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Kaffee nachhaltig genießen

Datum: 02.03.2021Quelle: Meiko | Bild: ©rauwolf-coffee.de | Ort: Offenburg

Ob zum Wachwerden am Morgen, als Genuss am Nachmittag oder zur Jause in der Natur: Kaffee ist für die meisten Menschen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken und ein echtes Lebenselixier. Für viele ist der Muntermacher schon lange zum Lieblingsgetränk geworden. Es ist völlig in Ordnung, sich regelmäßig eine Tasse Kaffee zu gönnen – vorausgesetzt man achtet dabei auf die Umwelt. Folgende Tipps verraten, wie das Koffeingetränk möglichst nachhaltig genossen werden kann.

Hochchwertigen Kaffee kaufen

Wer Kaffee ohne schlechtes Gewissen genießen möchte, sollte nur hochwertige Sorten kaufen. Inzwischen gibt es weltweit Zertifizierungen und Siegel, die fair gehandelten und umweltverträglichen Kaffee garantieren. Bei der Kaffeeauswahl sollte man auf diese internationalen Nachhaltigkeitssiegel achten:

  • Fairtrade kennzeichnet Kaffee, der aus fairem Handel stammt. Kleinbauern erhalten einen etwas höheren Abnahmepreis und werden somit am stark schwankenden Kaffeemarkt bestmöglich unterstützt.
  • Rainforest Alliance bemüht sich um die Beziehung zwischen Kaffeeproduzenten und der Umwelt. Nachhaltigkeit und Landwirtschaft sollen miteinander im Einklang sein. Dazu wird das Wissen über nachhaltige Bewirtschaftung an die Bauern vor Ort weitergegeben.
  • UTC Certified setzt den Schwerpunkt auf die einzelnen Produktionsschritte und das Endprodukt. Kaffee, der mit diesem Siegel gekennzeichnet ist, wurde unter der Einhaltung von bestimmten Nachhaltigkeitsstandards angebaut: z. B. Verbot von Kinderarbeit und Rodungen.

Kleine Röstereien unterstützen

Der unverkennbare Kaffeegeschmack kommt nicht von ungefähr. Durch das Rösten der Bohnen entstehen die typischen Aromen, die das Koffeingetränk so einzigartig machen. Am wohl umweltfreundlichsten ist nachhaltiger Kaffee direkt vom Röster. Dabei ist es besonders wichtig, kleine heimische Röstereien zu unterstützen. Anders als bei Großunternehmen wird hier nämlich besonders viel Wert auf erstklassigen Rohkaffee und eine sorgfältige Behandlung der Kaffeebohnen gelegt. Die schonende Langzeitröstung in kleinen Röstereien kommt der Umwelt zugute.

Umweltfreundlich zubereiten

Wenn man erst einmal hochwertigen Kaffee gekauft hat, geht es an die Zubereitung. Kaffeevollautomat und Kapselmaschine liegen noch immer hoch im Kurs, aber sie sind alles andere als nachhaltig. Die Rohstoffe für Kaffeekapseln und der Energieverbrauch bei der Zubereitung sind eine große Umweltbelastung.
Das bedeutet aber nicht, dass man auf seinen heißgeliebten Kaffee verzichten muss. Schließlich gibt es auch andere – wesentlich nachhaltigere – Möglichkeiten, um den koffeinhaltigen Wachmacher aufzubrühen. Mit den folgenden umweltfreundlichen Zubereitungsmethoden genießt man frisch gekochten Kaffee, der gut schmeckt und nachhaltig ist.

  •  French Press: Hier braucht man nur gekochtes Wasser und frisch gemahlenen Kaffee. Diese manuelle Kaffeemaschine ist deshalb so nachhaltig, weil sie keinen Müll produziert. Schließlich kommen weder Papierfilter noch Kapseln zum Einsatz.
  • Espressokocher: Die Kaffeezubereitung mit der Mokkakanne ist ebenfalls sehr nachhaltig. Wie bei der French Press entsteht bei der Verwendung dieses italienischen Klassikers kein unliebsamer Abfall.
  • Handfilter: Der Klassiker unter den Zubereitungsmethoden ist wohl noch immer der Kaffeefilter. Mit einem selbstgemachten Kaffeefilter aus Stoff anstelle von Einweg-Filtertüten ist man in Sachen Umweltfreundlichkeit auf der sicheren Seite.

Bei all diesen Zubereitungsmethoden entstehen keine umweltschädlichen Abfallprodukte. Was am Ende übrig bleibt, ist nur der Kaffeesatz. Der muss nicht entsorgt werden, sondern ist vielseitig einsetzbar. So kann man mit dem zurückgebliebenen Rest der gemahlenen Kaffeebohnen z. B. Pilze züchten, putzen oder Gesichtspeelings herstellen.

Kompostierbare Kaffeekapseln verwenden

Herkömmliche Kaffeekapseln schaden bekanntlich der Umwelt. Sie lassen die Berge aus Aluminium- und Plastikmüll rasant anwachsen. Diese beiden Materialien sind u. a. deshalb so schlecht, weil bei ihrer Herstellung schädliches Kohlendioxid freigesetzt wird. Wer jedoch gar nicht auf Kapseln verzichten möchte, entscheidet sich besser für die umweltfreundliche Variante. Kompostierbare Kaffeekapseln bestehen zu 100 Prozent aus biologisch angebauten Pflanzenfasern. Nach ihrer Verwendung können sie einfach im Biomüll entsorgt werden – dort zersetzen sie sich dann von selbst. Die nachhaltigen Kaffeekapseln gibt es für umweltbewusste Kaffeegenießer weltweit.

Kaffeealternativen genießen

Kaffeebohnen müssen über weite Distanzen transportiert werden, bis sie im Supermarktregal landen. Wer gerne viel und oft Kaffee trinkt, sollte deshalb hin und wieder eine der folgenden regionalen Kaffeealternativen genießen. Diese bieten sich vor allem dann an, wenn man Kaffee nicht unbedingt wegen des Koffeins, sondern viel mehr aufgrund seines Geschmacks liebt.

  • Lupinenkaffee wird aus Lupinensamen gewonnen. Obwohl diese Kaffeealternative koffeinfrei ist, schmeckt sie trotzdem fast wie herkömmlicher Bohnenkaffee. Lupinenkaffee überzeugt mit seinem herrlich frischen und mild-aromatischen Geschmack.
  • Getreidekaffee besteht aus Getreidesorten wie Dinkel, Gerste und Roggen. Wie der Lupinenkaffee enthält er kein Koffein. Er schmeckt jedoch ähnlich herb wie der beliebte Muntermacher. Getreidekaffee ist nicht nur umweltfreundlich, sondern überzeugt auch mit seinen positiven gesundheitsförderlichen Eigenschaften. Er ist z. B. magenfreundlich, glutenfrei und nährstoffreich.
  • Eichelkaffee ist – wie sein Name bereits verrät – Kaffee aus Eicheln. Er zeichnet sich durch einen erdigen Geschmack aus und kommt der Gesundheit zugute. So unterstützt Eichelkaffee das Immunsystem und senkt den Blutzuckerspiegel.
  • Zichorienkaffee wird aus den Wurzeln der Gemeinen Wegwarte hergestellt. Die Wurzeln werden klein geschnitten, getrocknet und anschließend geröstet. Der Saft in den Wurzeln karamellisiert bei der Röstung. Er verleiht dem Zichorienkaffee einen kaffeeähnlichen Geschmack. Zichorienkaffee muss nicht unbedingt selbst gemacht sein – er ist mittlerweile auch in verschiedenen Bio-Läden erhältlich.

Redaktion GastroInfoPortal

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