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Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung

Austausch im Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung

Datum: 27.11.2018Quelle: Inhalt und Foto: Lehmanns Gastronomie | Ort: Köln

Motivierte Mitarbeiter für die Gastronomie zu gewinnen, ist nicht einfach. Daher können sich Kooperationen mit dem Berufs­för­derungs­werk Köln für Unternehmer lohnen. Am 8. No­vem­ber 2018 traf sich der Arbeits­kreis Gemein­schafts­ver­pflegung Köln e.V. in der Diakonie Michaelshoven, um mehr da­rüber zu erfahren. Weitere Themen waren das RAL Güte­zeichen „Kompe­tenz richtig Essen“ sowie die Entsorgung von Speise­res­ten.

Das Berufsförderungswerk bietet individuelle Teil­quali­fizierungen für Menschen ab 45 Jahre. Die in Module eingeteilten Lehrgänge dauern maximal zwölf Monate. „Wenn jemand konkret einen Mit­arbeiter sucht, bieten sich über uns Möglichkeiten, Probe­arbeiten anzubieten“, sagte Martin Thelemann vom Berufs­förderungs­werk. Durch Kooperationen mit Betrieben werden die Teilnehmer praxisnah fortgebildet.

Marketingtool des GEK

Die RAL Güte­ge­mein­schaft Ernährungs-Kompetenz (GEK) vergibt seit 1962 das RAL Güte­zei­chen „Kompetenz richtig Essen“. Doch warum sollte sich ein Gastronom darum bemühen? „Er hat damit ein Marketinginstrument und kann seinen Kunden und Tischgästen da­durch belegen, dass er eine sehr hochwertige Speisenqualität an­bietet, die durch neutrale Fremdprüfer bestätigt wird“, erklärte Susanne Lange, Geschäfts­führerin der GEK vor dem Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung. Im Zwei-Jahres-Rhyth­mus über­prüfen neutrale Sachverständige, ob die rund 100 bis 150 Kriterien der Gütegemeinschaft in den Betrieben eingehalten werden. „Es müssen Fachkräfte angestellt sein, Fortbildungen besucht werden. Wir gucken nicht nur auf die Speisenproduktion, sondern es muss in Kliniken z. B. auch eine Nährwertberechnung erfolgen.“ Das Güte­zei­chen erfüllt alle Vorgaben, die bei der Vergabe öffentlicher Aufträge relevant sind. Die Kosten richten sich nach der Betriebsgröße. Etwas Vergleichbares gebe es in Deutschland nicht, sagte Susanne Lange. „Das System der RAL-Gütesicherung ist einzigartig. Es ist privatwirtschaftlich organisiert und lebt durch seine Neutralität und Transparenz und den regen Austausch seiner Mitglieder.“

Lebensmittelabfälle sauber entsorgen

Müll gehört in den Tank. Das meint zumindest Hannes Braun, Ver­triebs­leiter von Meiko. Bei dem Küchengerätehersteller hat man sich intensiv mit dem Thema Lebensmittelabfälle beschäftigt und im Mai 2018 eine neue Produktlinie aufgelegt: Meiko Green Waste Solutions. Sie verspricht einfache Lösungen, die sich positiv auswirken sollen auf die Hygiene, die interne Logistik, die Arbeitsbedingungen, die Nach­haltig­keit und die Kosten im Betrieb. Die Bio-Tonne wird dabei vor die Küchentür verbannt. Einzug in die Küche erhält ein Müll­schlucker, der die Küchenabfälle und Speisereste in eine breiförmige Biomasse um­wandelt und durch Rohrleitungen mit einer Pump- oder Saugtechnik in einen Tank befördert, der im Keller oder außerhalb des Gebäudes steht. Die Geräte verarbeiten 40 l in einer Minute und sind kinder­leicht zu bedienen. „Es gibt keinen Ge­stank mehr, keine schweren Tonnen, die verrückt werden müssen“, verriet Hannes Braun dem Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung. Darüber hinaus sei die Tank-Lösung wirtschaftlicher, weil bei gleichem Volumen weniger Kosten anfallen würden, als bei der Entsorgung über die herkömmlichen Bio-Tonnen.

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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