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Datum: 24.03.2003Quelle: Ort: Hamburg

Verliehen wurde der Preis für vorbildliche Öko-Küchen-Konzepte durch Dr. Regina Wollersheim, Abteilungsleiterin für Verbraucherschutz im BMVEL und dem Vorsitzenden der BIO-STAR-Jury Wolfram Siebeck. Die Küchen-Konzepte der nominierten AHV-Betriebe stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass es für jede Großküche Möglichkeiten gibt, Essen in Bio-Qualität in ihr Angebot zu integrieren.

Die mit Impulsgebern und Praktikern im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung besetzte Jury bewertete neben dem Wareneinkauf, der Zubereitung und Kreativität der Menüs auch die Vermarktung der Bio-Speisen. Erste Preise für das überzeugendste Bio-Gesamtkonzept wurden in sechs Kategorien vergeben. Mit dem Grundsatz “Vom Feld frisch auf den Tisch” sicherte sich das Bioland-Hofrestaurant Voigt die Gunst der Jury und damit den BIO-STAR 2003 in der Kategorie “Gastronomie und Hotellerie”. Die Jury überzeugte besonders, dass auf dem südlich von Bremen gelegenen Betrieb feldfrische Zutaten aus eigenem Anbau verwendet werden. Im Bereich “Catering” setzte sich der Hamburger Lieferservice “Wackelpeter” durch, der u. a. Kindergärten mit vielseitiger Vollwertkost beliefert. Die Jury bewertete positiv, dass das in Hamburg aktive Unternehmen sich dafür einsetzt, vor allem Produkte aus Norddeutschland auf den Tisch zu bringen – der Frische wegen und um regionale Handelsstrukturen zu erhalten. Mit dem BIO-STAR 2003 in der Kategorie “Betriebsrestaurants” wurde die Küche des Versicherungskonzerns Gerling prämiert. Rund 2.000 Essen werden dort täglich zubereitet – seit 1998 zu 100 Prozent aus Bio-Produkten.

Im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke wird aus Kostengründen und der Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern zu Liebe weitestgehend auf Fertigprodukte verzichtet. Statt dessen werden hier bereits seit den 70er Jahren überwiegend Bio-Lebensmittel verwendet. Diese lange Tradition beeindruckte die sechsköpfige Jury und machte das Krankenhaus zum Gewinner in der Kategorie “Kliniken und Heime”. Alsbeste Öko-Mensa überzeugte die Juroren die Fachhochschule Ottersberg in Niedersachsen. 80 Prozent des gesamten Wareneinkaufbudgets werden dort für Bio-Produkte ausgegeben. Den Studenten schmeckt es – schließlich haben sie ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Speisepläne und kochen gelegentlich sogar selbst mit. In der Kategorie “Schulen und Kindertagesstätten” lag die Münchner Friedel-Eder-Schule vorn. An der privaten Schule für geistig, seelisch und körperbehinderte Schüler wird großer Wert darauf gelegt, dass die Lebensmittel für Kinder möglichst gering belastet sind. Die Jury berücksichtigte auch das pädagogische Engagement der Schule, denn ernährungswissenschaftliche Fragen finden sich auch im Lehrplan wieder.

In den Augen der Initiatoren hat der Wettbewerb BIO-STAR 2003 vor allem eines bewiesen: Mit einem individuellen Konzept ist der Einstieg in die Bio-Küche für Betriebe der Außer-Haus-Gastronomie finanziell und logistisch möglich. Die im Wettbewerb vorgestellten Praxis-Beispiele zeigen, dass es für Großküchen eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, Essen in Öko-Qualität zu servieren. “Schon die Einführung eines Öko-Menüs oder der Einkauf einzelner Öko-Produkte hat positive Effekte für Umwelt und Verbraucher”, so Dr. Regina Wollersheim. Die prämierten BIO-STAR-Konzepte werden im Rahmen der wettbewerbsbegleitenden Pressearbeit und auf der Kölner Messe ANUGA im Oktober näher vorgestellt.

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