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Ikea bringt Plantbullar auf den Markt und arbeitet damit an der Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Ikea launcht Plantbullar

Datum: 11.08.2020Quelle: Ikea Deutschland | Foto: Inter IKEA Systems B.V. | Ort: Hofheim-Wallau

Ikea arbeitet mit Hochdruck daran, bis 2030 klimapositiv zu werden. Das bedeutet, dass das Unternehmen mehr Treibhausgasemissionen reduzieren will, als die eigene Wertschöpfungskette ausstößt.

Die bekannten Fleischbällchen neu zu erfinden, ist dabei ein weiterer großer Schritt in eine nachhaltigere Zukunft. Der neue Plantbullar besteht aus Erbsenprotein und seine Klimabilanz liegt bei nur vier Prozent im Vergleich zur fleischbasierten Variante. „Als Ikea Food alle Rohstoffe analysierte, wurde offensichtlich, dass rotes Fleisch in unserem Portfolio die größte Klimaauswirkung besitzt”, erklärt Sharla Halvorson, Health & Sustainability Manager Ikea Food.

Plantbullar als ernst zu nehmende Konkurrenz

Da der Köttbullar der größte Verkaufsschlager ist, war es nach Angaben des Unternehmens nur konsequent, in diese Richtung weiterzudenken. Somit bekommen die beliebten Bällchen seit ihrer Einführung im Jahre 1985 nun erstmalig ernst zu nehmende Konkurrenz. „Wir erhoffen uns tatsächlich, künftig weniger Köttbullar zu verkaufen. Derzeit verkaufen wir eine Milliarde pro Jahr. Wenn man überlegt, dass wir auch nur einen Teil davon in eine pflanzliche Variante umwandeln könnten, würde das einen großen Unterschied für unsere Klimabilanz bedeuten“, erläutert Sharla Halvorson weiter.

Sie sieht in pflanzlichen Lebensmitteln eine erfolgreiche Zukunft, auch für Ikea: „Ich hoffe, dass wir immer mehr pflanzliche Optionen auf unsere Speisekarte setzen. Wenn man all ihre Vorteile betrachtet, ist das eine ganz natürliche Entwicklung.“

Geschmack und Biss

Das pflanzliche Bällchen beweist nach eigenen Angaben, dass eine Zukunft mit weniger Fleisch genauso lecker sein kann. Es besteht aus Erbsenprotein, Hafer, Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfeln. Der Geschmack und die Konsistenz der fleischhaltigen Variante bleiben – aber ganz ohne tierische Inhaltsstoffe. Stattdessen kommt der herzhafte Geschmack über Umami-Aromen, beispielsweise aus Pilzen, Tomaten und einem Pulver aus geröstetem Gemüse.

Neben dem Geschmack war den Entwicklern auch der perfekte fleischartige Biss wichtig. Proteine auf pflanzlicher Basis – in diesem Fall: aus gelben Erbsen – machen es möglich. „Wir haben verschiedene Inhaltsstoffe getestet und es schließlich geschafft, eine Variante für Fleischbällchenfans zu entwickeln, bei der wir keine Kompromisse in Sachen Geschmack und Konsistenz eingehen. Vereinfacht gesagt wird das Erbsenprotein gewonnen, indem man gelbe Erbsen und Wasser vermischt und mit Hochdruck durch eine Düse presst. Das Proteingranulat wird mit Zwiebeln und Kartoffeln und dann mit Haferkleie, getrockneten Äpfeln und Rapsöl gemischt. Heraus kommt ein pflanzliches Bällchen, das dem ursprünglichen Fleischbällchen zum Verwechseln ähnlich ist – selbst in seiner Textur“, so die Aussage des Unternehmens.

Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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