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McFlurry ohne Plastik?

Datum: 19.11.2019Quelle: McDonald’s | Ort: München

Strohhalme, Besteck und Luftballonhalter aus Plastik – das sind die Artikel, die McDonald’s laut der EU-Direktive zur Vermeidung von Einwegplastik in seinen Restaurants künftig abschaffen muss. McDonald’s Deutschland geht noch einen Schritt weiter und verfolgt einen eigenen Fahrplan um weitere Plastikartikel abzuschaffen und Verpackungsmüll zu reduzieren. Der Entscheidung vorausgegangen war ein Live-Experiment, in dem sich das Unternehmen zehn Tage lang der Herausforderung gestellt hatte auf Verpackungen ganz zu verzichten oder Produkte in nachhaltigeren Verpackungslösungen anzubieten. Gäste konnten diese Lösungen im sogenannten „Better M Store“ in Berlin testen und hierzu Feedback geben.

Dessertverpackungen

Nun sollen bereits im Laufe des nächsten Jahres die Verpackungen des Dessertangebots fast ohne Plastik auskommen. So wird der McFlurry künftig ohne Plastikdeckel und Plastiklöffel in einem Papierbecher serviert. Um ein Durchweichen zu verhindern, ist dieser von innen und außen mit einer dünnen Kunststoffschicht versehen. Die Shakes werden nach Umstellung im Papierbecher mit einer alternativen Lösung zum Plastikstrohhalm ausgegeben. Während die vorgestellte Becherlösung im Test bei den Gästen gut abgeschnitten hat, muss der Papierstrohhalm noch einmal bis zur Umstellung in 2020 verbessert werden. Auch beim McFlurry-Löffel bedarf es noch der Optimierung. Die im „Better M Store“ vorgestellte Holzlösung ist in den Augen vieler Gäste noch verbesserungswürdig. In Summe werden durch den Umstieg im Dessertbereich auf nachhaltigere Lösungen rund 1.000 Tonnen Plastik pro Jahr eingespart.

„Wir wissen um unsere Verantwortung. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, nach und nach verschiedene Produkte, dort wo es für die Systemgastronomie Sinn macht, auf nachhaltigere Verpackungslösungen umzustellen. Hier folgen wir auch unserer eigenen globalen Zielsetzung, dass bis 2025 all unsere Verpackungsmaterialien nur noch aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen stammen“, so Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender McDonald’s Deutschland.

Weiterverwertung von Einwegbechern

Neben der Reduzierung von Plastik setzt McDonald’s Deutschland aber auch auf eine generelle Reduktion von Verpackungsmaterialien. Die Verpackung der Chicken McNuggets wird zum 1. Dezember von der Papierschachtel auf eine Papiertüte umgestellt und die Pastikhalterungen der Luftballons wurde zum Oktober durch eine Papiervariante ersetzt. Auch der Test von Recup, einem Becher-Pfandsystem für Heißgetränke, soll kontinuierlich ausgeweitet werden. „Bei Neueinführungen ist uns der Recyclingaspekt unserer Verpackungen besonders wichtig. Gemeinsam mit dem Logistik-Partner HAVI hat McDonald’s ein Recyclingprozess für Getränkebecher aufgesetzt, über den in den Restaurants anfallende Papierbecher wiederverwertet werden“, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Spätestens ab 2021 folgt dann auch die Umstellung der Artikel, die per EU-Gesetzgebung verboten werden sollen.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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