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biozyklisch-veganer Anbau

Biozyklisch-veganer Landbau anerkannt

Datum: 15.01.2018Quelle: Inhalt: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Foto: Colourbox.de | Ort: Berlin

Biozyklisch-veganer Anbau ist nun weltweit gültiger Bio-Standard – dank der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM). Damit existiert nun ein der EU-Bio-Zertifizierung gleichwertiger Standard für den veganen Landbau. Seit Ende 2017 können sich landwirtschaftliche Betriebe mit dem Gütesiegel „aus biozyklisch-veganem Anbau“ zertifizieren lassen.

Für die Bodengesundheit

Die Richtlinien beschreiben die Prinzipien einer zukunftsfähigen, kreislauforientierten und vegan ausgerichteten Form des ökologischen Landbaus. Biozyklisch-veganer Anbau steigert die Bodengesundheit und Produktivität mit Hilfe rein pflanzlicher Präparate. Mit dem Einsatz von reifem Kompost und Mulch sowie Gründüngung leistet diese Art des Wirtschaftens einen aktiven Beitrag zum Humusaufbau.
Derart bewirtschaftete Betriebe bringen keine Exkremente von Tieren auf ihren Flächen aus. Somit besteht kein Risiko, dass antibiotikaresistente Keime aus der Tierhaltung auf den Feldern landen, auf denen Salat und Gemüse wachsen. An der Erarbeitung der Richtlinien war u. a. der Verein Biozyklisch-Veganer Anbau beteiligt. In diesem engagiert sich die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt als Mitglied von Anfang an.

Biozyklisch-veganer Anbau kommt völlig ohne den Einsatz von Nutztieren zu kommerziellen Zwecken aus. Er benötigt zudem weder Dung oder sonstige Betriebsmittel von Tieren wie Hornspäne oder Blutmehle. Das eröffnet die Möglichkeit, auf rein pflanzlicher Grundlage besonders umwelt- und ressourcenschonend zu produzieren; vor allem aber unterstützt diese Anbaumethode keinerlei Ausbeutung von Tieren.

Biozyklisch-veganer Anbau ist verfolgbar

Die Anbaubetriebe betreiben Mischkultur, die zusammen mit anderen bodenschonenden Methoden die Artenvielfalt aktiv fördern. Sie unterstützen die Mikroorganismen im Boden und schaffen möglichst natürliche Wachstumsbedingungen. So lassen sich Pflanzenschutzmaßnahmen auf ein Mindestmaß verringern. Anders als häufig behauptet, kann die Bodenfruchtbarkeit somit auch ganz ohne Züchtung und Haltung von Schlachttieren erhalten bzw. aufgebaut werden. Ein weiterer Vorteil: Die Kunden können den Weg der zertifizierten Waren bis auf das Feld, von dem sie stammen, zurückverfolgen. Das bietet Transparenz und Sicherheit: Aufkleber auf Früchten oder Verpackungen enthalten hierfür eine Rückverfolgbarkeitsnummer. Einige Produkte ermöglichen bereits, damit online Auskunft zum Erzeuger, Feld sowie Ernte- und Verpackungszeitpunkt zu erhalten; daneben erfährt der Kunde Wissenswertes zur Anbauregion und zur Sorte.

In Griechenland ist biozyklisch-veganer Anbau bereits angekommen. Dort wirtschaften bereits 80 kleinbäuerliche Betriebe nach den Richtlinien und exportieren ihre Produkte nach ganz Europa. Da landwirtschaftliche Betriebe in Griechenland Pflanzenbau und Tierhaltung traditionell getrennt betreiben, sind die dortigen Ackerbaubetriebe bereits seit Generationen darauf ausgelegt, auch ohne Dung von Tieren arbeiten zu können. Ihre Erfahrung können andere Landwirte nutzen, die auf diese Erzeugung umstellen möchten. Der Verein Biozyklisch-Veganer Anbau hat sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland Betriebe für diese tier- und umweltfreundliche Art des Landbaus gewinnen.

www.albert-schweitzer-stiftung.de

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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