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Hertach der Logistiktester

Hertach, der Logistiktester

Datum: 24.01.2018Quelle: Inhalt und Foto: Hupfer | Ort: Coesfeld

Hertach, der Logistiktester goes Berlin. Das H4 Hotel Berlin Alexanderplatz zählt zu den Top-Adressen der Hauptstadt. Zum Credo gehört auch, Gäste zu verwöhnen. Das geht nur mit gesunden, zufriedenen Mitarbeitern. Executive Chef Peter Mantel nahm nun Bewegungsabläufe in seiner Küche unter die Lupe. Heute sind viele Tätigkeiten ergonomisch optimiert – auch dank der Unterstützung durch Hertach, den Logistiktester. Es ist der Auftakt zur gleichnamigen, unterhaltsamen Videoserie.

Hier gibt es die erste bereits veröffentlichten Folge.

Rund 80 Mrd. € Kosten entstehen jährlich durch Arbeitsunfähigkeit – ein Drittel davon sind laut Expertenschätzungen arbeitsbedingt, ein Viertel beruhen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen. Kreuzschmerzen, die den unteren Teil des Rückens betreffen, stehen dabei auf Platz eins bei Gesundheitsproblemen von Berufstätigen. „Unsere Kollegen bewegen täglich viele 100 kg an Gewicht, gehen dabei oft weite Wege“, berichtet Peter Mantel. „Das ist eine immense Belastung, und wir möchten uns um einen möglichst gesunderhaltenden Arbeitsplatz kümmern“, betont der engagierte Küchenchef. Das Hotel erfreut sich einer hohen Auslastungsquote von um die 90 %, bei 334 Zimmern und drei Restaurants mit 260 Sitzplätzen hat das 16-Köche-Team um Peter Mantel gut zu tun. „Natürlich wünschen wir uns stets gesunde Mitarbeiter, aber wir müssen auch etwas dafür tun, dass es so bleibt.“

Doch wo sinnvoll ansetzen?

Hertach, der Logistiktester hilft

„Ergonomie ist ein weites Feld, hier spielen viele Aspekte, etwa sinnvolle Abläufe, kurze Wege, ein gesundes Raumklima und auch der Geräuschpegel mit hinein“, sagt Thomas B. Hertach, Küchenmeister und Leiter der Anwendungsberatung bei Hupfer. Das wichtige Thema beschäftigt den Praktiker seit Jahren, auch auf der Plattform Netzwerk Culinaria. Er weiß: „Bewegungsökonomische Abläufe lassen sich häufig durch geringe Veränderungen an nahezu jedem Arbeitsplatz einführen.“

So auch im H4 Hotel Berlin Alexanderplatz – Thomas B. Hertach empfahl drei ergonomische Stellschrauben: Am Steharbeitsplatz der Kalten Küche schneiden und bereiten die Köche nun an einem höhenverstellbaren Tisch die Lebensmittel vor. „Das ist eine gute Sache, denn hier sind auch unsere Frühstücksköche im Einsatz, mit unterschiedlichen Körpergrößen von 1,60 m bis über 1,90 m,“ berichtet Peter Mantel. Thomas B. Hertach nennt die Faustwerte zur ergonomischen Überprüfung: „Ober- und Unterarme sollen immer einen rechten Winkel bilden, der Abstand des Unterarms von der Arbeitsplatte 15 cm betragen. Und wer ein Geodreieck parat hat: Der Blickwinkel ist bei 30° ideal.“ Das bedeutet: „Große Personen benötigen Tischhöhen von bis zu 120 cm und kleinere Körpergrößen nur 90 cm,“ sagt der Experte. Das lässt sich hier im H4 Hotel nun auf Knopfdruck in Sekunden mit dem höhenverstellbaren, multifunktionalen Arbeitstisch von Hupfer anpassen.

Ergonomischer Transport

Zum ergonomischen Transportieren von schweren Lasten setzt die Crew nun einen speziellen Servierwagen von Hupfer ein, den SSW Ergo. Aus Sicht von Peter Mantel eine spürbare Erleichterung: „Die vorherigen Modelle fassten nur um die 150 kg, und die ließen sich so schwer wie Autos ohne Servolenkung führen und lenken. Jetzt können wir bis zu 300 kg deutlich leichter in Bewegung setzen, schieben und gut um die Kurve lenken.“ Vor allem beim Transport von großen Kisten, der Warenkommission oder dem Transport von Speisen für Caterings sei das nun hilfreich. Dass die Modelle nun belastbarer sind, gleichwohl leichter laufen, ist speziellen technischen Details zu verdanken, etwa größeren Spezialrollen mit einem Durchmesser von 200 mm, einer speziellen Rollenanordnung bzw. einer zusätzlich und mittig unter der Karosserie platzierten Bockrolle.

Ein spezieller ergonomischer Servierwagen von Hupfer lässt sich dank eines Kniffes nun von sowohl kleineren als auch größeren Kollegen gut greifen und führen: Mit einem S-förmig geschwungenem Griff kann jeder genau dort anpacken, wo es ganz individuell, je nach Körpergröße, günstig ist, weiter oben oder weiter unten. Auch dieser Wagen ist zum weniger kraftaufwändigen Schieben und Lenken mit Leichtlaufrollen ausgestattet. Für Peter Mantel sind das kleine, aber in der Summe wirksame Maßnahmen. „Für uns ist das ein gutes Tool, mit dem wir im Alltagstrubel, ohne große Veränderungen, nun leichter arbeiten können.“

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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