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20 Jahre Foodservice-Cloud

Datum: 19.11.2019Quelle: selly; dmp Ort: Berlin

Mit einer Jubiläumtagung und einer spektakulären Party beging in Berlin die Online-Handelsplattform Selly.biz ihren 20sten Geburtstag. Referenten gaben Einblicke in die Themen Künstliche Intelligenz sowie Digitalisierung und präsentierten dazu Chef Watson.

Die Anfänge von Selly.biz

In die Räume der alten Heeresbäckerei kamen auf Einladung rund 120 Gäste, darunter viele Wegbegleiter und Kunden der ersten Stunde, die den erfolgreichen 20-jährigen Weg von Selly begleitet haben. Geschäftsführer Andreas von Czapiewski zog eine positive Bilanz. Dreh- und Angelpunkt waren dabei stets Strategien zur Etablierung des Onlinehandels im Außer-Haus-Markt. Sein Blick zurück in die Geschichte des Branche verdeutlichte anschaulich, welch rasante Entwicklung dieser in den letzten Jahren genommen hat.

Anfänglich war die Großküche noch eine internetfreie Zone, die Telekom glänzte mit Bandbreiten von 9,6Kbs. Daten waren damals demnach 1 Millionen mal langsamer als heute unterwegs und die PCs hatten nur ein Zehntel der Rechenleistung eines iPhones. Man habe damals, blickte Andreas von Czapiewski zurück, als eines der ersten Unternehmen vollständig auf Java-Technologie gesetzt. Und das habe seinem Unternehmen bis heute einen technologischen Vorsprung gesichert. Eine wichtige Etappe sei dabei die Einbindung der Markennindustrie in den Aufbau der Produktdatenbank PRINS gewesen. Die große Schwierigkeit bestand aber darin, die Wettbewerber aus der Branche an einen Tisch zu bekommen. Das dies letztlich gelang, sei auch der Verdienst von Partnern, wie Hansi Hundt und Urs Züttel, der eine bei Vandenberg FS und später Nestlé, der andere bei Knorr Caterplan dann Unilever, gewesen.

Nach dem Ende des Internet-Hypes begann auch für die Gesellschafter der ersten Stunde ein neuer Aufbruch. „Von dem Tage an war Selly auf sich alleine gestellt – aber unabhängig, frei von Schulden und erfolgreich. Und auch unsere Kunden haben der Idee und uns weiter vertraut. Nur ein Einziger kehrte uns für wenige Monate den Rücken“, hob er rückblickend hervor. Heute nutzen ca. 7.000 Verwender – Verantwortliche in Verpflegungsbetrieben, Großküchen und der Gastronomie – die Bestelloptionen von Selly.biz bei fast 200 Lieferanten und bestellten in diesem Jahr Waren im Wert ca. 435 Mio. Euro.

Vorteile der Foodservice-Cloud

Nutzer der Foodservice-Cloud schätzen die Unabhängigkeit bei der Wahl des Handelspartners und verzichten im Gegenzug gerne auf Bestpreisvergleiche. Sie verhandeln Konditionen eigenständig mit dem Lieferanten ihres Vertrauens und sind Herr über ihre eigenen Daten. Man wolle, so der Unternehmenschef, dazu beitragen, dass es den Kunden gut geht, dass sie sich wohlfühlen und Freude an ihrer Arbeit empfinden. Dann werden auch sie ihre Gäste glücklich machen können. Dazu entlaste man sie von deren IT-Administration, Datenbeschaffung und Datenverwaltung. Man sehe sich als den guten Geist, der im Hintergrund unauffällig und zuverlässig seine Arbeit mache.

Die Referenten des Tages gaben, so ganz in dem Kontext der Selly-Philosophie, Denkanstöße und Anregungen zum Thema Internet der Zukunft und welchen Anforderungen man sich dabei stellen muss. Bernd Fritzges Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO), gab in seinem Vortrag Orientierung und Hilfestellung für den Umgang mit der Digitalisierung in der Gastronomie und Hotellerie. Klaas Bollhöfer Gründer und Geschäftsführer der Birds on Mars GmbH Berlin widmete sich allgemeinen Fragen der Künstlichen Intelligenz und zeigte Anknüpfungspunkte für die Gastro- und Food-Branche. Spannend wurde es bei Patrick Unger von IBM Deutschland. Er zeigte anhand des Beispiels von IBM Chef Watson, wie KI in der Praxis funktioniert. Chef Watson sei Teil der Mission von IBM, kreative Computeranwendungen zu entwickeln – angefangen von überraschenden, neuen Kochrezepten bis hin zur Verbesserung der medizinischen Forschung. In den letzten Jahren hat Chef Watson im Rahmen einer Beta-Phase bereits Tausenden von Küchenchefs geholfen, innovative Mahlzeiten zuzubereiten. Was Chef Watson in Sachen Cocktails entwickelt hatte, konnte man während der anschließenden Party im Club Spindler & Klatt verkosten.

Selly präsentierte auch seine neuesten Produkte für die Branche und zeigte in individuellen Gesprächen, wie man die Foodservice-Cloud Selly.biz noch besser nutzen kann. So habe man beschlossen, eine Initiative für den Foodservice-Markt unter dem Namen „Food on Mars“ ins Leben zu rufen. Das Ziel: die Erschließung von KI-Potentialen. Im Fokus stünden Lösungen, die zum einen den stetig wachsenden Mangel an Fachkräften und zum anderen die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen sollen.

Wer noch mehr zu KI in der Profiküche erfahren und Roboter in Aktion erleben möchte, findet dazu online einen Beitrag mit dem Titel „KI de cuisine – Küchenroboter in Aktion“: Dort gibt es weiterführende Links zu einzelnen Best-Practice-Beispielen aus unter anderem Japan, den USA oder Düsseldorf.

Michael Polster

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