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Datum: 15.11.2002Quelle: Ort: Berlin

“Die Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) ist eindeutig. Angesichts der desolaten Bestandssituation gibt es keine andere Lösung”. Der Kabeljaubestand in der Nordsee sei aber nur ein Beispiel für den schlechten Zustand vieler Bestände, so die Ministerin. Die Überfischung gefährde das Ökosystem und zerstöre letztlich auch die Einkommensgrundlage der Fischer.
Der Wiederaufbau der Bestände erfordere eine schnelle Entscheidung, so Künast. Am Kabeljaubestand habe sich deutlich gezeigt, was passiere, wenn nötige Maßnahmen halbherzig und nicht rechtzeitig ergriffen würden. Die EU-Kommission habe bereits im Dezember 2001 einen Vorschlag für einen Wiederaufbauplan für die Kabeljaubestände vorgelegt. Deutschland habe wiederholt eine zügige Entscheidung gefordert. Bis heute sei jedoch kein Beschluss zustande gekommen. Ende vergangenen Jahres habe die Kommission noch vorgeschlagen, die Fangquoten drastisch zu beschränken, Fanggebiete vorübergehend zu sperren und den Fischereiaufwand zu reduzieren. Mittlerweile habe sich die Situation so zugespitzt, dass ein komplettes Fangverbot unausweichlich sei. Das betreffe auch Fischereien, in denen Kabeljau-Beifänge unvermeidlich sind, insbesondere die gemischte Fischerei auf Wittling und Schellfisch.

Der Kabeljaubestand in der Nordsee sei nur ein Beispiel für den schlechten Zustand vieler Bestände, so die Ministerin. Die Überfischung gefährde das Ökosystem und zerstöre letztlich auch die Einkommensgrundlage der Fischer, wenn nicht bald eine Kehrtwende erfolge. Um so wichtiger sei es, dass sich die Mitgliedstaaten noch in diesem Jahr auf eine grundlegende Reform der EU-Fischereipolitik verständigten. Umweltgerechte Fischerei unterer strikter Anwendung des Vorsorgeprinzips sei entscheidend, um die Fischbestände langfristig zu erhalten bzw. wieder aufzubauen. Dies gelte nicht nur für die Konsum- sondern insbesondere auch für die Industriefischerei. In seiner Empfehlung für die Nutzung der Fischbestände desNordost-Atlantiks hatte ICES vergangenen Freitag einen vollständigen Fangstopp für die Kabeljaufischerei in der Nordsee, der Irischen See und westlich Schottlands gefordert. Grund ist der unmittelbar drohende Zusammenbruch des Bestandes.

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