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Gans to go als Zusatzgeschäft

Datum: 03.11.2014Quelle: Kölner Studentenwerk; Fotografin Conny Gerecke, Foto: © Ferhat Kahya/pixelio.de

Das Kölner Studentenwerk bietet in der Vorweihnachtszeit ein “Gans to go”-Gänsemenü für vier Personen inklusive Kartoffelklöße, Rotkohl, Bratäpfel und Gebrauchsanleitung an.
Joachim Gerigk, Betriebsleiter der UniMensa, im Interview:

Herr Gerigk, was gab den Anstoß „Gans to go“ anzubieten und wie ist die Resonanz?

Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie und kenne das „Gänsetaxi“ z. B. vom Hotel Excelsior. Wir versuchen immer ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und haben uns gedacht: Vielleicht ist die Gans to go auch etwas für den Studierenden zu Hause. So kam die Idee 2010, seither ging die Resonanz stetig nach oben. Die Gans ist frei verkäuflich, die Bestellung erfolgt über unsere Homepage. Zu unserer Zielgruppe zählen vor allem Studierende, Professoren und Bedienstete des Kölner Studentenwerks. Letztes Jahr haben wir ca. 40 bis 50 Gänse verkauft und hoffen, dass wir dieses Jahr die 60 bis 65 knacken werden.

 

Welche Herausforderung birgt das Angebot für Ihre Küche?

Die größte Herausforderung waren die Rezepturen, denn die Produkte sollten absolut gelingsicher sein, d. h. sie sind für Leute gedacht, die dem Kochen sonst nicht so zugewandt sind. Wir produzieren und bereiten alles vor, chillen es dann runter, der Gast holt die Gans am 23. Dezember bei uns ab und muss sie daheim nur noch erwärmen. Die Gans ist zerteilt und liegt auf Alugeschirr, das so in den Backofen geschoben wird. Die Klöße sind angekocht, das Rotkohl und die Sauce müssen nur noch im Topf erwärmt werden und der Bratapfel kommt zur Gans in den Backofen. Wir haben eine Gebrauchsanleitung geschrieben. Die stellen wir unter www.kstw.de ins Netz, damit wirklich nichts schief geht.

Eine Zusatzbelastung durch die Gänse merken wir in der Küche schon, vor allem weil die Tiere nicht innerhalb einer Stunde im Konvektomat fertig sind. Und wir müssen nebenher unsere regulären 7.000 Essen produzieren – dank moderner Technik und guter Organisation gelingt uns das aber ganz gut.

 

Können Sie das Zusatzgeschäft auch anderen empfehlen?

Klar lohnt sich das Angebot, aber viele wollen sich vor Weihnachten wahrscheinlich den Stress nicht antun. Wir finden das Angebot super und für uns ist es auch ein Aushängeschild geworden. Die Aktion spricht sich rum und wir stehen in der Presse mit der „Gans to go“ auf dem gleichen Level mit Hotels, das freut uns. Die Mensaküche hat ja oft noch einen negativen Touch – aber ich weiß, wir kochen hier super und können gut mit anderen mithalten, dass bestätigen unsere Gäste immer wieder. Mit so einem Angebot zeigen wir der Hotellerie und Gastronomie: Das können wir auch!

Danke für das Gespräch! lan

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