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Anthony Myint

Basque Culinary World Prize 2019

Datum: 17.07.2019Quelle: Basque Culinary Centre/Basque Culinary World Prize | Ort: San Francisco

Im Rahmen des Symposiums „Sustainable Thinking“ in San Francisco wurde Anthony Myint, Küchenchef aus der San Francisco Bay-Area (USA), zum Gewinner des „Basque Culinary World Prize“ 2019 gekürt, einer Auszeichnung für Köche und Köchinnen aus aller Welt, deren Arbeit die Gesellschaft nachhaltig durch eine gastronomische Tätigkeit verändert hat.

Anthony Myint – ein renommierter Küchenchef, Restaurantbetreiber, Autor und Lebensmittelberater – wurde ausgewählt, weil er die Gastronomie als Motor für die drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen nutzt: den Klimawandel. Durch die Kombination von Forschung und praktischen Werkzeugen arbeitet er mit Restaurants zusammen, um maßgeschneiderte Wege zu finden, um die Umweltbelastung zu verringern.

Ökologische Fußabdrücke

Durch sein ZeroFoodprint-Projekt und die Perennial Farming Initiative untersucht der Küchenchef den Querschnitt zwischen Restaurants und der Umwelt. Er berät Lebensmittelunternehmen hinsichtlich praktikabler Optionen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und sogar CO2-neutral zu werden. Er hat Dutzende von Spitzenrestaurants auf der ganzen Welt überzeugt, sich seinem Kreuzzug für Nachhaltigkeit anzuschließen – darunter Noma (Dänemark) und Benu (San Francisco).

Im Jahr 2019 schloss er sich über die Perennial Farming Initiative mit dem US-Bundesstaat Kalifornien zusammen, um das Restore California-Programm zu starten. Das Programm versorgt Lieferanten und Verbraucher mit transparenten Informationen zum ökologischen Fußabdruck von Restaurants, damit diese fundiertere Entscheidungen treffen können. Alle Restaurants auf der Liste können entweder klimaneutral sein oder die örtlichen Bauern dabei unterstützen, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen.

Ausgestattet mit einem Abschluss in Volkswirtschaftslehre und Asienwissenschaften, hat Anthony Myint – neben seiner Frau, der Journalistin Karen Leibowitz-, den Umwelt – und Sozialaktivismus in seine Bemühungen einbezogen, seit er seine Karriere bei der renommierten Gaststätte Mission Street Food im Jahr 2008 begann.

„Ich habe mit dem Kochen begonnen, weil ich glaube, dass Restaurants die Welt verbessern können, und als ich vor sieben Jahren Vater wurde, hat mich dies dazu inspiriert, herauszufinden, was Köche gegen den Klimawandel tun können.”

Anthony Myint erhält ein Preisgeld von 100.000 Euro, um sich im Rahmen einer von ihm gewählten Initiative oder Einrichtung engagieren zu können, die von der weitreichenden Rolle der Gastronomie in der Gesellschaft zeugt. Im Jahr 2018 ging der Preis an Jock Zonfrillo, der sich 18 Jahre lang der Entdeckung und Bewahrung der uralten Esskultur der indigenen Völker Australiens gewidmet hat, welche von der nationalen kulinarischen Identität weitgehend ausgegrenzt wurde.

Joxe Mari Aizega, Generaldirektor des Basque Culinary Centre, sagt: „Wir sind stolz darauf, dass der Basque Culinary World Prize mit seiner vierten Ausgabe seine Bedeutung durch eine noch stärkere Beteiligung der gastronomischen Gemeinschaft bestätigt hat. Als ein stetig wachsendes Ereignis weitet er seinen Einfluss weltweit aus. Mit dieser Auszeichnung wollen wir inspirierende Erfahrungsberichte vorstellen, die verdeutlichen, wie Gastronomie ein wirksames Instrument zur Verbesserung unserer Gesellschaft sein kann. Der Gewinner dieses Preises kann nicht nur eine inspirierende Geschichte vorweisen, die wir gerne weitergeben, sondern auch als Beispiel für das Verantwortungsbewusstsein dienen, das ein Küchenchef übernehmen kann.“

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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