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Datum: 14.09.2001Quelle: Ort: Hannover

Begründung: Die Gefahr einer MKS-Einschleppung nach Deutschland bewegt sich auf unverändert hohem Niveau. Mehr als 2.000 MKS-Ausbrüche im Vereinigten Königreich, Tendenz “täglich mehr”; 26 MKS-Ausbrüche, bei denen 8.000 Viehbestände mit 250.000 Tieren getötet werden mussten in den Niederlanden. 220.000 Tiere wurden vor der Tötung geimpft. Die Imp-fung dieser Tiere wurde innerhalb von 4 Tagen durchgeführt. Das gesamte Seuchengeschehen konnte innerhalb von 4 Monaten bewältigt werden. Hierzu wurden 2 externe Krisenzentren und 2 Impfzentren eingerichtet. Jeweils 150 Mitarbeiter arbeiteten direkt im Krisenstab, jeweils 200 Tierärzte und 400 Hilfskräfte waren als Teams vor Ort im Einsatz. Die jeweiligen Krisenzentren waren perfekt mit allen notwendigen Sachmitteln ausgestattet. Das “Niederländische Modell” müsse als Maßstab angesehen werden, auch bei der Beurteilung durch die Europäische Kom-mission.

Bartels: “Darum muss eine “Task-Force Tierseuchenbekämpfung” auf Bund-Länder-Ebene ein-gerichtet werden, die beim nationalen Krisenzentrum angebunden ist und auf die die betroffe-nen Länder im Seuchenfall zurückgreifen können.” Parallel zur Einrichtung eines “nationalen Eingreifteams” sind auch in den Ländern entsprechende Vorbereitungen erforderlich. Nieder-sachsen ist bereits dabei, eine auf die Belange Niedersachsens abgestimmte “Task-Force” aufzubauen, die den 46 lokalen Krisenzentren der Landkreise und kreisfreien Städte, den 4 Krisenzentren der Bezirksregierungen und dem Krisenzentrum im Landwirtschaftsministerium ständig zur Seite steht. Diese niedersächsische Task-Force würde im Seuchenfall automatisch in die “Bund-Länder-Task-Force” einfliessen.

Aufgabenschwerpunkte: Vorhalten eines sächlich und logistisch optimal ausgestatteten mobilen Krisenzentrums einschließlich Impfzentrum / Ermittlung und ständige Anpassung der hierzu erforderlichen Personal- und Sachmittel / Schaffung ausreichender Kapazitäten für die Untersu-chung auf MKS durch Einrichtungen desBundes / Aus- und Fortbildung des in der Tierseu-chenbekämpfung eingesetzten Personals / Erarbeitung und Aktualisierung eines “Drehbuches” Tierseuchenbekämpfung.

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