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Mutmacha! Leaders Club

Leaders Club zeichnet Mutmacha! 2020 aus

Datum: 07.01.2021Quelle: Leaders Club | Bilder: Colourbox.de, Leaders Club | Ort: Hamburg

Die Gastro-Branche wuchs im Krisenjahr 2020 über sich hinaus – auch dank Initiativen und Persönlichkeiten, die sich in der Corona-Zeit über die eigenen Interessen hinaus eingebracht haben und dadurch nach wie vor begeistern. Vier davon wurden vom Leaders Club Deutschland für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet: Kochen für Helden, Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF), Markus Quadt und Tim Mälzer sind Mutmacha! 2020.

Mutmacha! Leaders Club
Patrick Rüther und Tim Koch moderierten in bunten Weihnachtspullovern.

Die digitale Preisverleihung, moderiert von den Leaders Club-Vorständen Patrick Rüther und Tim Koch, wurde Mitte Dezember aus dem Restaurant Bullerei in Hamburg auf die Bildschirme des Branchenpublikums in ganz Deutschland und Österreich gesendet. Die Botschaft des Abends: 2020 war das Jahr von Empathie und Solidarität! „Es macht uns als Gastronomie-Netzwerk stolz, wie viele Vorschläge und Beispiele inspirierender Ideen und großartiger Initiativen wir im Vorfeld erhalten haben“, kommentierte Patrick Rüther beeindruckt. „Die vier Preisträger stehen stellvertretend für unsere von Corona und dem Lockdown schwer getroffene und trotzdem so engagierte Branche. Wir kämpfen alle gemeinsam mit viel unternehmerischer Power und Verantwortung für unsere Mitarbeiter, unsere Existenzen und die Sicherheit unserer Gäste. Und zwar ohne Planungssicherheit über einen so langen Zeitraum. Das wirtschaftlich und mental durchzuhalten, ist eine unglaubliche Leistung!“

Preise in vier Kategorien

Die Preisträger in vier Kategorien haben in den vergangenen Monaten viele Kollegen motiviert und ihnen Mut gemacht: Ilona Scholl und Max Strohe vom Berliner Restaurant Tulus Lotrek haben in diesem Jahr gezeigt, was im Leben wie im Business wirklich wichtig ist: Empathie und Zusammenhalt. Die Preisträger in der Kategorie Soziales Engagement bewiesen während des Lockdowns mit der Aktion „Kochen für Helden“ Solidarität und Kampfgeist. Ihre Idee, Alltagshelden zu versorgen, dadurch ihre Mitarbeiter sinnvoll weiterzubeschäftigen und damit die Moral im Team hochzuhalten, hat Maßstäbe gesetzt und viele Gastronom in ganz Deutschland angesteckt. „#kochenfürhelden ist eine Graswurzelbewegung von Gastronomen in Zeiten der Corona-Krise“, begründete Laudatorin Kerstin Rapp-Schwan die Wahl. „Ihr und viele andere haben mit nahrhaften Mahlzeiten dafür gesorgt, dass Menschen in Funktionsberufen, deren Versorgung teilweise nicht mehr gegeben war, in dieser herausfordernden Zeit bei einem leckeren Essen kurz durchatmen konnten.“

Für die „Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF)“ nahm Vorstand Madjid Djamegari die Auszeichnung in der Kategorie Netzwerk für die Gastronomie entgegen. Der Zusammenschluss von Gastronomen, Club- und Barbetreiber aus Frankfurt am Main wurde gegründet, um die Interessen der Branche gegenüber der Politik und Gesellschaft sicht- und hörbarer zu vertreten. „Dabei haben die Mitglieder viel Kreativität und Einsatz gezeigt und für die Gastronomie als Ganzes gekämpft“, lobte Laudator Michael Kuriat.

Mutmacha! Leaders Club
Die digitale Preisverteilung aus dem Restaurant Bullerei in Hamburg.

Gastronom Markus Quadt aus Lingen im Emsland ist es während des Lockdowns auf einzigartige Art gelungen, seine Rolle als Wirt und Gastgeber in digitale Formate zu transformieren. Mit Online-Angeboten wie der „größten digitalen Bierprobe der Welt“, dem coronakonformen „Lingener Bierkarussel“ und dem Aufbau eines erfolgreichen eigenen E-Shops haben er und sein Team tausende Teilnehmer stundenlang vor dem heimischen Bildschirm unterhalten, überregionale Reichweite aufgebaut und „ganz nebenbei“ 3.500 Euro für den Deutschen Kinderschutzbund gesammelt. „Ohne Quadts Ideenreichtum wären seine Mitarbeiter durchschnittlich bei 5-10 Prozent ihrer Arbeitsstunden gelandet“, berichtete Laudator Axel Ohm bei der Auszeichnung Quadts in der Kategorie Unternehmerische Leistung. „Durch die Aktionen lagen das Volumen der durchschnittlich gearbeiteten Stunden im Schnitt bei 65-70 Prozent.“ Und damit nicht genug: Quadt konnte aufgrund des Erfolgs seinem Team sogar einen monatlichen Bonus zahlen und statt Kündigungen auszusprechen zwei weitere Mitarbeiter einstellen.

Tim Mälzer, ausgezeichnet in der Kategorie Stimme der Branche, nutzt während der Corona-Krise seine mediale Bekanntheit, um seine Stimme für die von der Pandemie schwer getroffenen Gastronomie zu erheben und entwickelt sich dabei, über die eigenen Interessen hinaus, zu einem der bedeutendsten Fürsprecher der existentiell bedrohten Branche. Laudator Roland Koch würdigte seinen kraftvollen Einsatz: „Tim Mälzer sucht immer wieder den Kontakt zu Politikern und Verantwortlichen, um ihnen die prekäre Lage deutlich zu machen. Dabei verbindet er schlagkräftige Argumente für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Gastronomie mit echter Betroffenheit.“ Und nicht nur mit Worten setzt er Zeichen: Mälzer war es auch, der #kochenfürhelden nach Hamburg holte und sich so für die Versorgung von Menschen in Funktionsberufen engagierte.

Mutmacha!-Preis statt Leaders Club Award

Um außergewöhnliches Engagement in der Krise zu würdigen, verlieh der Club den Mutmacha!-Preis anstelle seines renommierten Leaders Clubs Awards.  Benannt wurde er nach dem eigenen Leaders Club-Wein. Die von einer Jury aus Leaders Club-Mitglieder ausgewählten Gewinner dürfen sich als Anerkennung und Dank über eine einjährige Gastmitgliedschaft in Deutschlands führendem Netzwerk gastronomiebegeisterter Menschen, 100 Flaschen Mutmacha!-Wein und 500 Euro „Trinkgeld“ für ihr Team von Unterstützer Pernod Ricard freuen.

Redaktion GastroInfoPortal

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