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Um den 2. Lockdown zu überbrücken, entwickelte das Team des Restaurant Roecklplatz rund um Christian Grasberger Sous vide-Gerichte für zuhause.

Sous Vide für zuhause

Datum: 06.12.2021Quelle: B&L MedienGesellschaft, Restaurant Roecklplatz | Bilder: Restaurant Roecklplatz | Ort: München

Im Rahmen unserer Best of Konzepte stellen wir Ihnen auf dem GastroInfoPortal weitere Unternehmen und deren Entwürfe vor, die während der Pandemie besonderen Ideenreichtum bewiesen haben. In unseren Dezemberausgaben dürfen wir bereits einige davon präsentieren.

Das 2008 gegründete Restaurant Roecklplatz in München gibt jungen Menschen mit schwierigeren Lebensbiographien die Chance, Wege in eine sinnvolle Berufslaufbahn zu finden. Das Unternehmen, welches von Ausbildern und Auszubildenden gleichermaßen geführt wird, setzte ein besonderes Konzept während der Corona-Pandemie auf: Um den Lockdown zu überbrücken, hatte Küchenchef Christian Grasberger die Idee, Sous Vide-Gerichte für zuhause anzubieten. Von Mitte November 2020 bis Januar 2021 konnten Gäste aus je drei oder vier vakuumierten Vor- und Hauptspeisegerichten sowie Desserts für die eigenen vier Wände wählen. Dazu entschieden sie sich über eine Liste für das gewünschte Menü, bestellten vorab telefonisch und holten die Speisen vor Ort ab.

Beschriftete Zutaten für die Sous vide-Gerichte inklusive Anleitung.

Von veganer „Gulaschsuppe“ bis zum Rote-Bete-Risotto

Neben veganer „Gulaschsuppe“, der afghanischen Linsensuppe Maschawa oder gebeiztem Saiblingsfilet mit Tamarillo-Kürbischutney als Vorspeisen gab es Ochsenbacke mit Kartoffelpüree, Rahmwirsing und Pastinake, geschmorten Seitan mit veganer Jus und Kürbisgulasch oder ein Rote-Bete-Risotto mit Gorgonzola und Birne als Hauptspeise. Als süße Abrundung konnten Gäste aus einem Angebot von Topfenknödeln mit Rumzwetschgen, einer Schoko-Orangen-Tarte mit Kirschragout oder einem halbflüssigen Schokokuchen zum selbst backen wählen. Auch eine Weinbegleitung konnte passend bestellt werden. Ein Zwei-Gang-Menü kostete dabei 21 Euro, ein Drei-Gang-Menü 24,50 Euro. Für einen Abend zu zweit offerierte das Restaurant Roecklplatz zwei Drei-Gänge-Menüs für 45 Euro, kam eine Flasche Wein hinzu, so erhöhte sich der Preis auf 55 Euro.

Erneute Umsetzung fraglich

Um das Gericht zu genießen, musste der Gast die vakuumierten Beutel nur noch ins auf circa 75 Grad Celsius erhitzte Wasser hängen und dann anrichten. Für die Gelingsicherheit beschriftete das Küchenteam die Beutel und stellte den Gästen eine Anleitung zur Verfügung. „Gerade in der Weihnachtszeit fand das Konzept großen Anklang, auch für Firmenevents wurden Gerichte bestellt“, freut sich Küchenchef Grasberger. So konnten Mitarbeiter eines Unternehmens die Speisen in den eigenen vier Wänden parallel mit Kollegen via Livestream zubereiten und sich einverleiben. Ob das Konzept erneut umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Aber für den Fall der Fälle können die Mitarbeiter des Restaurants spontan reagieren.

An weiteren Best of Konzepten interessiert? Dann lesen Sie Le Panther auf neuen Wegen.

Redaktion GastroInfoPortal / Carolin Merl

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