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Münchner Ernährungsrat

Münchner Ernährungsrat gegründet

Datum: 26.06.2018Quelle: Inhalt: Münchner Ernährungsrat, Foto: Colourbox.de | Ort: München

Am 18. Juni 2018 gründete ein Bündnis aus Initiativen, Verbänden, Firmen und Privatpersonen den Münchner Ernährungsrat e. V. Beteiligt sind auch Vertreter der landwirtschaftlichen Erzeugung, Herstellung, Handel und Gastronomie. Die mehr als 70 Anwesenden wollen damit ein Zeichen für die absolute Dringlichkeit der angestrebten Ernährungswende setzen. Als erster Schritt des Münchner Ernährungsrats ist geplant, eine kommunale Ernährungsstrategie auf den Weg zu bringen. Welche Rolle dabei die Stadtverwaltung und die umliegenden Landkreise spielen werden, ist noch zu klären.

Alternativen finden

In Deutschland haben sich bereits viele Städte und Gemeinden auf den Weg gemacht, ihr regionales Ernährungssystem zu durchleuchten, Alternativen zu ihrer aktuellen Lebensmittelversorgung aufzuzeigen und diese dadurch zukunftsfähiger zu machen. Dieses Kernziel setzt sich auch der Münchner Ernährungsrat. Es geht darum, die Landeshauptstadt München dazu zu bewegen, eine regionale Ernährungsstrategie auszuarbeiten und umzusetzen. Dies kann nur in enger Kooperation mit dem Umland und referatsübergreifend erfolgen.

Münchner Ernährungsrat mit Vorbild

Die derzeitige Ernährungssituation ist nach Ansicht des Ernährungsrat geprägt vom Klimawandel, der Flächenversiegelung, dem Verlust an Biodiversität, sozialer Ungleichheiten und gesundheitlicher Schäden sowie Mangelernährung im globalen Süden. Aus diesem Grund haben sich in den vergangenen Jahren in vielen europäischen Städten zivilgesellschaftliche Ernährungsräte nach nordamerikanischem Vorbild gegründet. Diese setzen sich für die Sicherung einer resilienten, transparenten und nachhaltigen Lebensmittelversorgung ein.

Die Voraussetzung dafür ist laut dem Münchner Ernährungsrat die Stärkung regionaler Erzeuger und Verarbeiter durch faire, vielfältige Marktstrukturen, die Unterstützung solidarischer Erzeugergemeinschaften und die Bereitstellung von stadtnahen und innerstädtischen Flächen zur ökologischen Produktion von vorwiegend pflanzlichen Lebensmitteln. Sie bedinge zudem eine umfassende schulische und außerschulische Umwelt- und Ernährungsbildung zur Vermittlung von Herstellung, Verarbeitung und Wertschätzung von Lebensmitteln. Damit verbunden ist die flächendeckende Umstellung der Gemeinschaftsversorgung in öffentlichen Einrichtungen auf regionale, saisonale, ökologische und fleischreduzierte Kost.

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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