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Horst M. Kafurke, Geschäftsführer der Innogy Gastronomie.

Nachhaltigkeit: Lohnt sich die Zertifizierung?

Datum: 06.03.2020Quelle: Inhalt: Redaktion GVMANAGER | Foto: privat | Ort: München

Drei Parteien wirkten bei der Entwicklung des Nachhaltigkeitsmoduls des TÜV Rheinland mit, nach dem sich Betriebe der Gemeinschaftsgastronomie umfangreich in puncto Nachhaltigkeit zertifizieren lassen können. Horst M. Kafurke, Geschäftsführer der Innogy Gastronomie in Essen, war hier maßgeblich beteiligt und gab dank seiner Sichtweise als Anwender wertvolle Impulse. „Ich habe im Rahmen der Entwicklung im Wesentlichen den Part der praktischen Umsetzung und Machbarkeit übernommen. Bedingt dadurch, dass wir seit gut zwei Jahren ein umfängliches, viersäuliges Nachhaltigkeitskonzept über alle Prozessstufen über alle unsere 54 Betriebe ausgerollt haben, ergänzen wir uns  hervorragend“, erklärt er.

Nachhaltigkeit zertifizieren lassen

Die Innogy Gastronomie ist das erste Unternehmen, das sich mit all seinen 54 gastronomischen Betrieben im Verbund vom TÜV Rheinland hat zertifizieren lassen. Warum sich der Aufwand für ihn gelohnt hat, hat uns Horst M. Kafurke verraten. Er setzt sich bereits seit fast 20 Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander.

Herr Kafurke, warum lohnt es sich Ihrer Meinung nach, sich als GV-Betrieb in puncto Nachhaltigkeit vom TÜV Rheinland zertifizieren zu lassen?

Zwischenzeitig gibt es schon einige Nachhaltigkeitszertifizierungen, nach meinem Kenntnisstand jedoch keine, außer der TÜV-Zertifizierung, die über alle Prozessstufen der Gemeinschaftsgastronomie gespannt ist und ein dreistufiges Prüfverfahren durchlaufen.

Lohnt sich dieser Aufwand? Hierzu kann ich nur sagen: Auf jeden Fall, da man sich und bestehende Konzepte ständig hinterfragen und validieren muss. Die Zertifizierung schafft klare und jederzeit überprüfbare Standards. Wer Nachhaltigkeit wirklich ernst meint und lebt, kommt an dieser Zertifizierung nicht vorbei.

Zugegebenermaßen war der Aufwand, 54 Betriebe zertifizieren zu lassen hoch und hat gut ein Jahr intensiver Vorbereitung benötigt, allerdings hatten wir durch unser Nachhaltigkeitskonzept schon einiges an Vorarbeit geleistet.

Drei Parteien, drei Sichtweisen

An der Entwicklung des Nachhaltigkeitsmoduls, das nicht ohne die Zeritfizierung Ausgezeichnete Gemeinschaftsgastronomie des TÜV (ehemals Kochmützen) erworben werden kann, waren auch Prof. Dr. Volker Peinelt (emeritiert, Hochschule Niederrhein Mönchengladbach, Fachbereich Oecotrophologie) sowie Oecotrophologe Manuel Potthoff, verantwortlich für das Produktmanagement Customized Auditing Solutions beim TÜV Rheinland. Welche Rolle die beiden bei der Entwicklung eingenommen haben und wie daraus eine stimmige Zertifizierung wurde, lesen Sie in unserem Beitrag „Nachhaltig – aber wie?“ in der aktuellen Ausgabe des GVMANAGER.

Sarah Hercht / Redaktion GVMANAGER

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