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Rebowl Recup

Rebowl startet Testphase

Datum: 16.05.2019Quelle: Recup | Ort: München

Das bereits durch Mehrweg-Pfandbecher bekannt gewordene Startup Recup testet seit dem 15. Mai in München mit fünf lokalen Partner-Gastronomen, wie ein Pfandsystem für Take-Away-Essensverpackungen funktionieren kann. Zeitgleich setzt der Testpartner Vanilla Bean, welcher den ersten verpackungsfreien Lieferdienst in Regensburg aufbaut, die Rebowls während der Testphase ein. Die beiden Startups wollen evaluieren, wie ein Mehrweg-Pfandsystem im Food-Bereich eingesetzt werden kann. Ziel ist es, die große Menge an To-Go-Einwegverpackungen dauerhaft zu vermeiden und eine ressourcenschonende Alternative anzubieten, ohne dabei auf die bequemen Angebote des Take-Aways und Lieferservices verzichten zu müssen.

Und so funktioniert es

In München bestellen KundInnen ihr Take-Away-Essen bei einem der fünf lokalen Gastronomie-Partner in der Rebowl und hinterlegen 5 Euro Pfand für die Mehrwegbox. Leere Pfandboxen können bei den teilnehmenden Partnern wieder abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Die Pfandboxen werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder eingesetzt.

Die Boxen bestehen aus Polypropyleen (PP) und der Deckel aus thermoplastischen Elastomeren (TPE). Somit ist die Schüssel unzerbrechlich und recyclebar. Die Rebowls sind BPA-frei und als Lebensmittelgebrauchsgegenstand zertifiziert. „Das Material der Boxen ist hitzebeständig und somit auch für heiße Gerichte, wie Suppen einwandfrei geeignet und – ohne Deckel – mikrowellenfest. Der auslaufsichere Deckel ermöglicht einen bequemen Transport. Die derzeit getestete Rebowl ist ein Prototyp, den wir weiterentwickeln“, verrät uns Viktoria Bisanz von Recup.

Regensburg: Pfandboxen im Lieferservice

Das gleiche Konzept greift in Regensburg, hier im Lieferservice von Vanilla Bean: Die Bestellung beim Vanilla Bean Lieferservice wird immer in der Pfandbox geliefert. Die Boxen können bei jeder weiteren Lieferung wieder beim Fahrer ausgetauscht werden, oder beim Fahrer oder einem der Partnerrestaurants gegen die Pfandgebühr wieder abgegeben werden. Die Box wird beim entsprechenden Restaurant wieder gereinigt und für die nächste Lieferung eingesetzt.

Beide Ansätze bieten eine einfache und nachhaltige Alternative, nicht nur zum “Umweltproblem Einwegverpackung”, sondern auch als bequemes Pendant zum selbst mitgebrachten Behältnis. „Unser Ziel ist es, Einwegverpackungen im To-Go-Bereich überflüssig zu machen. Neben Coffee-to-go ist hier der Food-Sektor ein großes Thema. Wir freuen uns, in der Zusammenarbeit mit Vanilla Bean gleichzeitig auch den wichtigen Bereich der Lieferdienste zukünftig nachhaltiger zu gestalten. Die Zahlen sprechen für sich: Allein in Deutschland haben 10 Mio. Personen im Jahr 2016 Essen online bestellt und liefern lassen.”, so Fabian Eckert, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von Recup.

Ziel der Testphase

Das Feedback der teilnehmenden Gastronomen und der Kundschaft während der dreimonatigen Testphase soll dabei aktiv in der Entwicklung des neuen Pfandsystems eingebunden werden, damit sich Rebowl zu einer ressourcenschonenden und abfallvermeidenden Alternative zur Einwegverpackung entwickeln kann. Das junge Unternehmen fordert daher Münchner KundInnen auf, Rebowl zu testen
und Meinungen zu teilen, sodass das Pfandsystem für Mehrwegboxen im Food-Sektor schon bald deutschlandweit eingesetzt werden kann.

„Die derzeitige Testbox ist nur für manche Gerichte als Take-Away einsetzbar. Die Testpartner haben dafür ausgewählte Gerichte. Die Anforderungen an die Verpackungen je nach Unternehmen sind sehr unterschiedlich“, erklärt Viktoria Bisanz. Dazu gehören unterschiedliche Größen und Formen sowie durch Trennwände geschaffene Abteilungen (beispielsweise für Reis-Curry-Gerichte). „Ziel der 3-monatigen Testphase ist es, die Bedürfnisse der Gastronomie aufzunehmen, nach ihrer Relevanz zu beurteilen und eine Lösung zu finden, die für möglichst viele Take-Away-Anbieter bzw. im Lieferservice einsetzbar ist“, resümiert sie.

Partner von Rebowl

Die fünf testenden Gastronomen freuen sich als Rebowl-Partner ihren Beitrag zum Aufbau eines Pfandsystems im Take-Away-Sektor zu leisten. „Bei unserem Restaurant spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Gemeinsam gehen wir hierbei einen weiteren wichtigen Schritt und zeigen zugleich unseren Gästen, dass auch sie Verantwortung bei der Müllvermeidung übernehmen können”, so Thomas Avemaria des Restaurants Siggis, die bereits Recup-Partner sind.

Auch die weiteren Testpartner Orange Box, Aloha Poke und Mutter Erde, sowie Ida’s Milchladen haben Nachhaltigkeit fest in ihrem Konzept integriert. Dabei treffen sie den Nerv der Zeit – KundInnen achten vermehrt auf umweltfreundliche Produkte. Der Komfort, der Take-Away-Essen zu so großer Beliebtheit verholfen hat, soll dabei jedoch nicht verloren gehen. Ein stadt- oder sogar deutschlandweites Pfandsystem soll dem Kunden die Mitnahme von Essen einfach und bequem ermöglichen.

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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