x
Tim Steidel ist Finalist im Wettbewerb um den Titel Koch des Jahres 2022

Im Portrait: Tim Steidel

Datum: 20.07.2022Quelle: Grupo Caterdata | Ort: Freiburg

Die Finalisten um den Titel „Koch des Jahres 2022“ stehen fest: Mario Aliberti, Marvin Böhm, Francesco D’Agostino, Paul Decker, Niklas Oberhofer und Tim Steidel stellen sich dem Finale, das am 17. Oktober 2022 ausgetragen wird.

Neben den vier Gewinnern des Live-Wettbewerbs, die mit ihren Gerichten die Fachjury überzeugten, nahmen zwei Kandidaten die 140 Gäste der Küchenparty für sich ein – sie sind dank einer Wild-Card ins Finale eingezogen.

Als Medienpartner begleiten wir den Wettkampf und stellen in einer Portraitreihe die Finalisten vor. Was inspirierte die Nachwuchstalente zu ihrer Berufswahl? Welches perfekte Dinner schwebt ihnen vor? Was sind ihre Markenzeichen, was macht ihre Menüs einzigartig? Woher kommen sie – und noch wichtiger – wo wollen sie hin? Heute stellen wir vor: Tim Steidel.

Tim Steidel: Restaurant Hirsch, Tübingen-Kilchberg

Der 28-jährige Tim Steidel begann seine Ausbildung zum Koch im Jahr 2013 im Pier 51 in Stuttgart. Gleich darauf fand er eine Anstellung als Commis de Cuisine im Zwei-Sterne-Restaurant Goldberg in Fellbach. Von 2017 bis 2018 war er schon einmal als Demichef de Partie im Restaurant Hirsch tätig, machte vor seiner Rückkehr aber noch Zwischenstationen im Opus V in Mannheim und der Heidelberger Hütte in der Schweiz, wo er als Chef de Cuisine arbeitete. Erst kürzlich kehrte er ins Restaurant Hirsch nach Tübingen zurück, diesmal in der gehobenen Position des Souschef. Zwischendurch absolvierte er verschiedene Praktika in namhaften Küchen wie dem Söl’ring Hof auf Sylt und dem Zauberlehrling in Stuttgart. Tim Steidels Kochstil ist eher puristisch: Er verwendet lieber wenige Komponenten und setzt sie ungewöhnlich in Szene. Mediterrane Elemente sowie Inspirationen aus aller Welt fließen in seinen Kochstil hinein. Sein Traum ist es, einmal sein eigenes Restaurant zu eröffnen.

Nachdem er den Wettbewerb schon seit mehreren Jahren verfolgt, hat sich Tim Steidel dieses Jahr erstmals selbst beworben. Er bereitet sich auf die Aufgaben vor, indem er die Gerichte gründlich übt und ansonsten versucht, entspannt zu bleiben. Das ist auch sein Plan für die Umsetzung: Wenn er einen kühlen Kopf behält, kann er auch mit plötzlichen Problemen umgehen und spontan auf die Situation reagieren. Als eindeutigen Favoriten bezeichnet er sich nicht: Immerhin ist Tim Steidel ein bescheidener Mensch und respektiert das Können seiner Konkurrenten. Natürlich wird er sein Bestes geben – und wenn er den Sieg holt, wäre das die Krönung einer aufregenden Zeit.

Mit diesem Menü zog Tim Steidel ins Finale ein

Warum bist du Koch geworden, Tim?

Gekocht habe ich schon immer gerne – andere Menschen auf diese Weise glücklich zu machen, bereitet mir Freude. Ich habe noch während meiner Schulzeit Praktika in verschiedenen Küchen gemacht und dabei festgestellt, dass mir der Job liegt und ich auch mit dem Stress klar komme. Mich hat die Atmosphäre in der Küche gleich von Anfang an fasziniert und dann war auch schon klar, dass ich diesen Weg einschlage.

Was sind die Vor- und Nachteile der Branche?

Ein klarer Vorteil ist, dass man nie auslernt. Es gibt auf der ganzen Welt Möglichkeiten, zu arbeiten und sein Profil zu erweitern. Dadurch ist der Beruf sehr vielseitig und abwechslungsreich. Nachteile sehe ich besonders darin, dass man in der Freizeit und im Privatleben zurückstecken muss.

Was rätst du jungen Menschen, die auch Köche werden möchten?

Zuerst solltet ihr Praktika in verschiedenen Küchen machen. So erfahrt ihr mehr über die Abläufe und merkt, ob ihr den Druck aushaltet und euch wohlfühlt. Ihr solltet euch wirklich sicher sein, dass es das Richtige für euch ist. Wenn ihr es wirklich wollt, dann „Go for it!“ – es ist der beste Job überhaupt!

Was ist dein absolutes Lieblingsessen?

Für einen Koch ist das in meinen Augen unmöglich zu beantworten, ich kenne so viele leckere Gerichte!

Die Finalisten im Portrait

Wer sind die Finalisten des Wettbewerbs Koch des Jahres 2022? Warum haben sie den Beruf des Kochs ergriffen und wo sehen Sie Vor- bzw. Nachteile der Branche? Lernen Sie die sechs Finalisten kennen.

Hier geht es zu den Portraits der weiteren fünf Finalisten:

Redaktion GastroInfoPortal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Personalmangel in der Gastronomie: Tipps zur Bewäl... Die 8. Fachkonferenz Bau und Betrieb von Großküchen und moderner Betriebsgastronomie, die Anfang Juli 2022 in München stattfand, bot den rund 150 Teil...
Mindestlohnerhöhung: Auswirkungen und Prognosen Ab Oktober 2022 steigt der Mindestlohn auf 12 Euro – diese Mindestlohnerhöhung betrifft laut dem IAB-Kurzbericht insbesondere Minijobs und Teilzeitkrä...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend