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Am 26. April 2021 kämpfen acht Kandidaten um den Einzug ins Finale des Wettbewebs „Koch des Jahres“. Wir stellen Ihnen heute Jeongwon Yang vor.

Im Portrait: Jeongwon Yang

Datum: 03.09.2020Quelle: Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit, Grupo Caterdata S.L. | Bilder: privat, Koch des Jahres | Ort: Freiburg, München

Die Coronakrise hat das Talent und den Ehrgeiz der aufstrebenden Kochelite nicht schmälern können – ganz im Gegenteil. Über hundert ambitionierte Profiköche bewarben sich um einen Platz im Vorfinale des renommierten Live-Wettbewerbs „Koch des Jahres“. Die Qualität der Bewerbungen überzeugte die technische Jury des Wettbewerbs so sehr, dass beim Vorfinale in Stuttgart am 26. April 2021 acht statt sechs Talente die Chance haben, um den Einzug ins Finale zu kämpfen. Welche acht Ausnahmetalente haben es ins Vorfinale geschafft und welche Geschichten stecken hinter den Kandidaten?

Als Medienpartner des Live-Wettbewerbs sind wir nicht nur live vor Ort bei jedem Vorfinale dabei, sondern auch hautnah an den Kandidaten dran. In unserer kleinen Reihe stellen wir Ihnen deshalb die einzelnen Kandidaten kurz vor.
Dieses Mal im Portrait: Jeongwon Yang.

 

Jeongwon Yang – Chef de Partie, Bandol sur mer, Berlin

Aufgewachsen in der Hafenstadt Busan in Südkorea zog es Jeongwon Yang im Alter von 18 Jahren aufs europäische Festland. Warum? Wegen ihrer Liebe für die europäische Konditorei. Statt nach roten Bohnen, gepufftem Reis und Sesam sehnte sie sich nach Strudelteigen, Hefezöpfen und Tartelettes. So zog sie nach Deutschland und machte im Cafe van Riggeln in Wiesbaden ihre Konditorinausbildung.

In der Hauptstadt Berlin verfeinerte sie ihr Handwerk in verschiedenen Stationen. Durch ihre langjährige Erfahrung in den Restaurantküchen wurde in ihr die Leidenschaft zum Kochen geweckt. Besonders der Umgang mit Lebensmitteln, der Fokus auf dem Produkt und die Spontanität sind das, was sie am Kochen schätzt. „Ein Gericht muss authentisch sein und fabelhaft schmecken. Der erste Bissen sollte einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und der Letzte sollte einen wehmütig werden lassen“, konkretisiert die 28-Jährige.

Seit April 2020 ist sie Chef de Partie im Bandol sur mer in Berlin. Neben ihrer Verantwortlichkeit für die Patisserie möchte sie hier auch die Möglichkeit nutzen, ihren eigenen Küchenstil weiterzuentwickeln.

In der Teilnahme bei „Koch des Jahres“ sieht sie ihre Chance, sich auch als Köchin einen Namen zu machen. Oft begegnete sie in der Küche einer gewissen Skepsis, wenn sie es als gelernte Konditorin mit den Kochkollegen aufnehmen wollte. Angespornt von diesen Erfahrungen will sie es beim Vorfinale in Stuttgart genau wissen und sich mit den besten Kochtalenten messen.

Im Gespräch

Jeongwon, warum hast du dich bei dem Live-Wettbewerb beworben?

In den Küchen hieß es immer „du bist nur Konditorin, das kannst du nicht“ – so etwas zu hören, spornt mich an. Ich möchte in dem, was ich tue, noch besser werden und mich als Köchin qualifizieren.

Wie bereitest du dich auf den Wettbewerb vor?

Ich koche am Tag zwölf bis 14 Stunden an fünf Tagen in der Woche. Das machen die anderen ja auch, aber eigentlich ist das nicht mein erlernter Beruf und auf diesem Weg versuche ich, mir so viel Erfahrung wie möglich anzueignen.

Weißt du schon, wie du die Challenges im Vorfinale umsetzen wirst?

Ja.

Wie gehst du mit der Konkurrenz um? Sind die anderen Teilnehmer überhaupt Konkurrenten für dich?

Wir sind alle Teilnehmer des Wettbewerbs.

Warum gewinnst du den Wettbewerb?

Ich gebe mein Bestes und die Besten gewinnen.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Vorfinale!

Warum Jeongwon Yang in der Branche arbeitet, welche Vor- und Nachteile die Branche ihrer Meinung nach mit sich bringt und was Nachahmer bedenken sollten, erfahren Sie mit einem Klick auf die u. s. Fragen.

Warum arbeitest du in der Branche?

Als gelernte Konditorin ist die Patisserie mein Zuhause. Erst durch meine damalige Arbeit im Einsunternull wurde mein Interesse für die Kulinarik außerhalb der Süßspeisen geweckt. Schnell bemerkte ich, dass ich mich nicht mehr so stark eingrenzen lassen möchte und über die Patisserie hinaus arbeiten will. So lag es auf der Hand als Köchin weiter zu machen.

Was sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile der Branche?

Man kann andere Menschen glücklicher machen. Wir reden einfach von einem Beruf, der immer gefragt ist. Immerhin gibt es immer Arbeit, wenn auch schlecht bezahlt und mit Überstunden verbunden. Deshalb wird man in dem Beruf auch nur glücklich, wenn man eine Leidenschaft dafür entwickelt.

Was würdest du jungen Menschen raten, die auch mit dem Gedanken spielen Koch oder Köchin zu werden?

Ich empfehle erst einmal ein längeres Praktikum. Ist danach die Leidenschaft immer noch vorhanden, kann man in jedem Fall in diesem Bereich arbeiten.

Was ist dein absolutes Lieblingsessen?

Schnitzel.

Jeanette Lesch / Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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