x
Vapiano

Verkaufsprozess für Vapiano eingeleitet

Datum: 05.05.2020Quelle: Vapiano | Ort: Köln

Der Vorstand der Vapiano SE hat gemeinsam mit der vorläufigen Insolvenzverwalterin Dr. Ruth Rigol beschlossen, einen Verkaufsprozess einzuleiten. Dieser Prozess kann sich auch auf das weltweite Geschäft der Vapiano-Gruppe, Restaurant-Portfolios oder Vermögenswerte der Vapiano-Gruppe erstrecken. Es ist geplant, den Verkaufsprozess mit interessierten Investoren voraussichtlich bis Ende Mai 2020 durchzuführen. Die Franchise-Restaurants (insbesondere in Deutschland) werden nicht in den Verkaufsprozess einbezogen.

Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens hat Vapiano ein Massedarlehen erhalten. Das teilen der Vorstand und die vorläufige Insolvenzverwalterin von der Pluta Rechtsanwalts GmbH mit. Zugleich werden auch die operativ tätigen Tochtergesellschaften in Deutschland einen Massekredit erhalten. Diese Gesellschaften befinden sich ebenfalls in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Köln bestellte Pluta-Anwalt Stefan Conrads in allen Verfahren der deutschen Tochtergesellschaften zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Vapiano sichert Gehälter über Insolvenzgeld

Bei der Vapiano SE sind mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, bei den operativen Tochtergesellschaften in Deutschland arbeiten insgesamt mehr als 1.500 Beschäftigte. In den vergangenen Tagen und Wochen konnte das Insolvenzverwalterteam von Pluta im Zusammenwirken mit dem Vorstand der Vapiano SE und den Mitarbeitern in der Zentrale in Köln die Insolvenzgeldvorfinanzierung für die Mitarbeiter sicherstellen, sodass die ersten Insolvenzgeldzahlungen bereits erfolgen konnten. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind in einem Insolvenzverfahren über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Die Massedarlehen für die Gesellschaften dienen zur Überbrückung, bis der Geschäftsbetrieb der Gruppe wieder aufgenommen werden kann. Der Gläubigerausschuss hat der Aufnahme der Massekredite zugestimmt. Zugleich ist in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss ein strukturierter M&A-Prozess eingeleitet worden, der von PricewaterhouseCoopers verantwortet wird. „Wir wollen einen offenen, transparenten und zeitlich straffen Verkaufsprozess durchführen. Angesichts der aktuellen Ausnahmesituation ist dies aus unserer Sicht die beste Lösung. Die Gewährung der Massedarlehen ist zudem ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Restaurantkette. Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche positive Signale aus dem Markt bekommen und sind zuversichtlich einen Investor für die Vapiano-Gruppe zu finden“, erklärt Rechtsanwältin Dr. Ruth Rigol.

Separater Verkaufsprozess in Frankreich

Darüber hinaus gibt es einen separaten Verkaufsprozess für die Tochtergesellschaften in Frankreich, die Restaurants in Frankreich und Luxemburg betreiben. Dieser Verkaufsprozess und die Verhandlungen mit potenziellen Investoren befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium und eine Unterzeichnung des Kaufvertrags wird voraussichtlich bis Ende Mai 2020 erfolgen. Die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg befinden sich nicht in einem Insolvenzverfahren.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Vapiano: Insolvenz noch abwendbar? Die Vapiano SE richtet sich mit einem dringenden Appell an die deutsche Politik. Das Unternehmen fordert diese auf, die angekündigten Unterstützungspr...
Vapiano launcht neue Speisekarte Vapiano brachte zum Launch der neuen Speisekarte die vegane TV-Köchin und Kochbuchautorin, Stina Spiegelberg, sowie Deutschlands einzigen Metzger mit ...
Vapiano weiter in den roten Zahlen Die kriselnde Restaurantkette Vapiano hat in der Kundengunst an Boden verloren. Auf vergleichbarer Fläche sank der Umsatz auf dem immens wichtigen Hei...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von t748c5bc4.emailsys1a.net zu laden.

Inhalt laden

Send this to friend