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Am 26. April 2021 kämpfen acht Kandidaten um den Einzug ins Finale des Wettbewebs „Koch des Jahres“. Wir stellen Ihnen heute Franz-Josef Unterlechner vor.

Im Portrait: Franz-Josef Unterlechner

Datum: 10.09.2020Quelle: Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit, Grupo Caterdata S.L. | Bilder: privat, Koch des Jahres | Ort: Freiburg, München

Die Coronakrise hat das Talent und den Ehrgeiz der aufstrebenden Kochelite nicht schmälern können – ganz im Gegenteil. Über hundert ambitionierte Profiköche bewarben sich um einen Platz im Vorfinale des renommierten Live-Wettbewerbs „Koch des Jahres“. Die Qualität der Bewerbungen überzeugte die technische Jury des Wettbewerbs so sehr, dass beim Vorfinale in Stuttgart am 26. April 2021 acht statt sechs Talente die Chance haben, um den Einzug ins Finale zu kämpfen. Welche acht Ausnahmetalente haben es ins Vorfinale geschafft und welche Geschichten stecken hinter den Kandidaten?

Als Medienpartner des Live-Wettbewerbs sind wir nicht nur live vor Ort bei jedem Vorfinale dabei, sondern auch hautnah an den Kandidaten dran. In unserer kleinen Reihe stellen wir Ihnen deshalb die einzelnen Kandidaten kurz vor.
Heute im Portrait: Franz-Josef Unterlechner.

 

Franz-Josef Unterlechner – Küchenchef, Restaurant Atlantik, München

Dass Franz-Josef Unterlechner einmal Koch werden würde, war ihm schon früh klar. Sein Weg dorthin begann mit einer Ausbildung im Restaurant Lenbach unter dem bekannten Koch Ali Güngermüş. Danach folgten Stationen, u. a. als Chef de Partie im Hotel Königshof in München, als Sous Chef im Restaurant Überfahrt und als Küchendirektor im Bachmair Weissach Resort und Spa.

Besonders die Erfahrung bei Sternekoch Christian Jürgens hat den 34-Jährigen stark geprägt, denn in dieser Zeit konnte er hautnah miterleben, was es für ein Küchenteam bedeutet den dritten Stern zu erkochen. „Es war eine absolut spektakuläre Erfahrung zu erleben, zu was man im Team im Stande ist, um diese Auszeichnung zu erhalten“, berichtet er.

Seit Anfang 2020 ist er im Münchener Szenerestaurant Atlantik als Küchenchef tätig. Hier schätzt er nicht nur die familienfreundlichen Rahmenbedingungen, die es ihm erlauben seinen Traumberuf und seine Familie unter einen Hut zu bekommen, sondern auch die Spezialisierung auf erstklassige Produkte. „Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass man immer überall alles bekommt. Ich finde „weniger ist mehr“. Das Überangebot, dass teilweise herrscht braucht man nicht. Ich mache lieber eine kleinere Karte mit ausgewählten Gerichten die super gekocht sind und bei denen hochwertige Produkte verarbeitet werden“, erläutert er. Im Umgang mit seinen Mitarbeitern ist dem Küchenchef wichtig, dass jeder eine Chance hat eigene Ideen mit einzubringen. Sein Mantra: „Jeder muss zur Geltung kommen!“

Im Gespräch

Franz-Josef, warum hast du dich bei dem Live-Wettbewerb beworben?

Ich finde es toll, dass es solche Wettbewerbe gibt. Immerhin kann man dabei zeigen, wie viel Potenzial in einem steckt. Man ist vollkommen auf sich alleine gestellt, man hat kein Team um sich herum, und das macht den Reiz von solchen Wettbewerben für mich aus. Diese Fokussierung und die Spannung über die ganze Zeit hinweg oben zu halten, finde ich eine tolle Herausforderung. Darüber hinaus hat der Wettbewerb eine tolle Strahlkraft in der Branche. Die Aufmachung und die Organisation sowie die Beständigkeit machen ihn zu einem der Besten in Deutschland.

Wie bereitest du dich auf den Wettbewerb vor?

Ich werde meine Gerichte oft trainieren, sodass der Ablauf reibungslos funktioniert. Dazu stehen bei mir der Spaß und die Freude auf so einem Event im Vordergrund. Es ist leichter mit einer positiven Stimmung sich darauf vorzubereiten, deshalb werde ich diese immer sehr hoch ansetzen.

Weißt du schon, wie du die Challenges im Vorfinale umsetzen wirst?

Ja, ich werde die Challenges so umsetzen, dass mein Stil, meine persönliche Kreativität und mein erlerntes Know-how zum Ausdruck kommt.

Wie gehst du mit der Konkurrenz um? Sind die anderen Teilnehmer überhaupt Konkurrenten für dich?

Ich respektiere alle anderen Kollegen sehr, das gebührt einfach jedem. Professioneller Umgang in diesem Wettbewerb gehört sich, und sollte über allem stehen. Jeder der Kollegen hat eine tolle Bewerbung abgegeben, die dazu führte, ausgewählt zu werden.

Natürlich sind wir auch Konkurrenten – Und jeder hat für das eine oder andere eine bessere Idee, um es umzusetzen. Es sind viele Junge Kollegen dabei, die in tollen Restaurants arbeiten und auch alle „hungrig“ sind um weiter zu kommen.

Warum gewinnst du den Wettbewerb?

Ich kann mich an diesem Tag komplett auf das wesentliche fokussieren, mein Programm mit viel Freude und Spaß abspulen und präsentieren. Darüber hinaus liegt mein handwerkliches Know-how auf einer sehr hohen Messlatte. Dazu ist mein Geschmack sehr stark ausgeprägt, und ich es schaffe es, dass alle Komponenten nach dem Schmecken wie sie sollen. Auch durch die Teilnahme bei anderen Wettbewerben, kann ich mit dieser Situation und dem mitunter starken mentalen Druck umgehen.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Vorfinale!

Warum Franz-Josef Unterlechner Koch geworden ist, welche Vor- und Nachteile die Branche seiner Meinung nach mit sich bringt und was Nachahmer bedenken sollten, erfahren Sie mit einem Klick auf die u. s. Fragen.

Warum bist du Koch geworden?

Ich wollte einen Beruf erlernen, bei dem ich an jedem Abend ein Ergebnis sehen kann. Zudem war mir wichtig, dass ich einen handwerklichen Beruf erlerne, bei dem ich mit meinen Händen arbeiten kann, bei dem die Kreativität ausgeschöpft wird und Kontinuität eine zentrale Rolle spielt. Dazu ist das Arbeiten mit Lebensmitteln aus aller Herren Ländern ein echtes Privileg, das man nur in der Gastronomie bekommt.

Was sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile der Branche?

Die Vorteile sind sicherlich, das man mit einem soliden erlernten Handwerk überall auf der ganzen Welt arbeiten kann. Zum anderen findet man sehr schnell, viele neue Kontakte die auch zu engen Freundschaften führen. Darüber hinaus gibt es unzählige innovative Konzepte bei denen man arbeiten kann. Sowie die Möglichkeit zu haben in einem Sterne-Restaurant zu arbeiten oder im Cateringbereich zu sein, oder in der Gemeinschaftsverpflegung zu arbeiten, gibt es nicht in allen anderen Branchen in unserem Land. Nachteil ist sicher der, dass man sehr sehr oft arbeiten muss, wenn andere frei haben.

Was würdest du jungen Menschen raten, die auch mit dem Gedanken spielen Koch oder Köchin zu werden?

Das ist nicht leicht, da junge Menschen die gerade von der Schule kommen, sich kaum Vorstellungen machen können was es jetzt heißt zu ‚Arbeiten‘. Das Handwerk des Kochs erlernt man nicht mal eben so, da gehört eine Menge Zeit und Routine dazu. Darüber muss man sich im Klaren sein. Man sollte als junger Mensch mehrere Praktika machen, und sich so herantasten. Wenn man es dann immer noch wirklich will, kann es der schönste Beruf für einen werden, da er unglaublich viel zu bieten hat.

Was ist dein absolutes Lieblingsessen?

Mein absolutes Lieblingsessen ist eine geschmorte Kalbshaxe, die außen leicht knusprig und innen total saftig ist.

Jeanette Lesch / Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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