationenhaus „Limbourgs Garten“ verbindet jüngere und ältere Menschen unter einem Dach. Mit der „Bitburger Klappschmier“ setzt der DRK Kreisverband Bitburg Prüm e.V. sogar ein intergeneratives Projekt um: Senioren schmieren Butterbrote für Grundschüler und bringen diese einmal in der Woche zur großen Pause in die Schulklassen. In der Zentralküche selbst wird immer regional und saisonal gekocht. Dafür gehen die Bewohner jede Woche gemeinsam einkaufen, ob im Super- oder auf dem Wochenmarkt. „Die Einrichtung versucht damit, alte Menschen und Menschen mit Demenz in das normale Leben und in das Stadtbild zu integrieren. Es zeigt gut: ‚Wir gehören dazu!’“, erläutert Lisa Hochstein, ebenfalls vom Transgourmet-Kompetenzteam. Für nicht-mobile Bewohner wird mit „Genuss-Snoezelen“ außerdem eine weitere kreative Maßnahme regelmäßig umgesetzt: Dies sind genussbezogene Aktivitäten wie das Erkunden von Kräutern.

Wörz + Helbig Gesellschaft für Soziale Einrichtungen mbH in Teutschenthal
Ob Mitarbeiter oder Bewohner, sie alle teilen im Betreuungszentrum Teutschenthal die Leidenschaft zum Kochen: In Schnippelgruppen in den Wohnküchen oder der Cafeteria sind alle an der Essenzubereitung beteiligt – wie in einer großen Familie. „Die Bewohner erhalten dadurch getreu dem Motto der Einrichtung ‚Willkommen zu Hause’ das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht allein zu sein und Mitspracherecht zu haben“, fasst Lisa Hochstein ihre Eindrücke nach dem Besuch der Einrichtung zusammen. Die Speiseplangestaltung wird bestimmt von den Wünschen und dem Lieblingsessen der Bewohner. Auch hier kommt ein mobiler Koch- und Backwagen zum Einsatz – und so ein mobiles Gefährt bringt Geschmack und Geruch durch das ganze Haus und regt damit die Sinne an.

Pause des Wettbewerbs

In jeder Krise kann auch eine Chance stecken: Emotionaler Genuss wird zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinnen, da ist sich Transgourmet sicher. Die Digitalisierung schreitet zudem schneller voran. Gleichzeitig ist die Verpflegungssituation in Senioreneinrichtungen vor dem Hintergrund der aktuellen Situation eine große Herausforderung. Um dieser zu begegnen, muss vielleicht neu gedacht werden. Aus diesem Grund möchte der Lebensmittelgroßhändler im nächsten Jahr mit dem Wettbewerb „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor“ pausieren und die Zeit genau dafür nutzen: den Wettbewerb neu denken und weiterentwickeln. Näheres zum Projekt erfahren Interessierte hier.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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