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Gastgewerbe

Dehoga NRW startet Aktion „Mit Sicherheit gut ausgehen“

Datum: 19.08.2020Quelle: DEHOGA Nordrhein-Westfalen e. V. | Bild: Andrew Seaman on Unsplash | > Ort: Neuss

Die Corona-bedingten Infektionszahlen sind in den letzten Wochen in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen wieder angestiegen. Um sie einzudämmen, wird gerade ein Verbot privater Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage diskutiert, angestoßen durch ein Interview, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im heute-journal gegeben hatte. Der Dehoga Nordrhein-Westfalen lehnt ein pauschales Verbot für Feiern in Gaststätten oder Hotels ab.

„Die professionelle Gastronomie hat das Infektionsgeschehen bei uns in NRW bis jetzt nicht nennenswert beeinflusst, weil wir auch gerade bei Feiern auf die Einhaltung der Hygieneregeln pochen. Auf Privat-Partys in Parks oder Zuhause haben wir natürlich keinen Einfluss. Wir nehmen die Gefahren der Pandemie und den Gesundheitsschutz sehr ernst, aber deshalb darf man aus etwaigen Einzelfällen kein generelles Verbot von privaten Feiern, die in unseren Betrieben stattfinden, ableiten“, betont Bernd Niemeier, Präsident des Dehoga Nordrhein-Westfalen.

Aktion „Mit Sicherheit gut ausgehen“

Der Verband sieht die Branche und ihre Gäste aber weiterhin in der Pflicht, ihren Beitrag zur Reduzierung von Infektionen zu erbringen. Aus diesem Grund wurde kürzlich die Aktion „Mit Sicherheit gut ausgehen“ ins Leben gerufen. Die Plakat-Motive greifen unter dem Motto „Ein AHA-Erlebnis in der Gastronomie“ die drei Regelungsbereiche (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) sowie den Bereich der Kontaktdatenerfassung auf.

„Wir möchten trotz des Ernstes der Lage mit einem zwinkernden Auge auf die Pflichten eines jeden Einzelnen hinweisen und appellieren an alle Gastronomen, Beschäftigte und Gäste, sich für die Einhaltung der Regeln stark zu machen“, formuliert Bernd Niemeier. „Wir sitzen alle in einem Boot. Gastronomie zu Corona-Zeiten geht nur zusammen.“

„Wir sitzen alle in einem Boot. Gastronomie zu Corona-Zeiten geht nur zusammen.“

Verhältnismäßigkeit prüfen

Auch wenn eine Ausweitung der Pandemie mit einem zweiten Lockdown und der Schließung aller Betriebe das schlimmste Szenario für die Branche wäre, müssen nach Meinung des Hotel- und Gaststättenverbandes weitere Einschränkungen trotzdem immer genau auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft und dürfen nicht leichtfertig verhängt werden. Nach jetziger Rechtslage sind gesellige Veranstaltungen bis maximal 150 Personen erlaubt, wobei auch hier besondere Hygieneregeln einzuhalten sind.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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