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Miguel-Angel Contreras y Schaffeld, Küchenchef im Betriebsrestaurant des TÜV Rheinland in Köln, wirkt u. a. in der Videoreihe Miguel kocht mit.

Gesicht zeigen via Kochvideos

Datum: 29.07.2020Quelle: Redaktion GVMANAGER | Foto: TÜV Rheinland | Ort: Köln/München

Miguel-Angel Contreras y Schaffeld (im Bild) ist bereits seit über zehn Jahren Küchenchef beim TÜV Rheinland – und hat in dieser Zeit nicht nur intern per Video von sich Reden gemacht. Was es mit den (Rezept-)Videos auf sich hat uvm., hat er im Interview verraten.

Videoreihe „Miguel kocht“

Auf der Website des TÜV Rheinland sowie auf dem Youtube-Channel des Unternehmens finden sich Videos, in denen der Küchenchef Miguel-Angel Contreras y Schaffeld zeigt, wie sich beliebte Speisen aus dem Betriebscasino nachkochen lassen oder  Tipps zum Umgang in der Küche gibt.

Auch während der Corona-Pandemie stand Miguel Contreras vor der Kamera in der heimischen Küche und präsentierte Rezepte aus dem Homeoffice, darunter Frühstücksideen wie Granola und Arme Ritter oder die Zubereitung von Hummus und Hühnerfrikassee.

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Miguel-Angel Contreras im Interview

Von Tipps zum richtigen Braten von Rumpsteaks, Rezepten für Hühnersuppe und Ofenkürbis bis hin zu Tipps für hygienisches Kochen und Schneidetechniken – die Videos von Miguel-Angel Contreras y Schaffeld sind variantenreich.

Wir haben bei dem Küchenchef des TÜV Rheinland nachgefragt, was die Motivation für die Rezeptvideos war und sprachen mit ihm auch über seine deutschen wie spanischen Wurzeln und wie diese den Alltag im Betriebsrestaurant des TÜV Rheinland prägen.

„Ich spreche viele unserer Gäste gerne mit Namen an. Ich gehe auf sie zu, berate und bewirte sie. Ich fühle mich nicht nur als Koch und Chef, sondern auch als Gastgeber.“

Herr Contreras y Schaffeld, welche Motivation steckt(e) hinter der Videoproduktion?

Es gab verschiedenen Motivationsgründe: Wir wollten unsere Expertise auf unterhaltsame Weise intern wie extern zeigen. Die Zuschauer sollten einen Blick hinter die Kulissen des TÜV Rheinland werfen können. Weil das Unternehmen unter anderem für das Thema Sicherheit steht, brachten wir auch Hygiene- und Sicherheitsaspekte in die Videos ein.
Viele Mitarbeiter fragten zudem häufig nach Rezepten zum Nachkochen. Dem Wunsch unserer Gäste kamen wir damit nach und stellten die fünf begehrtesten Gerichte vor.

Außerdem ist es natürlich auch ein Marketinginstrument, um den TÜV Rheinland als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und potenzielle Mitarbeiter und Auszubildende für unser Casino, aber auch für das Unternehmen insgesamt zu gewinnen. Unser Casino wird bei Stellenausschreibungen als Benefit genannt, da der Punkt bei der Kommunikation mit Bewerbern wichtig ist. Er ist zwar nicht ausschlaggebend für eine Stellenbewerbung, aber der Aspekt spielt im Gesamtpaket eine Rolle.

Inwieweit tragen die Videos auch zum guten Ruf Ihrer Küche im eigenen Unternehmen bei?

Mitarbeiter sprechen mich häufig auf die Videos an und fragen nach einer Fortsetzung. Eines der Videos erzielte beachtliche 50.000 Aufrufe. Ein Zeichen dafür, dass die Videoreihe intern wie extern auf positive Resonanz stieß. Wir konnten die Kompetenz unserer Küche auf unterhaltsame Weise nach außen tragen.

Sie sind sowohl in Deutschland als auch in Spanien aufgewachsen – haben Sie typisch deutsche Eigenschaften? Wann kommt die spanische Mentalität durch?

Ich habe mehr deutsche als spanische Eigenschaften. Typische Tugenden wie Pünktlichkeit und Disziplin beherzige ich ebenfalls. Man muss das Beste aus beiden Welten schöpfen.

Die spanische Mentalität prägt den Gastronomen in mir. Das intensive Kümmern um die Gäste ist – so glaube ich – eher die spanische Eigenschaft. Wenn ich im privaten Umfeld Gäste habe, weiß ich im Vorfeld, was sie gerne trinken und essen. Ich stelle mich darauf ein.

Wie macht sich das auch in Ihrem Berufsalltag bemerkbar?

Ich spreche viele unserer Gäste gerne mit Namen an. Ich gehe auf sie zu, berate und bewirte sie. Ich fühle mich nicht nur als Koch und Chef, sondern auch als Gastgeber.

Wo sind Sie erstmals mit dem Kochen in Berührung gekommen?

Meine Eltern waren beide berufstätig und ich habe viel Zeit bei meiner Großmutter verbracht. Sie hatte eine Wohnküche – heute nennt man das wohl offene Küche. Derweil meine Oma gekocht hat, habe ich mit Lego gespielt. Auf diese Weise konnte ich mich dem Kochen nicht entziehen, habe viel von meiner Großmutter über Gerichte und Kochen erfahren, die zudem eine sehr gute Köchin war.

Wie prägt diese Erfahrung noch heute Ihr Tun?

Ich habe im Laufe der Jahre selbstständig und auch auf Basis der Kochkünste meiner Großmutter eine Art Geschmacksbibliothek entwickelt. Ich weiß z. B., wie eine gute Rote Bete zu schmecken hat und dieses Wissen binde ich heute in meinen Beruf ein und gebe es weiter. Geschmack hat auch mit Emotionen und Erlebnissen zu tun. Ich habe es als sehr angenehm empfunden, wenn meine Großmutter gekocht hat und habe ihr Essen immer genießen können. Ich glaube, dass Kinder, die kein Gemüse mögen, oftmals nicht die Erfahrung gemacht haben, wie ein gut zubereitetes Gemüse schmeckt und lehnen es entsprechend ab.

Was ist für Sie das Besondere an Ihrem Beruf als Koch bzw. Küchenchef generell und im Speziellen an Ihrer Position beim TÜV Rheinland?

Wie in jedem Beruf sollte man auch mit Herz und Engagement Koch sein. Ich schätze die Vielfalt, die ich als Küchenchef habe: Ich wirke bei Videoproduktionen mit, berate und organisiere das Catering für Veranstaltungen. Ich habe Einfluss auf die Pläne der Küchensanierung und arbeite an Konzepten und der Küchengestaltung mit. Der TÜV als Arbeitgeber lässt mir viel Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten zur Mitbestimmung, was mich sehr zufrieden macht.

Bei dem internen Mitarbeiter-Programm „Sichtwechsel“ haben auch schon Mitarbeiter aus komplett anderen Bereichen für einen Tag in der Küche gearbeitet. Ein Zeichen dafür, dass der gastronomische Betrieb bei uns einen hohen Stellenwert genießt und wertgeschätzt wird.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Werbung fürs Handwerk

Noch mehr aus seinem Alltag als Küchenchef des Betriebsrestaurants des TÜV Rheinland – darunter welchen Stellenwert die Ausbildung im Betrieb einnimmt – verrät Miguel-Angel Contreras y Schaffeld im Interview in der Augustausgabe 2020 des GVMANAGER.

Sarah Hercht / Redaktion GVMANAGER

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