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Grundsatzvereinbarung gegen Verschwendung

Datum: 10.03.2020Quelle: Lebensmittelverband | dti | BVE | Foto: Tom Brunberg on Unsplash | Ort: Berlin

Die deutsche Lebensmittelwirtschaft und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeiten gemeinsam daran, vermeidbare Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette und bei den Verbraucher in den kommenden Jahren wirksam zu reduzieren. Dazu haben Wirtschaft und Ministerium nun die Grundsatzvereinbarung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen unterzeichnet, die die Grundlage für die Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist.

Effizient und nachhaltig

Philipp Hengstenberg, Präsident des Lebensmittelverbands Deutschlands, erklärt: „Die Wirtschaft arbeitet ständig daran, dass der Ressourceneinsatz beim Anbau, der Produktion, Veredlung und Vermarktung von Lebensmitteln besonders effizient und nachhaltig ist. Denn zum einen stehen uns im Zeichen des Klimawandels Rohstoffe langfristig nur begrenzt zur Verfügung und zum anderen möchte auch aus wirtschaftlicher Sicht kein Betrieb unnötig Arbeitskraft und Arbeitszeit verschwenden. Deshalb werden die einzelnen Branchen der Lebensmittelwirtschaft in den sektorspezifischen Dialogforen gemeinsam mit weiteren Stakeholdern geeignete Lösungsansätze erarbeiten. Aber auch die Bundesregierung hat eine wichtige Aufgabe. So ist es notwendig, dass die betroffenen Ministerien prüfen, welche Auswirkungen neue oder bestehende Gesetze auf das Entstehen von zusätzlichen Lebensmittelabfällen beziehungsweise Lebensmittelverlusten haben könnten, zum Beispiel die Vermeidung von Verpackungsmüll auf der einen Seite und Lebensmittelsicherheit und Haltbarkeit auf der anderen Seite. Wenn wir den Verpackungsanteil reduzieren, könnte der Anteil der weggeworfenen Lebensmittel steigen, weil die Haltbarkeit verkürzt wird. Außerdem ist die Aufklärungsarbeit gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern von essentieller Bedeutung. Denn nach wie vor werfen Privathaushalte zu viel Essen weg. Durch bewusstes Einkaufen, richtiges Lagern und den richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum könnte dem Vorschub geleistet werden.”

Grundsatzvereinbarung einsehbar

Die Grundsatzvereinbarung steht online zur Verfügung. Unterzeichner sind: das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie, der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, das Deutsche Tiefkühlinstitut, der Lebensmittelverband Deutschland und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Deutsches Tiefkühlinsitut

Das dti hat sich als einer der ersten Verbände frühzeitig für die Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung entschieden: Die Tiefkühlwirtschaft mit ihren effizienten Verarbeitungsprozessen und den mit der Schockfrostung einhergehenden Kategorievorteilen bietet eine optimale Lösung im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

BVE

Die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) begrüßt die Grundsatzvereinbarung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Die BVE weist darauf hin, dass das gemeinsame Ziel, die Menge an Lebensmittelabfällen und -verlusten auf allen Stufen der Wertschöpfungskette (bis hin zum Verbraucher) sowie an den Schnittstellen zwischen den Akteuren nachhaltig zu reduzieren, nur in enger Zusammenarbeit mit der Politik und allen Akteuren in der Lebensmittelwertschöpfungskette erreicht werden kann. Hierzu wird es in den nächsten Monaten und Jahren einen sehr intensiven Austausch in den branchenspezifischen Dialogforen im Rahmen der Nationalen Strategie der Bundesregierung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Deutschland kommen. Dazu gehört auch eine Klärung verschiedener Fragestellungen sowie ggf. die Überprüfung und Änderung bestehender Regelungen und Vereinbarungen.

Die Zusage des Ministeriums, gesetzliche Regelungen zu prüfen, sofern begründeter Anlass besteht, dass sie die Entstehung von Lebensmittelverlusten befördern, wird seitens der BVE begrüßt. Natürlich muss dabei klar sein: Dort wo es zu Zielkonflikten zwischen der Reduzierung von Lebensmittelabfällen sowie der Qualität und der Sicherheit von Lebensmitteln kommt, muss die Lebensmittelsicherheit stets oberste Priorität haben.“ Die Vereinbarung zwischen BMEL und den Verbänden dient der Umsetzung des von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vereinbarten Ziels 12.3. Die Vereinbarung versteht sich als Grundlage für die Zusammenarbeit bei der Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen “Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung”.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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