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Nach zahlreichen Protesten von Verbrauchern wurde der Änderungsantrag der EU, der pflanzliche Milchalternativen zensieren sollte, zurückgenommen.

Weg frei für pflanzliche Milchalternativen: #spürbargrün

Datum: 07.06.2021Quelle: ProVeg I Bild: Hjalte Gregersen on Unsplash I Ort: Berlin

Zahlreiche Institutionen wie die FAO und die WHO empfehlen: Die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung ist dringend notwendig. Eine neue EU-Regelung – der Änderungsantrag 171 – hätte laut der Ernährungsorganisation ProVeg Unternehmen die Möglichkeit auf einen fairen Wettbewerb genommen und gleichzeitig Verbraucher verwirrt sowie ihnen wichtige Informationen vorenthalten. Das EU-Parlament hat den Änderungsantrag, der pflanzliche Milchalternativen zensieren sollte, jetzt jedoch zurückgenommen.

„Verbraucher, Industrie und Klimaschutzexperten haben gesprochen und die EU hat zugehört“, erklärt Matthias Rohra, Geschäftsführer bei ProVeg in Deutschland.

„Es wäre absurd, pflanzliche Produkte zu zensieren und gleichzeitig die Verbraucher dazu aufzufordern, auf eine pflanzliche Ernährung umzusteigen. Stellen Sie sich vor, es würden klimafreundliche Alternativen wie Elektroautos oder Recyclingpapier zensiert werden.“

„Als Gründungsmitglied der European Alliance for Plant-based Foods stand die Umsetzung der fortschrittlichen EU-Politik und die Bekämpfung wettbewerbsfeindlicher Gesetze immer ganz oben auf unserer Agenda“, erklärt Dr. Jeanette Fielding, Chief Corporate Affairs & Communications Officer bei Upfield, dazu. „Die Entscheidung gegen den Änderungsantrag 171 ist ein Sieg für die pflanzliche Lebensmittelindustrie und all jene, die die Petition unterzeichnet haben. Aber es muss weitergehen: Eine Umstellung auf pflanzliche Ernährung ist für unsere Gesundheit und die des Planeten dringend notwendig. Pflanzliche Lebensmittel müssen eine faire Behandlung durch Politik und Gesetz erfahren.“

Keine Zensur für pflanzliche Milchalternativen

Die neue Gesetzgebung hätte Verbote für pflanzliche Milcherzeugnisse mit sich bringen können, zum Beispiel:

  • Beschreibungen wie „sahnige Konsistenz“ oder „wie Butter“
  • Verpackungen, die denen für tierische Milchprodukte ähneln
  • Gesundheits- und Allergeninformationen wie „laktosefreie Alternative zu Kuhmilch“
  • Vergleiche des CO2-Ausstoßes mit dem von Kuhmilch oder Kuhmilchprodukten
  • Verwendung von Bildern des eigenen Produkts für Marketingzwecke

Redaktion GastroInfoPortal / Michael Teodorescu

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