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Datum: 30.07.2003Quelle: Ort: Berlin

Die Wissenschaftler hätten in den vergangenen beiden Jahren einen Rückgang der Rotbarschbestände von 2,2 Millionen Tonnen auf etwa 800 000 Tonnen festgestellt. Ein plötzlicher Bestandsverlust dieser Größenordnung sei nicht durch die Fischerei zu erklären, deren Fänge nur bei 120 000 Tonnen lägen. Illegale Fänge seien aus dieser Fischerei nicht bekannt, auch für andere Ursachen wie z.B. Fraßdruck durch Raubfische lägen den Experten keine Hinweise vor. Es müsse also andere Ursachen für den Rückgang geben wie möglicherweise große ungewöhnliche Wanderungsbewegungen der Fische. Um erstmals genaue Kenntnisse über die Biologie und Bestandsstruktur der nordatlantischen Rotbarsche zu gewinnen, koordiniere die Bundesforschungsanstalt für Fischerei im Geschäftsbereich des Bundesverbraucherministeriums ein über vier Jahre laufendes internationales Forschungsprojekt, das von der Europäischen Union mit ca. 3 Millionen Euro gefördert werde.

"Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie schwierig es ist, die ozeanischen Rotbarschbestände flächendeckend zu beobachten und dabei alle Veränderungen zu berücksichtigen", so Berninger. "Für eine nachhaltige Bewirtschaftung ist es aber unerlässlich, die Fischbestände intensiv zu beobachten und ihre Biologie zu erforschen. Dabei kommt es ganz besonders darauf an, international eng zusammenarbeiten, denn Fischbestände sind über weite Gebiete verbreitet und unternehmen große Wanderungen". Die Zusammenarbeit im Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES), der Dachorganisation für die Fischereiforschung, habe sich dabei bewährt und liefere wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Festsetzung der international erlaubten Fangmengen und technischen Schonmaßnahmen. Die deutschen Forschungsbeiträge würden dabei hauptsächlich von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei bereitgestellt.

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