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Onlinefront gegen Lebensmittelverschwendung

Datum: 14.10.2016Quelle: FH Münster; Foto: ebd. Ort: Münster

In der Gemeinschaftsverpflegung werden durchschnittlich 20 % der Speisen entsorgt. Gegen eine solche Verschwendung sprechen nicht nur ethische Gründe, sondern auch wirtschaftliche Verluste. Einsparungen können beispielsweise an anderer Stelle für Qualitätsverbesserungen eingesetzt werden. Häufig fehlen aber insbesondere kleinen und mittleren Betrieben (KMU) die Ressourcen, etwas gegen Lebensmittelabfälle zu tun.

Die neue Internetplattform „LAV – Lebensmittel Abfall Vermeiden“ bietet ihnen nun praxisnahe Hilfen in Form von kostenlosen und frei zugänglichen Instrumenten. Dabei handelt es sich etwa praktische Ratgeber und Leitfäden, Kurzfilme zum Sensibilisieren der Mitarbeiter, Messhilfen sowie Beispiele zur Kundenkommunikation.

Leitfaden für Betriebsgaststätten und Produzenten
Die Website www.lebensmittel-abfall-vermeiden.de richtet sich neben dem Gastgewerbe auch an Produzenten und den Handel. Ein Team um Prof. Dr. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster hat die Plattform in dem Forschungsprojekt „Verluste in der Lebensmittelbranche vermeiden: Forschungstransfer in die KMU-Praxis“ entwickelt. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts, das der Wissenschaftler vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) leitet, ist die Übertragung von Know-how in die Unternehmen. „Wir wollten eine bedarfsgerechte Plattform schaffen, die in der Praxis auch angewendet wird. Deshalb haben wir auch Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung bei der Entwicklung einbezogen“, erklärt Ritter.

Linda Niepagenkemper koordiniert das Projekt
Er und sein Team haben mehr als 500 internationale Instrumente recherchiert und einzeln bewertet. Die praxistauglichsten Lösungen haben die iSuN-Wissenschaftler nach verschiedenen Branchen und Handlungsfeldern systematisiert bereitgestellt. Eine Plattform, die spezifische Instrumente für diese Anwendergruppen und Themenschwerpunkte auf einer Website bündelt, hat es bisher noch nicht gegeben. „Das wollten wir ändern. LAV soll Gemeinschaftsverpfleger und andere Betriebe dabei unterstützen, eigenständig ein passendes Konzept zu entwickeln, um Lebensmittelverluste zu reduzieren“, so Linda Niepagenkemper, die das Forschungsprojekt koordiniert. Fragen und Anregungen nimmt sie unter der E-Mail-Adresse info@lebensmittel-abfall-vermeiden.de entgegen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Forschungsprojekt, das noch bis Februar 2017 läuft.

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