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Datum: 26.09.2003Quelle: Ort: Bremen


Dafür ist die Vielfalt der Interessengruppen zu bündeln und es sind neue Wege für eine möglichst breite Akzeptanz und Vermarktungsbasis zu finden. Nach der Begrüßung der Teilnehmer/-innen durch Theodora Plate (VBZ, Bremen e.V.) informierte Renate Beckmann (VBZ, Niedersachsen e.V.) über Lebensmittelqualitäten im Feld zwischen Gesundheit, Kultur, Eignung, Genuss und Ökologie sowie über Argumente zur Verbesserungen des Essensangebotes durch den Einsatz von Produkten aus der Region. Im Anschluss berichteten Detlef Barber (Leiter der Wirtschaftsbetriebe, Studentenwerk Bremen) und Peter Riethmöller (Betriebsleiter Unimensa, Bremen) über ihre Erfahrungen bei der Einführung von Qualitätsfleisch und Bio-Produkten. Die Unimensa Bremen verwendet für ihre bis zu 8.000 Essenteilnehmer/-innen im Bereich Milch/-produkte bereits seit März 2000 ausschließlich Bioprodukte. Fleisch aus tiergerechter, umweltschonender Nutztierhaltung (Neulandfleisch) ist seit zwei Jahren im Einsatz. Das höhere Budget wird im Begleitangebot gesamtkalkulatorisch aufgefangen. In ganz anderen Küchendimensionen bewegen sich Dr. Christine Schorr und Irmtraut Grettmair (Bremische Evangelische Kirche). Sie berichteten über Anforderungen an regionale Lieferanten aus der Sicht von Kindertagesstätten. Kinder sind weit besser für z.B. Gesundheit zu motivieren als ihre Eltern. Bei ihnen stellt sich die Preissituation für Bio-Öko – gegenüber Convenience – seit Einführung vor vier Jahren eher niedriger dar. Die Kinder sind in die Küchen pädagogisch eingebunden.


Dietmar Hagen (Initiator und Berater Kochwerk) berichtete aus seiner Erfahrung bei Bahlsen, Hannover. Hier ist – bei gleich bleibenden Anforderungen an die Betriebsküche – ein wirklicher Wandel gelungen. Mit der Konzeption natürliche Ernährung als Genusswert anzusiedeln, schaffe man eine breitere Akzeptanz bei den Essenteilnehmern als rein über Öko oder Regionalität zu kommunizieren. Das Ganze verlange einen Perspektivenwechsel durch breite Kommunikation, Motivation, Schulung und gegenseitige Information. Von der obersten Spitze des Unternehmens über alle Küchenbeteiligten bis hin zur Gastzuwendung. Erst wenn die Identifikation mit Leitbildern gelungen sei, die Voraussetzungen dafür erarbeitet, funktioniere
eine Umsetzung. Die soziale Bedeutung der Esskultur müsse bewusst gemacht werden, z.B. indem das Speisenangebot reduziert, aber mit spürbarem Qualitätssprung auf dem Teller dargeboten wird. Dann gelinge auch der Spagat im Preiskorsett.

Der im April 2002 gegründete Verein Nordlichter-Region Weserbergland e.V. sucht weiter nach neuen Wegen der Partnerschaft von Erzeugern und Verbrauchern. Über 80 Institutionen aus den Städten Bremen, Delmenhorst und den Landkreisen Verden, Osterholz, Wesermarsch haben sich als Ziel gesetzt, gemeinsam eine verbraucherorientierte, umwelt- und naturverträglich Landwirtschaft zu fördern. Es erfordert noch einigen Aufwand an Überzeugungsarbeit für Kooperationsbildungen und den Perspektivenwechsel, um alle Interessen und Zwänge der Akteure in einem Regionalmarketing-Konzept zu bündeln, so das Fazit der wichtigen Grunddiskussionen der Veranstaltung.

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