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Verpackung

Abfallvermeidung: Neue Verpackung ändert die Farbe

Datum: 21.11.2018Quelle: Rio Press Office, Photo by Francesco Gallarotti on Unsplash | Ort: Rio de janeiro

Studenten und Alumni der Federalen Universität Rio (UFRJ) haben eine biologisch abbaubare Plastikverpackung designt, die die Qualität der enthaltenen Nahrungsmittel anzeigt. Das Produkt mit dem Namen Plasticor ändert seine Farbe, wenn sein Inhalt nicht zum Verzehr geeignet ist. Der Bioplastik, der vor gut einem Jahr in den Xerém Campus-Laboren entwickelt wurde, bietet eine nachhaltige Option um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

Laut der UN werden jedes Jahr 30 % (1,3 Milliarden Tonnen) aller Lebensmittel weggeworfen. Die Entwicklung soll die Steuerung des Konsumverhaltens erleichtern. Indem man die Lebensmitteln, deren Ablaufdatum näherrückt, beim Verzehr vorzieht, lässt sich unnötiger Abfall vermeiden. Außerdem stellt die Erfindung sicher, dass offiziell abgelaufene Nahrungsmittel immer noch ohne Risiko konsumiert werden können.

Plastik im Überfluss

„Weil es in den letzten Jahrzehnten einen derart großen Überfluss an Plastik in der Nahrungsmittelindustrie gegeben hat, wird durch unsere Erfindung auch der negative Einfluss auf die Umwelt reduziert. Unsere Verpackung ist umweltfreundlich, weil sie keine chemischen Zusätze enthält und nicht erst Jahre braucht, um abgebaut zu werden“, erklärt João Vítor Balbino, Biophysik Student und einer der Sieben Mitarbeiter des Startups. Während der Abbau von normalem Plastik bis zu 500 Jahre dauern kann, schätzen die Studenten die Zeit zum kompletten Verfall ihrer Verpackung auf sechs Monate.

Das Team arbeitet interdisziplinär und besteht aus Studenten der Biotechnologie, Nanotechnologie, Biophysik und Marketing. Weiterhin sind ein Doktorand der Polymerwissenschaft sowie ein Designer an dem Projekt beteiligt. Sie alle arbeiten und studieren an der UFRJ. Das Projekt wird von den Gründern selbst finanziert, mögliche Investoren werden gesucht. Auch schon mit kleinen Beträgen kann man das Startup unterstützen.

Benjamin Lemm / Gastroinfoportal

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