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Guido Zoellick Dehoga Bundesverband

Dramatische Lage nach Neustart

Datum: 29.05.2020Quelle: Dehoga Bundesverband | Ort: Berlin

Nach der Wiedereröffnung der Restaurants und Cafés fällt die Bilanz der Wirte erschreckend aus. 81,5 % der Betriebe geben an, dass ein wirtschaftliches Handeln unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen nicht möglich ist. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga Bundesverband) hervor, die der Verband am Dienstag veröffentlichte. Danach erzielten 78,3 % der Betriebe in den ersten Tagen nach dem Neustart nur maximal 50 % der sonst üblichen Umsätze.

„Auch wenn die Betriebe wieder Gäste bewirten dürfen, stehen sie aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick die Umfrageergebnisse. „Die aktuellen Zahlen beweisen die katastrophale Ausnahmesituation, in der sich die Branche nunmehr seit fast drei Monaten befindet.“ Guido Zöllick appelliert an die Politik: „Ein Rettungsfonds mit direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen, wie wir diesen bereits seit März fordern, ist überlebensnotwendig.“ Andernfalls stünden Zigtausende Betriebe und Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Rettungsfonds laut Dehoga überlebensnotwendig

Nach der Wiedereröffnung berichten 83,5 % der Betriebe, dass sich ihre Umsatzerwartungen nicht erfüllt hätten. So meldet fast jedes dritte Restaurant (31,9 %) lediglich einen Umsatz zwischen 25 und 50 % im Vergleich zum Vorjahr. 29,1 % der Betriebe kommen auf einen Umsatz zwischen 10 und 25 % der Vorjahreswerte. 17,3 % der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 % der Normalumsätze. Nur bei 21,8 % der Befragten lagen die Umsatzverluste bei weniger als 50 %.

Das Ausmaß der dramatischen Betroffenheit wird deutlich bei der Antwort auf die Frage nach den coronabedingten Umsatzeinbußen seit dem 1. März. So beklagen die Betriebe durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 80 %. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang von mindestens 55 %. „Keine oder nur geringe Einnahmen bei laufenden Fixkosten verdeutlichen die existenzielle Betroffenheit nahezu aller Betriebe“, macht Guido Zöllick deutlich und ruft die Politik zum schnellen Handeln auf.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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