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Der Gastronom Stefan Stiftl über seine Eröffnung in Corona-Zeiten und die besonderen Herausforderungen der aktuellen Situation.

Stefan Stiftl eröffnet My Indigo-Filiale

Datum: 05.11.2020Quelle: Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit, My Indigo | Bilder: My Indigo | Ort: München

Nach den beiden erfolgreichen Münchner Standorten am Karlsplatz und an der Münchner Freiheit eröffnete das Gastro-Konzept My Indigo kürzlich seine dritte „Natural Energy Kitchen“ gemeinsam mit dem Münchner Gastronom Stefan Stiftl (im Bild links). Aber wie läuft eigentlich eine Eröffnung unter Corona-Bedingungen ab und welche finanziellen Auswirkungen bringt die Krise mit sich?

Stefan Stiftl im Gespräch

Mit uns hat Stefan Stiftl über die besonderen Herausforderungen der aktuellen Situation und eine mögliche Veränderung der Restaurantkultur gesprochen.

Nach den beiden erfolgreichen Münchner Standorten am Stachus und an der Münchner Freiheit eröffnete das Gastro-Konzept My Indigo kürzlich seine dritte „Natural Energy Kitchen“.

Herr Stiftl, wie schwer ist es, in der aktuellen Situation ein Restaurant zu eröffnen?

Als Partner-Store von My Indigo überhaupt nicht. Die Entscheidung mögen manche als mutig bezeichnen. Aber sind wir doch ehrlich; irgendwas ist immer und mit dieser Situation werden wir auch fertig. Zumal ich als Geschäftsführer meines Stores am Münchner Oberanger (Anm. d. Red.) die Sicherheit der gesamten Soulkitchen-Gruppe habe.

Kam zwischenzeitlich der Gedanke auf, vielleicht gar nicht erst zu eröffnen und das eigene Restaurantprojekt wieder ad acta zu legen?

Nein, der Oberanger ist schon lange bereit für seinen eigenen Lieblingsplatz voller Energie und Lebensfreude.

Welche besonderen Herausforderungen (etwa finanziell) haben sich durch die Coronakrise ergeben?

Ein Lockdown zum Start ist wahrlich kein Geschenk, aber Stillstand liegt uns nicht und wir arbeiten an einem eigenen Lieferdienst, um unabhängig das geilste Essen der Stadt nach Hause zu bringen.

Der Store hat normalerweise 64 Sitzplätze im Innenbereich und weitere 36 auf der sonnigen Terrasse.

Inwieweit schränken die Maßnahmen den Restaurantalltag ein? Wie reagieren die Gäste auf die Maßnahmen?

Natürlich mussten wir auf einen erheblichen Teil unserer Sitzplätze verzichten, unsere Gäste reagieren aber cool auf die Maßnahmen und halten diese auch vorbildlich ein.

 

Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Restaurantkultur aufgrund von Corona zukünftig verändern?

Das ist eine schwierige Frage – darüber kann man jetzt nur spekulieren. Ich glaube, das sich Qualität und Esprit immer durchsetzen werden – und genau das sind unsere Stärken!

Vielen Dank für das Gespräch!

Außer-Haus und Lieferbetrieb

Das My Indigo ist übrigens gerade in der Finalisierung des eigenen Onlineshops: „Wir haben uns auch schon fesche E-Bikes besorgt, mit denen wir in den kommenden Wochen die Münchner Innenstadt versorgen wollen“, berichtet Stefan Stiftl und ergänzt: „Dadurch können wir die kontaktlose Bestellung und Bezahlung sofort abwickeln und mit unseren strammen Wadeln die Bowls gleich vor die Haustür bringen – klimaneutral und nebenbei arbeiten wir an der Bikini-Figur 2021 – die wir dann hoffentlich wieder einsetzen dürfen.“

Neueröffnung auf Umwegen

Andere Stadt, ähnliches Szenario: Gleich um die Ecke vom Berliner Weinbergspark verwirklichten die Gastgeber Stefan Gruber-Osterberger und Thorsten Osterberger ihren Traum vom eigenen Restaurant mit persönlicher Note. Doch die Coronakrise brachte den Traum der beiden kurzzeitig ins Wanken. Mit uns hat Thorsten Osterberger über den fast geplatzten (Restaurant-)Traum, die besonderen Herausforderungen der aktuellen Situation und eine mögliche Veränderung der Restaurantkultur gesprochen.

Jeanette Lesch / Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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