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Datum: 15.03.2000Quelle:

Berlin/Lahr, (ECOVIN), 10.03.2000. Die Spitzenstellung des Landes Baden-Württemberg beim Ökologischen Weinbau betonte Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin. Bei einem Informationsgespräch in Lahr mit den ECOVIN-Vorsitzenden aus Baden, Paulin Köpfer, und aus Württemberg, Andreas Stutz, lobte die Ministerin die Vorreiterrolle der kontrolliert ökologisch arbeitenden ECOVIN-Erzeuger. Fachkundig verkostete Gerdi Staiblin auch die Weine des ECOVIN-Mitgliedes Hans Wöhrle vom Weingut Stadt Lahr, darunter auch Weine der pilzfesten Rebsorten, für die sich die Öko-Erzeuger seit Jahren stark machen.

Gerade beim Test von pilzfesten Rebsorten in der Praxis haben die Öko-Erzeuger wertvolle Entwicklungsarbeit geleistet, so Gerdi Staiblin. Für das Weinbauinstitut in Freiburg, wo ebenfalls pilzfeste Rebsorten entwickelt worden waren, gab es jetzt die politische Zusage der Ministerin, künftig noch stärker mit den Öko-Winzern zusammenzuarbeiten.

Nun soll sich diese Pionierarbeit auch für die Erzeuger auszahlen: Mit einem neuen Topf von Fördermitteln wird jetzt allgemein die Umstellung vom weit verbreiteten aber wenig geliebten Müller-Thurgau auf andere Rebsorten gefördert, und speziell eben auch die Umstellung auf weiße pilzfeste Rebsorten. Für die Öko-Winzer ist der Einsatz dieser Rebsorten ein wichtiger Schritt, um generell vom Einsatz der (in diesem Fall sehr umweltverträglichen) Spritzmittel in den Rebbergen wegzukommen.

Stellvertretend für die ECOVIN-Erzeuger bedankte sich Paulin Köpfer bei der Landwirtschaftministerin für die Förderung und für die gute Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen. Einig waren sich beide Seiten darin, dass sowohl das Konzept der Verbandsarbeit aufgeht als auch die Zusammenarbeit von Erzeugern und Politik gute Früchte trägt.

“Der Markt für Öko-Weine ist ein Wachstumsmarkt, in den immer mehr ausländische Erzeuger drängen”, so Paulin Köpfer. In Baden-Württemberg ist der Anteil ökologischer Rebflächen mit zwei Prozent rund doppelt so groß wie im Bundesdurchschnitt, ein Schwerpunkt liegt in der Region um Freiburg. Daher sind die Weinbaugebiete Baden und Württemberg geradezu prädestiniert, diesen rasch wachsenden Markt zu bedienen.

Dass die Bemühungen der baden-württembergischen Öko-Winzer unterstützt werden durch die Politik des Landes, verdeutlichte Gerdi Staiblin: Das Ministerium setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit und auf das Motto “Aus der Region für die Region”. In die Imagewerbung und Weinpräsentationen (in diesem Jahr auch in Berlin) soll künftig Öko-Wein ebenfalls verstärkt miteinbezogen werden.

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