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Konsequenzen aus Eklat um Tiefkühlerdbeeren: Rohstoffherkunft von Tiefkühlprodukten soll öffentlich werden

Datum: 17.05.2013Quelle: dti

Berlin. Die Verbraucherschutzministerkonferenz hat sich heute für die Einführung einer Pflicht zur Herkunftskennzeichnung bei tiefgefrorenem Obst und Gemüse ausgesprochen und will sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen. Die deutsche Tiefkühlwirtschaft verweist aber auf Probleme bei der Umsetzung.

Die Tiefkühlwirtschaft respektiert laut Angabe des Deutschen Tiefkühlinstituts dti den Wunsch der Verbraucher nach Informationen über die Herkunft von Lebensmitteln.

Hersteller informieren bereits freiwillig
Viele Hersteller tragen dem bereits heute freiwillig Rechnung; sie stellen im Internet oder über den
telefonischen Verbraucherservice Informationen zur Verfügung.Rohstoffe für Tiefkühlprodukte müssen grundsätzlich unabhängig von ihrer Herkunft höchsten Anforderungen an Sicherheit und Qualität entsprechen. Die Hersteller kontrollieren dies durch ständige Qualitätsüberwachungen auf allen Stufen der Produktion vom Wareneingang bis zum Vertrieb. Große Mengen von in Deutschland angebautem Gemüse- und Obst werden zu Tiefkühlkost verarbeitet. Die in Deutschland geernteten Mengen reichen aber nicht immer aus, um den Jahresbedarf zu decken.

Kennzeichnung bietet nicht mehr Sicherheit

Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von tiefgefrorenem Obst und Gemüse, wie sie jetzt als Reaktion auf den Lebensmittelkrisenfall mit TK-Erdbeeren aus China im Oktober 2012 gefordert wird, würde laut dti keine zusätzliche Sicherheit bieten. Richtig wäre es, an den Ursachen anzusetzen und die internationalen Anstrengungen zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit zu verstärken.
In der betrieblichen Praxis würde ein Pflicht zur Herkunftskennzeichnung zu einer Flut von Deklarationswechseln führen, für die es zurzeit weder technische Lösungen gibt und die die Verpackungskosten nach oben treiben würden. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist europäisch gerade durch die
Lebensmittelinformationsverordnung (EU-VO Nr. 1169/2011) neu geregelt worden und wird im Dezember 2014 für die Unternehmen verpflichtend sein. Eine Herkunftskennzeichnung für Zutaten von verarbeiteten Lebensmitteln ist bisher nicht vorgesehen. Das Ergebnis der dazu von der EU in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie ist abzuwarten.

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