x
Schalen von tiefgekühltem Gemüse: Wie man diese verarbeitet, hat das dti in ein paar Tipps zum Auftauen verraten.

Tiefkühlprodukte richtig auftauen – das ist zu beachten

Datum: 04.12.2019Quelle: Inhalt: GVMANAGER/dti | Fotos: dti Ort: München

Tipps zum Auftauen hält das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) parat, denn ob Vorteile beim Handling oder richtiges Auftauen – selbst Profis hätten laut dti noch immer Aufklärungsbedarf in Sachen Tiefkühlkost.

Claudia Sommer vom dti gibt Tipps zum Auftauen.Tipps zum Auftauen

Tiefkühlprodukte sind aus verschiedenen Gründen unschlagbar und unverzichtbar im Alltag von Profiköchen – vitaminreich, lagerfähig, gut zu planen und schnell zu verarbeiten. Zudem sind sie unabhängig von der Saison bei vollem Geschmack und Aroma jederzeit verfügbar und können im Handumdrehen zu frischen und kreativen Gerichten für die Gäste zubereitet werden.

Was aber gilt es, beim Einsatz und im Speziellen beim Auftauen zu beachten? Claudia Sommer, Referentin für Außer-Haus-Verpflegung beim dti, hat uns 4 Tipps zum Auftauen verraten.

Tipp 1: Zubereitung je nach Ausgangsprodukt

Ob ein Lebensmittel erst angetaut, aufgetaut oder gleich gefroren in die Pfanne kommt, ist vom Ausgangsprodukt abhängig. Die meisten Tiefkühlprodukte werden ohne separates An- oder Auftauen zubereitet, das ist in der Regel bei Gemüse, Kartoffelspezialitäten und kompletten Menüs der Fall.

Bei Fisch, Fleisch, Geflügel und Backwaren ist das An- oder Auftauen teilweise notwendig. Entsprechende Hinweise, ob ein Produkt an- bzw. aufgetaut oder sofort zubereitet werden kann, finden sich in der Regel auf der Verpackung oder den beigelegten Produktspezifikationen.

Panierte Tiefkühlprodukte können direkt aus dem Tiefkühler entnommen und in Pfanne, Backofen oder Fritteuse zubereitet werden.

Tipp 2: Umgebungstemperatur als wichtiger Faktor

Damit die Hygienesicherheit der tiefgekühlten Produkte auch beim Auftauen beibehalten wird, muss auf die Umgebungstemperatur geachtet werden. Bei TK-Torten, -Blechkuchen und -Obst wird empfohlen, diese aus hygienischen Gründen im Kühlschrank oder der Kühlzelle auftauen zu lassen.

Besonders leicht verderbliche Produkte wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Wurst oder Eiermassen sollten grundsätzlich immer im Kühlschrank an- bzw. aufgetaut werden. So kann das Keimwachstum erheblich verlangsamt werden.

Tipp 3: Auftauflüssigkeit meiden

Auftauflüssigkeiten können Mikroorganismen enthalten, sie dürfen daher auf keinen Fall mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen. Am besten die Auftauflüssigkeit mit Einwegtüchern aufnehmen und dann Hände sowie alle mit dem Auftauwasser in Kontakt gekommenen Flächen und Gegenstände sofort gründlich reinigen und anschließend desinfizieren.

Es sollte vermieden werden, dass Lebensmittel, die zum Rohverzehr gedacht sind, z. B. Salate, Obst oder Gemüse, auf denselben, ungereinigten Arbeitsflächen geschnitten werden wie aufgetautes rohes Fleisch, Fisch oder rohe Eiermassen.

Aufgetaute, nicht weiterverarbeitete Produkte dürfen zudem nicht erneut eingefroren werden.

Tipp 4: Verarbeiten von TK-Geflügel

Verderbniserregende Mikroorganismen und krankmachende Bakterien, die sich bereits vor dem Gefrieren auf Geflügelfleisch befinden, können das Einfrieren, Lagern und Auftauen überdauern. Um eine mikrobielle Anreicherung zu minimieren, sollte Geflügel nach dem Auftauen im Kühlschrank umgehend zubereitet bzw. weiterverarbeitet werden. Das Auftauwasser sollte, aufgrund der enthaltenen (krankmachenden) Keime, ebenso wie die Verpackung, sorgfältig entsorgt werden.

Aufgetautes Geflügel wird vor dem Zubereiten nicht gewaschen, sondern bestenfalls mit Küchenpapier abgetupft, das danach direkt entsorgt wird. Spritzwasser kann beim Waschen zu Kontaminationen im umliegenden Küchenbereich führen.

Einsatz von TK-Kost

Auch Michael Bahn, Betriebsleiter und Küchendirektor, Cantine – Made by Traube Tonbach, Finkbeiner Kantinen, c/o Vector Informatik in Stuttgart und Thomas Hus, Geschäftsführer der Mensa Stiftung in Minden, setzen teilweise tiefgekühlte Lebensmitteln in ihren Küchen ein. Welche das sind und warum diese verwendet werden, haben sie uns im Interview verraten. Wer erfahren möchte, ob sie die Qualität von TK-Kost schätzen, lesen Sie in der Dezemberausgabe unseres Fachmagazins GVMANAGER auf S. 17.

Redaktion GVMANAGER

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Brotreste: Was passiert damit im Schwarzwald-Baar ... Lebensmittelverschwendung ist ein heiß diskutiertes Thema: Aber bei Mengen von 135 Broten und 1.000 Brötchen am Tag ist es nicht verwunderlich das im ...
Klinikmenüs von Harald Wohlfahrt Die große Leidenschaft für das Kochhandwerk und den Genuss entdeckt man auf jedem Teller, der den Patienten in der Atos Klinik in München-Bogenhausen ...
Convenience – aber wie? Teil 1: Studentenwerk Hann... GV-Betriebe wie das Studentenwerk Hannover kommen oft nicht umhin, Convenienceprodukte einzusetzen. Die gezielte Auswahl bedeutet aber auch die Möglic...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend