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Datum: 05.01.2001Quelle: Ort: Bonn

Bonn. Die Lebensmittelindustrie und das Lebensmittelhandwerk müssen, wollen sie ihre Bio-Produkte mit dem Öko-Prüfzeichen kennzeichnen, die Richtlinien der ArbeitsGemeinschaft Ökologischer Landbau in Deutschland (AGÖL) erfüllen. Diese Rahmenrichtlinien für die Verarbeitung der Erzeugnisse aus dem ökologischen Landbau haben das Ziel, die Bio-Lebensmittelproduktion so zu gestalten, dass ein größtmögliches Maß an Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Sozialverträglichkeit und Verbraucherschutz realisiert wird. Ein hoher Anspruch, der sich in allen Verarbeitungsschritten widerspiegelt und den Produzenten ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Transparenz und Innovation abverlangt.

Die Verarbeitung von Öko-Lebensmitteln vereint Tradition mit neuen Verfahren. Wem ist schon bewusst, dass kaltgepresste Speiseöle eine Erfindung der Öko-Branche sind oder dass man den Original Dresdner-Stollen auch in Öko-Qualität produzieren kann. Wer naturnahe Produkte erhalten will, muss auch höhere Produktionsstandards in Sachen Hygiene und Qualitätssicherung erreichen.

Die Produktion von Öko-Lebensmitteln ist aufwendiger. Achtet sie doch in besonderer Weise auf eine hohe Qualität der Ausgangsstoffe und auf den Erhalt natürlicher Inhaltsstoffe. So verzichten Bio-Molkereien bei der Sahneproduktion auf künstliche Verdicker und Gelatine und müssen statt dessen mit technischen Verfahren das hohe Aufrahmvolumen sicherstellen. Dass “weniger oft mehr ist”, beweist der Bio-Bäcker, der statt Fertigmischungen selbst gemachten Sauerteig einsetzt und so mehr Zeit in die Produkte investiert. Ein Bio-Fleischer macht Zusatzstoffe durch einen höheren Anteil an Magerfleisch überflüssig. Bio-Keltereien setzen beim Pressvorgang der Früchte keine Enzyme ein und nehmen damit geringere Ausbeuten in Kauf.Dies sind einige, wenige Beispiele, die zeigen, dass das Mehr an Aufwand in einem Mehrwert für den Verbraucher mündet. Denn neben den klassischen Qualitätsdimensionen wie Geschmack, Aussehen und Geruch erhält er noch weitere Gegenwerte beispielsweise im Bereich der Gesundheitsfürsorge, des Umweltschutzes, des Tierschutzes und der Kontrolle. So erspart zum Beispiel ein Kasten Öko-Bier sieben Quadratmetern Acker den Einsatz von Pestiziden und Mineraldüngern.

Ökologische Produkte haben ihren Preis. Das Öko-Prüfzeichen gibt dem Verbraucher, der auf der Suche nach gesunden und umweltschonend produzierten Nahrungsmitteln ist, eine wichtige Entscheidungshilfe: “Wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin und ist daher auch seinen Preis wert”.

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