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Wirtshauskultur im Umbruch

Datum: 14.08.2014Quelle: Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern Ort: Niederhausen

Bei einer Diskussion erörterten BHG-Präsident Ulrich N. Brandl, die niederbayrische Bezirksvorsitzende Rose Marie Wenzel, die Bundestagsabgeordnete Gudrun Zollner und die Gastronomin Julia Hager Ansätze für eine erfolgreiche Zukunft. „Das Wirtshaus ist Teil unserer gelebten bayerischen Kultur. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch der Unterhaltung, es übernimmt viele wichtige soziale Funktionen“, so Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern. Diese Wirtshaustradition scheint aber seit Jahren an Bedeutung zu verlieren. Laut einer aktuellen Studie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt schlossen viele Wirtshäuser auf dem flachen Land in den letzten Jahren ihre Türen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Betriebsvergleich des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif): „Zu massiven Bereinigungen kam es erneut bei Gasthöfen und Schankwirtschaften (…). Da dieser Betriebstyp für die gastronomische Grundversorgung von großer Bedeutung ist, gibt diese Entwicklung mit Blick auf eine geringere Versorgungsdichte strukturpolitisch zu denken.“ Getreu dem Motto „Wo Wirtshäuser leben können, hat auch der ländliche Raum eine Chance!“ erarbeiteten die Teilnehmer Antworten auf Fragen, wie „Kann und soll dagegen etwas unternommen werden?“ oder „Wie stemmt man sich gegen den negativen Trend?“. Die Verwendung regionaler Produkte im saisonalen Wechsel, das Erschließen zusätzlicher Absatzmärkte durch Catering, die Zusammenarbeit mit Vereinen, die mittägliche Verpflegung von Kindergarten- und Schulkindern oder das konsequente Ausrichten an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe sind dabei nur einige Aspekte, die seitens der Wirte umgesetzt werden können. Rose Marie Wenzel forderte die Politik zudem dazu auf, die Rahmenbedingungen für den Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur auf den Prüfstand zu stellen: „Allen voran ist ein einheitlich reduzierter Steuersatz für das gesamte Gastgewerbe Voraussetzung für den Fortbestand der Wirtshaustradition.“ Zudem dürften immer mehr Auflagen und Dokumentationspflichten nicht dazu führen, dass es immer weniger Betriebe gibt, in denen sie angewendet werden könnten. www.dehoga-bayern.de

 

Foto: Theimer

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