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Vom Kopf in die Hand: Die Ernährung 2050

Datum: 13.02.19Quelle: FH Münster | Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management | Ort: Münster

Studierende der FH Münster entwickeln in einer Denkwerkstatt Szenarien für die Ernährung im Jahr 2050. Die Präsentation findet auf der Biofach statt.

Zukunftsvisionen

Blumen, Kräuter und Gemüse wachsen auf Dachgärten mitten in der Stadt. Die Menschen versorgen sich mit Lebensmitteln von Höfen aus ihrer Umgebung. Die Landwirtschaft ist solidarisch, die Arten vielfältig, die Umwelt geschützt. So könnte, grob zusammengefasst, die Ernährung im Jahr 2050 aussehen. Diese Zukunftsvision stammt aus einem kurzen Legefilm von einer Studierendengruppe an der FH Münster. Wie unsere Ernährung im sozialen Kontext von Mobilität, Arbeit und Wohnen aussehen könnte, war die Leitfrage einer Denkwerkstatt an der FH Münster.

Aus der Vergangenheit lernen

Die Hochschullehrerin Prof. Dr. Carola Strassner hat sie mit dem Unternehmensberater Christoph Spahn aus Köln ins Leben gerufen und geleitet. „Wir wissen, innerhalb welcher planetaren Grenzen wir alle gemeinsam leben können, wir wissen welche Kriterien für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Was wir bisher kaum haben, sind Übersetzungen in zukünftige Lebenswelten“, erklärt Carola Strassner. Genau diese Übersetzung sei eine Aufgabe für Studierende im Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft gewesen. Um ihre Ergebnisse für andere sichtbar zu machen, sollten sie diese in Legefilmen präsentieren. Bis dahin war es ein arbeitsreicher, kreativer Prozess. Die Studierenden eigneten sich zunächst Wissen an und diskutierten miteinander, warfen einen Blick in die Vergangenheit, um ihn dann wieder in die Zukunft zu richten. Mit Vertretern aus der Ernährungswirtschaft entwickelten sie Ideen in einem Workshop. Schließlich planten sie die Filme und realisierten in der TV-Lernredaktion alle Schritte in Handarbeit: vom Storyboard bis zum Schnitt.

Kurzfilme klären auf

Die Fülle von Informationen auf zwei bis drei Minuten zu verdichten, sei schon eine besondere Herausforderung gewesen, so die Studierenden. Umso beeindruckter sind die Betreuer von den Ergebnissen. „In der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte wird darauf verwiesen, wie notwendig soziale Innovationen sind. Das haben die Studierenden sehr überzeugend in ihren Szenarien aufgegriffen, indem sie technische und soziale Entwicklungen weitergedacht haben“, sagt Christoph Spahn.

Vorstellung auf der Biofach

Auf der internationalen Messe Biofach in Nürnberg werden Carola Strassner, Christoph Spahn und eine Gruppe von Studierenden am 14. Februar einige Thesen aus der Denkwerkstatt vorstellen und die Filme zeigen.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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