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Ernährungsreport 2019

Datum: 17.01.19Quelle: BZfE | Foto: Colourbox.de | Ort: Bonn

Immer mehr Deutsche kaufen bewusst ein und achten auf eine gesunde Ernährung mit weniger Zucker und viel Obst und Gemüse. Das ist ein Ergebnis des Ernährungsreports 2019 „Deutschland, wie es isst“.

Interviews zur Ernährung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat kürzlich den Ernährungsreport 2019 vorgelegt. Für den Bericht wurden im Oktober und November 2018 rund 1.000 Verbraucher ab 14 Jahren zu ihren Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten interviewt.

Nur 7 % vegan oder vegetarisch

Essen muss schmecken – dieser Ansicht sind 99 % der Deutschen. Rund 91 % achten dabei auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. So kommen bei 71 % der Verbraucher jeden Tag Obst und Gemüse und bei 64 % täglich Milchprodukte wie Joghurt und Käse auf den Tisch. Nur 28 % der Deutschen essen jeden Tag Fleisch und Wurstwaren, vor zwei Jahren waren es noch 34 %. Das Interesse an vegetarischen Lebensmitteln steigt, aber nur ein kleiner Teil verzichtet konsequent auf Fleisch und tierische Produkte. So ernähren sich nur 7 % vegan oder vegetarisch.

Hauptsache billig?

41 % der Frauen und immerhin jeder dritte Mann achten auf eine kalorienärmere Ernährung. Dennoch greift jeder vierte Deutsche mindestens einmal täglich zu Süßigkeiten oder herzhafte Knabbereien. Der Preis verliert im Vergleich zu den Vorjahren an Bedeutung. In der jüngsten Umfrage musste Essen für 32 % der Befragten in erster Linie günstig sein, in den Vorjahren waren es noch 36 %.

Routine beim Etikett-Check

Beim Einkauf ist der Blick auf das Etikett für viele Menschen Routine. Sie lesen die Angaben zu Inhalts- und Zusatzstoffen (84 %), zur Herkunft (80 %) und zum Mindesthaltbarkeitsdatum (79 %). Weitere wichtige Punkte sind Hinweise auf Allergene (72 %) und Nährwertangaben (68 %). Mehr als die Hälfte der Verbraucher achtet auf die Zuckermenge und den Fettanteil der Lebensmittel. Bei Fertigprodukten ist den Konsumenten wichtig, dass sie weniger Zucker (71 %), ungesunde Transfette (68 %) und Salz (38 %) enthalten.

Mehr Transparenz

81 % wünschen sich ein offizielles Tierwohl-Siegel, das eine bessere Haltung der Nutztiere sicherstellt. Viele interessiert auch, ob die Lebensmittel umweltverträglich und unter fairen, sozialen Bedingungen hergestellt wurden. Den Verbrauchern ist bewusst, dass hohe Standards bei der Produktion auch ihren Preis haben. So wären die Deutschen grundsätzlich bereit, für Fleisch, das unter besonders tierfreundlichen Bedingungen produziert wurde, tiefer in die Tasche zu greifen. Allerdings bleibt die Frage, ob sich die guten Vorsätze tatsächlich im Kaufverhalten widerspiegeln würden.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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