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Speisekarte

Ein Muss auf jeder Speisekarte

Datum: 10.07.2020Quelle: Redaktion Gastroinfoportal | Ort: München

Speisekarten gibt es mittlerweile in kreativen Designs und innovativen Formen. Was sich aber oftmals nicht geändert hat, ist ihr Inhalt. Denn es gibt Klassiker, die dürfen auf keiner Speisekarte fehlen. Schließlich suchen viele Gäste gezielt nach ihnen. Welche Angebote, Getränke & Co. gehören hinzu?

1. Kinderteller

Familien mit Kindern sind in beinahe jedem Restaurant häufige Gäste. Allerdings können sich Kinder bekanntlich nicht immer mit dem Angebot auf der Speisekarte anfreunden. Aus diesem Grund ist auf der Speisekarte in der Regel ein „Kinderteller“ oder ein ähnliches Menü für die kleinen Gäste zu finden. Bestenfalls gibt es sogar eine kleine Auswahl an möglichst simplen Speisen, die den allgemeinen Geschmack treffen, sprich den meisten Kindern gefallen.  Zudem müssen die Kinderteller natürlich preislich und hinsichtlich ihrer Größe an den „kleinen“ Magen angepasst sein. Ob es sich schlussendlich um Würstchen, Pommes, Spätzle oder Nudeln mit Sauce handelt, liegt in der Entscheidung des Gastronomen. Natürlich bietet es sich an, Lebensmittel zu wählen, die ohnehin auf der Speisekarte stehen und somit lediglich abgewandelt werden müssen.

2. Beilagen

Gerne werden einfach normale Beilagen als Kindermenü serviert, zum Beispiel Nudeln, Reis, Pommes oder Kartoffeln – eben je nachdem, was zum Restaurant passt und Kindern gut schmeckt. Häufig möchten sie diese sogar ohne Sauce oder anderen „Schnickschnack“ bestellen. Zugleich gibt es erwachsene Gäste, die gerne bei den Gerichten auf der Speisekarte die Beilagen austauschen möchten oder ebenfalls schlichtweg eine Beilage bestellen wollen, vielleicht als Kombination zu einem Salat. Es lohnt sich daher, diese gesondert auf der Speisekarte aufzuführen und dafür einen Preis festzulegen. Das spart im Service viele Unklarheiten und dadurch auch Zeit für Rückfragen oder Missverständnisse mit den Gästen.

3. Salat

Mit dem Salat ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen: Diesen setzen die Gäste in beinahe jedem Restaurant voraus. Ausnahmen bestätigen die Regel, sprich bei exotischen Restaurants wird der fehlende Salat auf der Speisekarte oftmals verziehen – zumindest, wenn dieser nicht „ländertypisch“ ist. Doch in der Regel sollte zumindest ein Beilagensalat auf der Karte zu finden sein oder sogar automatisch zum Essen serviert werden. Hierbei ist es wichtig, nicht an der falschen Stelle zu sparen. Selbst ein Beilagensalat sollte also nicht zu dürftig wirken und ein bisschen Abwechslung bieten. Wer hier großzügig ist und beispielsweise neben grünem Salat auch Kartoffel- oder Nudelsalat reicht, kann bei den Gästen punkten. Das gilt zudem, wenn eine etwas größere Auswahl an Salaten auf der Speisekarte steht, sozusagen für den gesundheitsbewussten Kunden. Heutzutage ist die Rubrik der Salate daher (beinahe) unverzichtbar!

4. Kaffeespezialitäten

Barista bei der Kaffe Zubereitung; Quelle: stock.adobe.com © karepa #199557808Einen Espresso nach dem Essen oder Kaffee zum Dessert – diese Gewohnheit ist in Deutschland mittlerweile fest etabliert. Ein Großteil der Gäste wird deshalb voraussetzen, dass im Restaurant auch Kaffeespezialitäten gereicht werden. Zwar gehört Deutschland nur zum Mittelmaß, wenn es um die Mengen des konsumierten Kaffees geht, dennoch wird das Fehlen entsprechender Angebot auf der Speisekarte häufig als Fauxpas empfunden. Schließlich gehören Kaffeespezialitäten mittlerweile fest zur deutschen Kultur und auch dabei gilt: Auswahl ist ein Pluspunkt, denn jeder Kenner weiß, dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist.

5. Vegetarische Gerichte

Die Deutschen essen immer gesundheitsbewusster. Das hat mehrere Folgen. Einerseits achten sie mehr auf die Herkunft sowie Nachhaltigkeit ihrer Lebensmittel – auch im Restaurant. Andererseits gibt es eine steigende Anzahl an Gästen, die fleischfrei oder sogar vegan essen. Mindestens eine vegetarische Alternative sollte es daher mittlerweile auf jeder Speisekarte geben. Bestenfalls handelt es sich dabei nicht nur um Salat, sondern auch um warme Speisen in einer keinen Auswahl. Von Käsespätzle bis hin zur Gemüselasagne sind die Möglichkeiten beinahe endlos und finden häufig sogar bei Gästen großen Anklang, die eigentlich gerne Fleisch essen. Wer noch mehr mit den Trends gehen möchte, nimmt sogar mindestens eine vegane Alternative in die Speisekarte auf.

6. Dessert

Der Patissier gibt dem Dessert den letzten Schliff; Quelle: stock.adobe.com © rh2010 #102853879

Viele Gäste sind nach dem Essen und evtl. Salat so satt, dass sie keinen Nachtisch mehr wünschen. Aber ebenso viele freuen sich am meisten auf das Dessert und wären dementsprechend enttäuscht, wenn es kein solches auf der Speisekarte gäbe. Wer keine Kapazitäten hat, um zusätzlich Desserts zu kreieren, kann dabei auf Klassiker wie das Eis oder den Obstsalat zurückgreifen. Noch beliebter sind bei Gästen aber natürlich hausgemachte Spezialitäten wie ein Apfelstrudel, ein Kaiserschmarrn, Waffeln oder ländertypische Desserts wie Tiramisu in einem italienischen oder gebackene Bananen in einem thailändischen Restaurant. Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt…

7. Alkoholische Getränke

Ein Aperitif zu Beginn, ein Wein zum Essen oder ein Schnaps zum Schluss, um die Verdauung anzuregen – Alkohol zum Essen hat eine lange Tradition und das gilt längst nicht nur in Deutschland. Je nachdem, welche Spezialitäten auf der Speisekarte stehen, sollte es daher eine Auswahl an passenden sowie länderspezifischen Getränken mit Alkohol geben. Auch hier ist natürlich eine Auswahl empfehlenswert, schließlich gibt es Menschen, die zum Schnitzel lieber Bier trinken, andere bevorzugen Wein und wieder andere freuen sich nach dem griechischen Essen auf einen Ouzo oder Rakí. Es liegt somit im Ermessen des Gastronomen, eine ausgewogene Mischung für die Speisekarte auszuwählen, passend zu den Speisen und den Vorlieben der Gäste.

8. Saisonale Angebote

Dass die Nachhaltigkeit für viele Gäste immer wichtiger wird, wurde bereits erwähnt. Das bedeutet auch, möglichst regionale und saisonale Speisen zu offerieren. Zugegeben: Regionales Essen ist nicht immer möglich und auch nicht immer erwünscht. Wenn die Gäste beispielsweise in ein indisches Restaurant kommen, suchen sie wohl kaum Sauerkraut oder Kartoffeln auf der Speisekarte. Doch saisonale Angebote machen sich in jedem Fall gut, denn sie bringen nicht nur mehr Nachhaltigkeit auf die Karte, sondern auch mehr Abwechslung. Alternativ kann auch mit Wochen- oder Tageskarten gearbeitet werden.

9. Soft Drinks

Auch bei Soft Drinks gilt: Kunden achten auf Qualität. Quelle: stock.adobe.com © Jacob Lund #244828631

Ein Muss auf jeder Speisekarte sind heutzutage auch Soft Drinks. Dabei sind es vor allem die Klassiker wie Cola, Fanta oder Sprite, welche sich bei Gästen jeden Alters großer Beliebtheit erfreuen. Viele Kunden legen zudem Wert darauf, dass es sich um das Original handelt – selbst, wenn es ein bisschen teurer ist. Das zeugt von Qualität und erweckt bei den Gästen ein gewisses Vertrauen, auch bezüglich der weiteren Getränke und Angebote auf der Karte. Wer hier also spart, spart an der falschen Stelle.

10. Milchalternativen

Der letzte Punkt kann nicht als Klassiker bezeichnet werden, zumindest noch nicht, aber ist mindestens ebenso wichtig. Denn gerade, wenn es um Kaffeespezialitäten oder Nachtische geht, müssen Gastronomen bedenken, dass viele Menschen keine Milch konsumieren. Häufig vertragen sie die Laktose nicht, aber oft handelt es sich auch um eine bewusste Entscheidung, beispielsweise beim Veganismus. Umso glücklicher sind die Gäste, wenn sie Milchalternativen wie laktosefreie oder Sojamilch auf der Speisekarte finden. So können sie alle Getränke und Speisen trotz Unverträglichkeit beziehungsweise „Sonderernährung“ in vollen Zügen genießen und kommen mit Sicherheit gerne wieder.

Fazit

Obwohl sich im Bereich der Speisekarte in den vergangenen Jahren also viel getan hat, sind einige Dinge doch beim Alten geblieben. Denn die Klassiker, aber auch neueren Trends, auf dieser Liste sollten auf keiner Speisekarte fehlen – egal, ob es sich um eine digitale oder Plastikkarte, um ein deutsches oder asiatisches Restaurant, um die Sommer- oder Winterzeit, um einen günstigen oder gehobenen Gastronomiebetrieb handelt. Schließlich gehören viele dieser Dinge zu den liebsten Speisen und Getränken der Gäste und sind somit nicht nur ein notwendiges Übel auf der Speisekarte, sondern können zum echten Kassenschlager werden. Es ist daher für jeden Gastronomen an der Zeit, die eigene Speisekarte auf diese „Must-haves“ zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Das bedeutet ein Plus bei den Kunden und somit auch beim Erfolg.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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