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Datum: 11.07.2001Quelle: Ort: Berlin

“Wir sind der Überzeugung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zur Eröffnung eines derartigen Restaurants ist,” sagt Niebach und begründet das mit dem – angesichts BSE und MKS – gewachsenenen Bewußtsein vieler Menschen. So sind ökologische Tierhaltung und entsprechende Fütterung ein grundlegendes Merkmal für die Fleisch-Qualität seiner Küche. Das Lokal verfügt über 160 Plätze. Rund 80 Prozent der Speisen und 50 Prozent der Getränke sind im Ökologischen Anbau hergestellt: Maultaschen, Speckbohnen, Krautkrapfen, Schweinwurst, Dinkelspätzle, Dinkelbier, Öko-Kaffee, Öko-Wein….

Etwas Besonderes hat sich der engagierte “Metzgerwirt” für den Außenbereich einfallen lassen. Ein selbst geflochtener Weidezaun grenzt den Biergarten zur Straße hin ab. Und anstatt der sonst üblichen Dauerberieselung mit Volksmusik singt der Sprosser (Nachtigall der Uckermark) vom Band, als käme es life aus den Bäumen. Durch die “Oase der Ruhe” mitten in der hektischen Großstadt will Niebach zugleich den Bezug zur Uckermark herstellen. Das Rind und Schweinefleisch bezieht er zum größten Teil aus dieser Region.

Beim Besuch der gv-net redaktion war gerade ein Regie-Team zu Gast im Biergarten. Zum Bio-Konzept und zur Preissituation befragt sagten die Gäste: “Die Preise sind fast alle unter 20,00 DM das ist o.k. Nur wenn es viele nutzen kann der Preis geringer werden. Wir bemerken den geschmackliche Unterschied und wir unterstützen die Situation für ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung. Diese Argumente der Verantwortung und der Nachhaltigkeit sind sogar gewichtiger als die Hoffnung, dass man sich mit Bio gesünder ernährt. Viel mehr Leute als heute müssen noch viel stärker begreifen lernen, dass alles als ein Gesamtkreislauf zu verstehen ist.”

Nähere Informationen zur Person Metzgerwirt “Robert Niebach” siehe www.gvnet-infodienst.de in der Rubrik Profile. Seiner Meinung nach stehen sich Ökologie und Technik nicht im Wege. Als nächstes will er dem etwas verstaubten Bio-Image mit einem Internetauftritt entgegentreten.

Anschrift “Zum Metzgerwirt”, Erkelenzdamm 17 (Ecke Reichenbergstrasse), 10999 Berlin, Telefon: 030 – 61 65 68 63

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