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Julia Butz und Lena Weibel wollen mit ihrem Beratungsprogramm The Winner andere Gastgeber dazu bringen, die Krise als Chance zu sehen.

Beratungsprogramm für Gastgeber

Datum: 08.05.2020Quelle: Foodvisions - Foodservice Consulting & Talking Tables GmbH & Co KG | Ort: Stuttgart, Langgöns

Die Krise als Chance sehen. Das fällt vielen Gastgebern in der aktuellen Situation schwer. Und doch stand diese Einstellung in den vergangenen Wochen im Fokus der erfahrenen Beraterinnen Lena Weibel (r.) und Julia Butz. Deshalb haben sie ein spezifisches Beratungsprogramm für Gastronomiebetriebe entwickelt. Das Besondere: Die Kosten für die Beratung (4.000 Euro) übernimmt aktuell zu 100 Prozent das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). „Damit ist es ein ausgesprochen interessantes Angebot für alle Gastronomen, die ja derzeit besonders betroffen sind“, erläutert Lena Weibel, Gründerin und Geschäftsführerin des Gießener Eventunternehmens Talking Tables Konzeptcatering.

Beratungsprogramm mit erfolgsversprechendem Namen

Das Beratungsprogramm mit dem Namen „The Winner“ ist eine Kooperation von Foodvisions und Talking Tables Consulting. Es kombiniert individuelle Beratung und systematische Wissensvermittlung in Form von Live-Webinaren. Die Beraterinnen vermitteln den Gastronomen virtuell und in kleinen Gruppen Fachwissen mit sechs Themenschwerpunkten. Der entscheidende Mehrwert für die Teilnehmer: Bei dieser zeitgemäßen Form der Beratung entsteht eine Gastro-Community, in der Erfahrungen geteilt und Wissen vermehrt wird. „Unser Motto heißt „Share to Grow“, erläutert Julia Butz, Gründerin des Stuttgarter Gastronomie-Beratungsunternehmens Foodvisions. Zusätzlich dazu analysieren beide Beraterinnen den Status Quo des Unternehmens und erarbeiten gemeinsam mit dem jeweiligen Gastronomen einen erfolgreichen Weg aus der Krise.

Julia Butz und Lena Weibel wollen mit ihrem Beratungsprogramm The Winner andere Gastgeber dazu bringen, die Krise als Chance zu sehen.
In sechs Schritten wird eine individuelle Erfolgsstrategie entwickelt, die die Teilnehmer als Gewinner aus der Krise hervorgehen lässt.

Sowohl Lena Weibel als auch Julia Butz sind überzeugt davon, dass ihr Beratungsangebot die Gastronomen gerade in dieser Zeit weiterbringt: „Die Zeit ist reif, für eine starke Gastro-Community, die voneinander lernt, miteinander gewinnt und gestärkt aus der Krise hervorgeht.“ Für wen das Programm geeignet ist und wie die beiden die aktuelle Situation selbst wahrnehmen, haben wir im Interview erfahren:

Julia, ist das Programm ausschließlich für Inhaber von gastronomischen Betrieben geeignet oder können auch einzelne Mitarbeiter mitmachen?

Das Programm richtet sich inhaltlich sowohl an Inhaber, als auch an Geschäftsführer oder leitende Angestellte, die den Betrieb durch die Krise begleiten und nach der Krise erfolgreicher als zuvor weiter betreiben wollen.
Grundsätzlich können nur die Unternehmen die BAFA-Förderung beantragen. Die Teilnahme eines Angestellten kann daher nicht ohne Zustimmung des Geschäftsführers erfolgen.

Wie gut wird das Programm bislang genutzt?

Wir haben bereits zahlreiche Anmeldungen und für den Start des Programms am 18. Mai sind nur noch wenige Plätze verfügbar.

Wie habt ihr das Programm so schnell umsetzen können?

Lena und ich bringen zusammen 30 Jahre Branchen-Know-how mit. Und das aus nahezu allen Sparten dieser Branche. Zudem ist Lenas Unternehmen Talking Tables als Event-Caterer direkt betroffen von der Krise. Alle direkt die Krise betreffenden Themen können wir unseren Kunden sozusagen aus eigener Erfahrung mitgeben. Alle weiteren Themen, die für Gastgeber grundsätzlich relevant sind, haben wir sowohl als Unternehmerinnen bereits selber angewandt und in bisherigen Beratungsprojekten erfolgreich vermittelt.

Wie nehmt ihr die aktuelle Stimmung innerhalb der Branche wahr?

Natürlich ist die Stimmung insgesamt getrübt. Viele Gastronomen haben es im Moment sehr schwer. Aber letztlich ist es doch eine Frage der Einstellung, wie ich mit der Krise umgehe. Wer jetzt den Kopf in den Sand steckt, wird nichts an seiner Situation ändern können. Wer aber nach Lösungen und Möglichkeiten sucht, kann auch als Gewinner aus der Krise gehen. Und wir sagen das ja nicht so daher: Lena steckt mit ihrem Unternehmen mittendrin und auch ich musste mich mit meinem Unternehmen erstmal gänzlich neu aufstellen, da viele meiner Projekte und geplanten Projekte weggebrochen sind.

Insgesamt erlebt die Branche jedoch im Moment einen unglaublichen Imagegewinn: Angefangen mit der „leere Stühle-Aktion“ bis hin zu Aktionen wie #kochenfürhelden. Den Gästen wird bewusst, welchen Mehrwert Gastronomie im täglichen Leben bringt und werden diese Dienstleistung in Zukunft mehr wertschätzen. Klar, Corona mit all seinen Auswirkungen ist noch lange nicht vorbei. Aber wir glauben an eine starke Zukunft für die Gastronomie.

Vielen Dank für das Gespräch!

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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