x

Frischer Fisch?

Datum: 08.04.19Quelle: Verbraucherzentrale NRW | Foto: akub Kapusnak on Unsplash | Ort: Hannover |

Religiöse Gründe oder Tradition: Am Karfreitag kommt vielerorts Fisch auf den Tisch. Doch zunehmende Überfischung, die Verschmutzung der Weltmeere und Diskussion um Mikroplastik lassen immer mehr Verbraucher zweifeln: Kann Fisch überhaupt noch guten Gewissens gekauft werden? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen gibt Tipps.

Fanggebiet und -art beachten

Fisch ist gesund und liefert wertvolle Nährstoffe, etwa Omega-3 Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß, fettlösliche Vitamine A und D sowie Jod und Selen. „Ganz auf Fisch verzichten, muss man nicht“, sagt Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Allerdings sei es unbedingt ratsam, den Fisch bewusst auszuwählen und auf Fanggebiet und Fangart zu achten.

Welcher Fisch ist empfehlenswert?

Weitgehend bedenkenlos können derzeit Karpfen, Wels und Hering gegessen werden. Forellen sollten aus Deutschland, Dänemark und Finnland kommen oder das ASC- oder Naturland-Siegel tragen, rät die Ernährungsexpertin. Meiden sollten Verbraucher hingegen Aal, Alaska Seelachs, Dornhai (Schillerlocke), Flunder, Pangasius aus Thailand und Thunfisch (weltweit).

Beifang reduzieren

Auch bei der Fangart gibt es Unterschiede. „Wenige Fangmethoden sind schonend und ökologisch unbedenklich wie beispielsweise Fang mit Handleinen oder Reusen. Die Auswirkungen auf den Meeresboden sind teilweise erheblich. Bei Grundschleppnetzen oder Langleinen landen oft auch junge Fische, Schildkröten oder Haie im Netz und verenden qualvoll“, erklärt Janina Willers.

Auf Nachhaltigkeits-Siegel achten

Die Anzahl der Siegel ist groß, nicht immer erleichtern sie die Auswahl. Dennoch gilt: Bio-Fisch mit einem Nachhaltigkeits-Siegel ist grundsätzlich vorzuziehen. Beispiele sind MSC, Naturland, ASC und EU-BIO. Auch Einkaufsratgeber oder Apps – etwa von WWF oder Greenpeace – helfen bei der Auswahl. Sie liefern wertvolle Tipps und Informationen zu gefährdeten Fischarten. Die Empfehlungen werden regelmäßig angepasst, da sich die Fischbestände fortwährend ändern.

Qualität hat seinen Preis

Der Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung, hat jedoch seinen Preis: Tiere aus nachhaltigem Fang sind in der Regel teurer. Dennoch lohnt es sich, auf Herkunft, Fangart und Siegel zu achten. „Wer Fisch bewusst auswählt, kann ihn auch guten Gewissens genießen.“

Weitere Informationen und Tipps für die Fischauswahl bietet die Verbraucherzentrale.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Systemgastronomie der Zukunft Von Fast Food bis Full Service, von Burger bis Health Food, von Kaffeebar bis Szenetreff - die Systemgastronomie ist am Puls der Zeit. Die Fachkonfere...
Vielfalt und Individualität Ob vegetarisch, vegan oder gar glutenfrei – viele deutsche Restaurantbesucher haben genaue Anforderungen an die Speisekarte eines Restaurants. Das zei...
Fünf Strategien für die Ernährungswende Wissenschaftler der Eat-Lancet-Kommission definierten Ziele für eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung. Dabei stellten sie fest, dass die Ergebnisse n...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von t748c5bc4.emailsys1a.net zu laden.

Inhalt laden

Send this to friend