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Die YouGov-Studie Sustainability matters untersucht die Einstellung zum nachhaltigen Einkauf sowie allgemein zur Bereitschaft zu nachhaltigem Handeln.

Studie: Bereitschaft zu nachhaltigem Handeln #spürbargrün

Datum: 09.06.2021Quelle: YouGov Deutschland I Bild: Markus Spiske on Unsplash I Ort: Köln

60 % der Deutschen geben an, dass der Gedanke an Nachhaltigkeit ihre Ess- und Einkaufsgewohnheiten beeinflusst. Für die Hälfte der Deutschen (52 %) spielt das Angebot nachhaltig produzierter Produkte eine wichtige Rolle bei der Wahl des Einkaufsortes. Dies zeigen Daten der neuen Studie „Sustainability matters“ der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die mehr als 10.000 Personen in neun europäischen Ländern befragt wurden. Die Analyse betrachtet die Bereitschaft zu nachhaltigem Handeln beim Lebensmitteleinkauf, bestimmte Konsummuster, mögliche Änderungen von Ernährungsgewohnheiten aus Gründen der Nachhaltigkeit sowie weitere Aspekte.

Knapp drei von fünf Deutschen (57 %) geben an, beim Lebensmittelkauf darauf zu achten, ob diese nachhaltig hergestellt worden sind. Diese Gruppe ist vorwiegend älter und weiblich: 45 % sind über 55 Jahre alt (vs. 41 % der Gesamtbevölkerung), 56 % sind weiblich. Unter denjenigen, die beim Kauf von Lebensmitteln auf eine nachhaltige Herstellung achten, sagen 85 %, in Deutschland hergestellte Produkte zu bevorzugen (vs. 73 % der Gesamtbevölkerung). 61 % versuchen, ausschließlich Produkte von Unternehmen zu kaufen, die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen (vs. 43 % aller Befragten in Deutschland).

Bei der Frage nach der Bereitschaft, mehr für Produkte zu bezahlen, deren Verpackung besonders umweltfreundlich ist, gibt in Deutschland die Hälfte aller Befragten (49 %) an, dazu bereit zu sein.

Bereitschaft zu nachhaltigem Handeln

35 % der deutschen Befragten sind bereit, eine zusätzliche Umweltsteuer für Lebensmittel und Getränke, die nachweislich negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, zu zahlen. Im internationalen Vergleich sind dies wenige. Franzosen (35 %) sowie Norweger (37 %) sagen dies ähnlich selten. Am häufigsten treffen Südeuropäer dieser Aussage – in Italien sind es 51 % und in Spanien 49 %.

Auf die Frage nach den wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung negativer Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit dem Lebensmitteleinkauf nannten die meisten Befragten eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung (31 %). Der Kauf von mehr lokal produzierten Lebensmitteln (17 %) und der Verzehr von weniger Fleisch (15 %) waren nach Meinung der Europäer die am zweitund dritthäufigsten genannten Maßnahmen. Weniger Fleisch zu essen wird besonders unter den jüngeren Europäern zwischen 18 bis 29 Jahren als effektiv angesehen, um negative Umweltauswirkungen zu reduzieren (19 %).

Redaktion GastroInfoPortal / Michael Teodorescu

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