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Der Salat-Master, ein Angebot der Innogy Gastronomie am RWE-Campus in Essen, hält u. a. angemachte Salate bereit.

Kulinarischer Baukasten: Individualität ist Trumpf

Datum: 07.09.2020Quelle: Redaktion GVMANAGER | Fotos: Innogy Gastronomie | Ort: Essen

Die Innogy Gastronomie setzt mit dem Snack-Konfigurator und dem Salat-Master am neuen RWE-Campus in Essen auf ein hohes Maß an Individualität. Gäste stellen sich Snacks und Salate wie im Baukasten zusammen.

Individuelle Snacks & Salate bei der Innogy Gastronomie

Mitten in der Corona-Pandemie eröffnete die Innogy Gastronomie in Essen Anfang April am RWE Platz die neue Betriebsgastronomie am RWE-Campus. Neben einem Bistro mit Kaffeespezialitäten, selbstgebackenem Kuchen und selbst hergestelltem Eis ist das neue Betriebsrestaurant kreativ geplant und umgesetzt. So gibt es einen großen SB-Bereich für traditionelle Gerichte und die Innogy-eigene Green Line, eine Pasta-Station, an der die Pasta vor den Augen der Gäste produziert wird, eine Pizza-Station, eine Grillstation und eine Flamberge sowie eine große Salatbar inklusive Salat-Master. Eine Automatenstation, mit Station für den Snack-Konfigurator rundet das Angebot im ersten Bauabschnitt ab. Mehr zu den individuellen Angeboten via Snack-Konfigurator und Salat-Master hat Horst M. Kafurke, Geschäftsführer der Innogy Gastronomie, im Interview verraten.

Horst M. Kafurke, Geschäftsführer der Innogy Gastronomie, zeichnet u. a. für die Verpflegung am RWE-Campus in Essen verantwortlich.
Horst M. Kafurke, Geschäftsführer, Innogy Gastronomie

Herr Kafurke, mit dem Snack-Konfigurator und dem Salat-Master ermöglichen Sie Ihren Gästen, Snacks bzw. Salate nach individuellen Wünschen zusammenzustellen – an welchen Standorten ist das heute schon möglich?

Der Snack-Konfigurator startet in Kürze am neuen RWE-Campus in Essen in seine lang ersehnte Pilotphase. Durch die Entwicklung der Bestell-App sowie durch Corona hat sich die Einführung leider verzögert. Der Salat-Master ist dort seit etwa drei Monaten in Betrieb.

Die Erfahrung der nächsten Wochen und Monate wird zeigen, wie gut die beiden Angebote von unseren Gästen angenommen werden – wobei eine Prognose aufgrund der coronabedingten geringeren Gästezahl natürlich schwierig ist. Was ich heute aber schon sicher weiß, ist, dass der Salat-Master nicht an jedem Standort zum Einsatz kommen kann, da dafür eine gewisse Größe des Ausgabebereichs nötig ist.

In der Snack-Konfigurator-App stellen sich die Gäste ihren individuellen Snack zusammen.
In der Snack-Konfigurator-App stellen sich die Gäste der Innogy Gastronomie ihren individuellen Snack zusammen.

Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die Sie mit dem Snack-Konfigurator ansprechen wollen?

Der Snack-Konfigurator ist eine App, die von jedem RWE- bzw. E.ON-Mitarbeiter heruntergeladen und genutzt werden kann. Der Kunde sucht sich per App seine Speisen und Getränke nach seinem Gusto aus, gibt seinen Anlieferstandort (Cafeteria, Automatenstation, Betriebsrestaurant etc.) ein, bezahlt direkt per PayPal und kann auch eine Anlieferzeit innerhalb der Arbeitszeiten wählen. Über einen dafür generierten QR-Code kann die Ware aus dem gekühlten Automatenfach oder an einer anderen Stelle abgeholt werden.

Generell steht es jedem Mitarbeiter frei, eine Bestellung über den Snack-Konfigurator zu tätigen. Allerdings haben wir – für die Energiebranche üblich – sogenannte Trader in unserem Unternehmen, die ähnlich wie an der Börse Strom kaufen und verkaufen. Und das 24 Stunden lang, aufgeteilt auf mehrere Schichten. Da diese sehr stark an ihren Arbeitsplatz gebunden sind, ist der Snack-Konfigurator eine ideale Lösung für sie. Bereits auf dem Weg in die Arbeit können sie noch aus dem Zug heraus ihre Bestellung tätigen und diese vor Arbeitsbeginn am Automaten abholen.

Wie unterscheidet sich der Salat-Master zum klassischen Salatbuffet?

Der Salat-Master bietet eine größere Vielfalt für einen individuellen, großen Salatteller: 30 Salate, davon etwa die Hälfte bereits angemacht, sowie drei bis vier Dressings. Toppings, wie Rinderstreifen oder Lachswürfel, werden portionsweise frisch im Wok zubereitet. Die Komponenten wechseln regelmäßig sowie nach saisonaler Verfügbarkeit. 80 Prozent der Komponenten bekommen wir küchenfertig geliefert. Neben den einzelnen Komponenten gibt es auch bis zu zwei „fertige“ Salate, z. B. Caesar Salad oder eine bunte Salat-Bowl, die frisch angemacht werden.

Kann man auch Salate am Salat-Master vorbestellen?

Unsere Gäste werden Salate vorbestellen können; aktuell lohnt sich der Aufwand aber einfach nicht. Das Betriebsrestaurant am neuen Campus ist für 1.500 Essen ausgelegt, aktuell haben wir täglich aber nur rund 300 Gäste.

Wie erfolgt die Zusammenstellung der individuellen Salate?

Gedacht ist der Salat-Master so, dass sich die Gäste selbst bedienen können – was unter Corona-Bedingungen aktuell so aber nicht passiert. Stattdessen stellen unsere Mitarbeiter im Restaurant die Salate nach den individuellen Wünschen zusammen – auch diese Möglichkeit besteht immer. Es gibt dabei zwei verschiedene Größen für den Salat: der Kleine kostet 2,80 Euro, der Große je nach Topping bis zu 5,80 Euro.

Eine Mitarbeiterin der Innogy Gastronomie hat einen individuellen Salat zusammengestellt.Wie gut wird der Salat-Master aktuell angenommen?

Da die Betriebsgastronomie für den RWE-Campus in Essen noch neu ist, gibt es jeden Tag verschiedene Highlights für die Gäste, sodass es schon einmal vorkommen kann, dass das eine Gericht weniger stark nachgefragt wird als ein anderes – z. B. wenn es an unserer Flamberge unsere Kikok-Hänchen gibt. Wir versuchen unser Speisenangebot daher so zu gestalten, dass es nicht zu viele Highlights am gleichen Tag gibt. Es kam sogar schon vor, dass der am Salat-Master angebotene Caesar Salad ein so beliebtes traditionelles Gericht wie die Königsberger Klopse „verdrängt“ hat.

Generell können wir feststellen, dass etwa 20 bis 25 Prozent unserer Gäste den Salat-Master aufsuchen – im Vergleich zu den Salatbuffets an anderen Standorten, wo 8 bis 10 Prozent der Gäste ausschließlich zum Salat greifen, ist dies also eine erfreuliche Steigerung.

Haben Sie eventuell schon Pläne, wie Sie den Salat-Master oder den Snack-Konfigurator künftig vielleicht noch weiterdenken wollen?

Die Idee, Cook & Chill-Menüs zum Mitnehmen anzubieten, haben wir bereits länger – aber nicht forciert angegangen. Durch das verstärkte Homeoffice an unseren Standorten, das sicherlich auch nach Corona weiterhin Bestand haben wird, und der baldigen Inbetriebnahme unserer neuen Cook & Chill-Küche, sind wir dieses Thema nun aber doch verstärkt angegangen. Wir haben bereits Rezepturen erstellt und Mehrwegbehältnisse von Ornamin dafür gefunden.

Sobald wir damit starten können, soll es vorerst etwa zehn Gerichte fürs Homeoffice geben, die auch unter anderem über den Snack-Konfigurator bestellt und abgeholt werden können. Voraussichtlich wird es im Herbst 2020 soweit sein

Danke für das Gespräch! 

Sarah Hercht / Redaktion GVMANAGER

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