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Millionenförderung für Studentenwerke

Datum: 23.03.2015Quelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Fotos: Lupo / pixelio.de, DSW Ort: Wiesbaden

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute bekannt gegeben, dass die fünf hessischen Studentenwerke von der Landesregierung eine zusätzliche Förderung in Höhe von zwei Mio. € erhalten. Damit steigt die Landesförderung auf insgesamt 19,6 Mio. € pro Jahr. Das zusätzliche Geld soll einen Teil der gestiegenen Kosten für Mensen und Cafeterien tragen und die notwendige personelle Ausstattung der Ämter für Ausbildungsförderung sicherstellen.

„Mit der Steigerung der Landesförderung um zwei Mio. € stellt die Landesregierung einmal mehr unter Beweis, dass wir neben leistungsfähigen Hochschulen auch auf eine hervorragend ausgestattete soziale Infrastruktur für die Studierenden Wert legen“, betont der Wissenschaftsminister.

Die Studentenwerke in Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Kassel und Marburg sind für die soziale und wirtschaftliche Unterstützung von gegenwärtig rund 215.000 Studierenden in Hessen zuständig. Ihr gesetzlicher Auftrag umfasst z. B. die Verpflegung in den Mensen und Cafeterien, den Bau und das Betreiben von Studierendenwohnheimen, die Kinderbetreuung und die Beratung in sozialen und psychosozialen Fragen. Die Belange von internationalen Studierenden finden dabei besondere Berücksichtigung. Darüber hinaus sind die Studentenwerke auch zuständig für die Bearbeitung der BAföG- und sogenannten Meister-BAföG-Anträge.

Konrad Zündorf, Sprecher der hessischen Studentenwerke verdeutlicht: „Ich freue mich sehr über das zusätzliche Geld. Das ist eine Bestätigung der Leistungsfähigkeit der hessischen Studentenwerke durch das Land Hessen. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit sind öffentlich geförderte, preisgünstige Verpflegungs- und Wohnraumangebote für Studierende aus Familien mit geringerem Einkommen ebenso unverzichtbar wie eine rasche BAföG-Administration und eine kompetente Betreuung und Beratung.“

In den vergangenen Jahren haben sich Umfang und Zahl der Aufgaben der Studentenwerke durch die wachsenden Studierendenzahlen und die veränderten Studienbedingungen infolge des Bolognaprozesses deutlich erhöht. Die Studentenwerke finanzieren sich hauptsächlich durch eigene Erlöse in den Mensen und Cafeterien sowie durch Wohnheimmieten. Hinzu kommen die Semesterbeiträge der Studierenden sowie die öffentliche Finanzierung der Landesregierung. Das Land Hessen den Studentenwerken unentgeltlich Landesgrundstücke für den Bau von Studierendenwohnheimen zur Verfügung und hat ein Förderprogramm für studentischen Wohnraum aufgelegt, aus dem auch die Studentenwerke Zuschüsse und kostengünstige Darlehen erhalten können.

„Die stark gestiegenen Energiekosten der letzten fünf Jahre, aber auch spürbare Tarifsteigerungen führten zu höheren Kosten bei unseren Mensen und Cafeterien“, ergänzte Konrad Zürndorf gegenüber der Redaktion GVmanager.

„Auch die Zahl unserer Verpflegungseinrichtungen hat sich, nicht zuletzt auf Wunsch der von uns betreuten Hochschulen, deutlich erhöht. Wir müssen unser Angebot entsprechend der uns zur Verfügung stehenden finanziellen Möglichkeiten gestalten.

Dabei sind die Landesmittel nur ein Teil der Finanzierung, der überwiegende Teil kommt aus eigenen Einnahmen sowie den Beiträgen der Studierenden. Wir funktionieren hierbei nach einem Solidarmodell, sprich, alle Studierenden zahlen an uns ihre Semesterbeiträge, und diese Mittel fließen dann u.a. in die Mensen und Cafeterien.“ 

                 

Boris Rhein verdeutlicht abschließend: „Die Landesregierung lässt die Studentenwerke nicht allein. So wird es z. B. eine Schwerpunktförderung für das studentische Wohnen geben, ebenso entwickeln wir die Finanzierung der Studentenwerke unter Beachtung der studentischen Beiträge weiter.“

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