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Datum: 22.05.2013Quelle: AMI

Bonn. Erdbeeren
aus inländischer Produktion lassen in diesem Jahr auf sich warten. Denn durch
das kalte und auch sehr dunkle Frühjahr hinkt die Vegetation deutlich
hinterher. Nur Erdbeeren die geschützt in
Gewächshäusern oder Folientunneln kultiviert werden, konnten der Witterung
trotzen. Allerdings hält sich hier das Angebot in Grenzen. Auf den geschützten
Anbau entfällt in Deutschland nur eine Fläche von rund 400 ha. Die
Freilandfläche ist mit 14.600 ha weitaus größer. Allerdings kommt Mitte Mai
ganz allmählich auch im Freiland die Ernte auf Touren. Denn in den unter Folie
geschützten Freilandkulturen werden aktuell die ersten Früchte reif, zumindest
in den frühen Anbaugebieten im Südwesten Deutschlands. Somit wird in den
kommenden Wochen das Angebot ansteigen. Bis jedoch flächendeckend in ganz
Deutschland die Freilandernte beginnt, geht noch etwas Zeit ins Land. Das wird
nämlich erst im Laufe des Junis der Fall sein. Die Verzögerung hat jedoch auch
etwas Gutes: Die Saison hat zwar später begonnen, wird dafür aber auch länger
dauern. Erdbeeren sind in Deutschland hinter den Äpfeln die zweitwichtigste
Obstkultur. Im vergangenen Jahr konnten auf einer Fläche von rund 15.000 ha
rund 156.000 t der roten Früchte geerntet werden. Deutschland ist damit hinter
Spanien und Polen drittwichtigster Erdbeerproduzent innerhalb der EU.
Hinsichtlich der Importe hat Deutschland jedoch die Nase vorn und zählt mit
einer Importmenge von 108.300 t zu den größten Abnehmern innerhalb der EU. Der
Selbstversorgungsgrad lag im zurückliegenden Jahr bei 63 %, das heißt fast zwei
Drittel der gehandelten Erdbeeren kamen aus Deutschland. Das war vor 10 Jahren
noch nicht der Fall. Denn damals waren die deutsche Anbaufläche mit 10.400 ha
und die Produktion mit 95.300 t weitaus kleiner. Aus diesem Grund war
Deutschland darauf angewiesen größere Mengen an Erdbeeren (2003: 117.700 t)
einzuführen, um den Bedarf zu decken. In der Zwischenzeit sind Anbau und
Produktion gestiegen, und seitdem greifen die Verbraucher beim Einkauf stärker
zu. Aß jeder Einwohner in Deutschland im Jahr 2003 rund 2,5 kg, waren es im
Jahr 2012 rund 3 kg.

 

 

mp, RbB

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