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Biodiversität

Global Nature Fund: Biodiversität erhalten

Datum: 24.05.2018Quelle: Inhalt und Foto: GNF | Ort: Bonn

Lebensmittelsysteme sind für 60 % des weltweiten terrestrischen Biodiversitätsverlusts verantwortlich, heißt es vom Global Nature Fund (GNF). In Deutschland sind inzwischen 41 % der ca. 560 Wildbienenarten bestandsgefährdet. Die Anzahl der Ackerwildkräuterarten im Feld ist um 71 % zurückgegangen. Doch nicht nur auf den Feldern, sondern auch im Boden ist die Biodiversität gefährdet. 45 % der Böden in Europa haben an organischer Substanz verloren. Diese Abnahme von Humusgehalts und Bodenlebewesen wirkt sich direkt auf die Bodenfruchtbarkeit und damit die Ernte aus.

„Die Lebensmittelbranche steht in einer besonderen Verantwortung für die Biologische Vielfalt, die sie bisher vernachlässigt und damit ihre eigene Ertragsgrundlage gefährdet“ sagt Marion Hammerl, Präsidentin des GNF anlässlich des Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen 2018.

Partner für Biodiversitätsprojekt

Um die Artenvielfalt in der Landwirtschaft wieder zu erhöhen  wurde die europäische Initiative Life Food & Biodiversity ins Leben gerufen. Zusätzlich soll die Lebensmittelbranche unterstützt werden, ihrer Verantwortung nachzugehen. Der GNF und die Bodensee-Stiftung wollen in der von der EU-Kommission geförderten Initiative „Biodiversitätskriterien in Standards und Labels der Lebensmittelbranche“ gemeinsam mit Partnern in Frankreich, Spanien und Portugal den Schutz der Biologischen Vielfalt in der Lebensmittelbranche durch Standards und Labels vorantreiben.

Die Projektpartner haben einen Katalog mit Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität veröffentlicht. Organisationen und Unternehmen können die Empfehlungen zur Überarbeitung ihrer Kriterien heranziehen, um den negativen Einfluss der Landwirtschaft auf die Ökosysteme, die Artenvielfalt und die Agro-Biodiversität zu reduzieren. Die Projektpartner erproben alle vorgeschlagenen Maßnahmen, gemeinsam mit Erzeugergemeinschaften und Landwirten. Erste Ergebnisse zeigen eine deutliche Verbesserung der Biodiversitätsperformance auf dem Feld.

www.globalnature.org

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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