„Food 2020“-Studie

Quelle: Ketchum Pleon Ort: Frankfurt am Main

Vor allem Angaben zu den Inhaltsstoffen und ihrer Herkunft sind für die deutschen Verbraucher von sehr großer Bedeutung: Fast zwei Drittel der Befragten machen davon die Weiterempfehlung eines Produktes abhängig, über die Hälfte sogar ihre Kaufentscheidungen.

Nach Ansicht von etwa jedem zweiten deutschen Konsumenten besteht bei den Lebensmittelherstellern und -verarbeitern dringender Verbesserungsbedarf in Sachen Transparenz, während 58 bzw. 46 % Landwirten und Getreidebauern die richtige Orientierung bescheinigen. Die Strahlkraft einer Marke ist im Lebensmittelbereich für zwei Drittel der Verbraucher schon heute kein hinreichendes Kaufargument mehr. Vor allem Kriterien wie Geschmack, Wert, Qualität und Preis beeinflussen das Kaufverhalten der Deutschen. Bis zum Jahr 2020 werden die Aspekte Herkunft, Sicherheit, Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile deutlich an Relevanz gewinnen.

International identifizierte die Studie eine neue, einflussreiche Konsumentengruppe: die Food e-Vangelists. Diese sehen ihre Aufgabe darin, andere aktiv von ihrer Meinung über Marken und Unternehmen zu überzeugen. Food e-Vangelists sind in der Regel jüngere Frauen, die Kinder haben, online aktiv und finanziell abgesichert sind. Sie definieren sich über ihre kritische Einstellung zur Lebensmittelbranche. Mehr als ein Drittel der Food e-Vangelists nimmt sich regelmäßig Zeit, um Lebensmittelmarken zu empfehlen bzw. zu kritisieren, vor allem über Social-Media-Kanäle wie Foren, Blogs oder Facebook. In manchen Ländern gehört ein erheblicher Teil der Bevölkerung zu den e-Vangelists, z. B. in Italien (37 %). In Deutschland zählen 9 % der Bevölkerung zu dieser einflussreichen Gruppe. Weltweit generieren sie bis zu 1,7 Mrd. Diskussionen über Lebensmittel pro Woche. Sie erwarten von den Unternehmen, dass sie aktiv den direkten Kontakt über Social-Media-Kanäle suchen und sich auf einen offenen Dialog einlassen.

Die Studie „Food 2020“ wurde weltweit auf sechs Märkten durchgeführt: USA, Großbritannien, China, Italien, Deutschland und Argentinien. Im Zeitraum von 14. Februar bis 5. März 2013 wurden online 1.800 Teilnehmer (300 pro Markt) befragt.

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