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Bereits eine Etage höher wähnt man sich bei Steelcase eher in einem Wohnzimmer als in einem Büro.

Zu Besuch bei Steelcase in München

Datum: 27.08.2019Quelle: Inhalt: GVManager | Fotos: Kirchner/Steelcase/Leonardi Ort: München

Der Espresso-Shot des Tages klingt verlockend: ein Affogato al caffé mit karamellisiertem Haselnusseis aus der eigenen Manufaktur. Als Durstlöscher gibt es hausgemachten Tee aus Pfefferminze, Ingwer, Kurkuma und Zitrone. Was sehr gut in einen hippen Coffeeshop passen würde, entstammt dem Angebot des Workcafé im Steelcase Learning + Innovation Center in München, in dem New Work nicht nur herausragend gelebt, sondern auch innovativ weitergesponnen wird. Natürlich gibt es auch Klassiker wie einen Latte Macchiato – mit sechs optionalen Milchsorten. „Im Vergleich zur normalen Milch gehen pflanzliche Alternativen wahnsinnig gut“, berichtet Eric Vogel, gastronomischer Leiter von Leonardi, der den gastronomischen Standort im Hause Steelcase mit seinem zwölfköpfigen Team auch gerne als kreative Spielwiese nutzt. „Zum US-amerikanischen Independence Day haben wir eine Kaffeespezialität mit Marshmallows kreiert“, gibt er ein Beispiel. Zu abgefahren ist das Angebot trotzdem nicht, die Mischung machts – wie die Snacktheke zeigt: Scheiben von hausgebackenem Vitalbrot mit Frischkäse, Gurke, Radieschen und Sprossen finden sich dort ebenso wie Brezen vom Münchner Bäcker, ein Schinken-Käse-Toast oder Plunderteilchen aus der eigenen Pâtisserie des Caterers.

Arbeiten im Showroom

Die dezente weiße Theke mit ihren Holzelementen fügt sich harmonisch in die umgebenden sechs farblich und stilistisch verschieden gestalteten Sitzbereiche ein. Hier ein puristischer Hochtisch mit Stehhockern in Schwarz-Weiß-Grafik, dort eine türkis-blau-gestreifte Sitzgruppe, links ein samtiger Ohrensessel, dahinter bunt zusammengewürfelte Polstermöbel, Kaminfeuer und Bücherregale. Fast mutet es wie ein Inneneinrichtungsstudio an, wären da nicht die vielen Menschen – allein oder in Gruppen arbeitend oder vertieft in angeregte Diskussionen. Und ganz abwegig ist die Vermutung auch nicht. So ist das Learning + Innovation Center von Steelcase, einem US-amerikanischen Hersteller von Büroeinrichtungen und Raumlösungen, Showroom und Arbeitsplatz zugleich. 230 Mitarbeiter aus 35 Nationen treffen sich hier mit internationalen Kollegen, Kunden, Fachhändlern und Vordenkern, um gemeinsam an neuen Ideen aus den Bereichen Lernen, Führung und Innovation zu arbeiten. New Work wird hier nicht nur gelebt, sondern weiter erforscht und vorangetrieben. Wie bringt man die skandinavische Form der Gemütlichkeit „Hygge“ ins Office? Wie können Technologien wie ein Workplace Advisor zu einem Human-Centered Workplace beitragen? Wann kommen die Mitarbeiter künftig ins Büro, um 6 Uhr oder zum Mittagessen oder am liebsten gar nicht mehr? „Von diesen Forschungsergebnissen profitieren auch wir als Caterer hier am Standort“, gibt Thomas Kisters, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Leonardi, einen Vorteil der Kooperation wieder.

In der Küche von Leonardi bei Steelcase

Einen Blick hinter die Kulissen der Mitarbeitergastronomie von Leonardi bei Steelcase Learning + Innovation Center in München gewährt unsere Fotostory:

Frisches Konzept

Steelcase ist bereits früh in der Planungsphase an Leonardi als Wunschcaterer herangetreten. So konnte Leonardi Besichtigungen potenzieller Standorte begleiten, um mit abzuschätzen, inwiefern sich das gewünschte Frischekonzept dort realisieren lässt. Wer mehr dazu wissen möchte, dem empfehlen wir, den kompletten Beitrag mit dem Titel Spielwiese New Work in der aktuellen Ausgabe des GVManager 8/2019 zu lesen. In einem ergänzenden Interview verrät Thomas Kisters, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Leonardi, darüber hinaus, was es mit dem Verzicht von Spülküchen auf sich hat.

Noch mehr spannende Beiträge über die Gemeinschaftsgastronomie von heute und morgen gibt es in unserer Geburtstagsausgabe: GVManager 70 Jahre. Viel Spaß bei der Lektüre.

Claudia Kirchner / Redaktion GVManager

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